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Amsterdams schwul-lesbische Meile: Reguliersdwarsstraat (Bild: David Silverline / flickr / by 2.0)

Nach dem Konkurs des Homo-Tycoons Sjoerd Kooistra im vergangenen Jahr haben nun viele schwul-lesbische Bars in der Grachtenstadt neu eröffnet.

Von Carsten Weidemann

Gay Amsterdam hat turbulente Zeiten hinter sich. Der Konkurs des Gastronomie-Tycoons Sjoerd Kooistra hat das Gay-Nightlife der Stadt in seinen Grundfesten erschüttert, vor allem in der Reguliersdwarsstraat: In dieser Straße mussten im vergangenen Jahr viele schwul-lesbische Bars ihre Pforten schließen. Glücklicherweise haben ab März 2011 mehrere Etablissements neue Eigentümer und können wieder öffnen. Nach einem unsicheren halben Jahr sieht es ganz so aus, als könne Gay Amsterdam mit gewohntem Schwung weitermachen. Hier eine Übersicht der neuen Szeneläden:

Seit seiner Neueröffnung im März erstrahlt das Café Soho in der Reguliersdwarsstraat 36 wieder im alten Glanz. Als eines der größten Gay-Cafés von Amsterdam besticht Soho mit einer klassischen Einrichtung, Spiegeln, einem Kamin und einer "Bibliothek". Über die beeindruckende Doppeltreppe gelangt man in die erste Etage. Neu sind die Tanzfläche im Parterre sowie die Cocktailbar und das separate Raucherzimmer im Obergeschoss. Soho ist als Gay-Bar beliebt bei Alt und Jung, auch bei Heteros und vielen Touristen aus der ganzen Welt.

Snacks und Cocktails in der  Reguliersdwarsstraat


Nach einem halben Jahr Pause wieder geöffnet: Lounge-Bar "arc" (Bild: arc)

Auch der berühmte Gay-Lunchroom Downtown in der Reguliersdwarsstraat 31, der einst zu Kooistras Imperium gehörte, ist wieder geöffnet. Hier gibt es nun wieder einfache, aber leckere und preiswerte Gerichte und Getränke. Drinnen ist es nicht geräumig, aber dafür umso netter. Der Imbiss ist beliebt bei Schwulen und Lesben aller Couleur. Im Sommer kann man auch draußen sitzen, und zwar sowohl neben als auch vor dem Lunchroom.

Auch das arc, eine beliebte und trendy Lounge-Bar in der Reguliersdwarsstraat, ist nach einem halben Jahr wieder geöffnet. Selbstverständlich wurde nichts an der modernen, nüchternen und überaus kosmopolitischen Einrichtung des berühmten niederländischen Designers Eric Kuster geändert. Hier gibt's zwei Cocktailbars und einen Lesetisch, der abends zur Seite geräumt wird, so dass eine kleine Tanzfläche frei wird.

Kerkstraat 23: Von Homolulu zu Bump


Glitter und Kronleuchter: das neue Café Bleu am Rande des Nieuwmarkt (Bild: Café Bleu)

An der Geldersekade 111 am Rande des Nieuwmarkt, gibt es bereits seit Anfang 2011 eine neue Homo-Bar: das Café Bleu. Klein aber "gezellig", mit viel königlichem Glitter und Kronleuchtern von Edwin van Kollenburg, der sich bereits mit dem Café Rouge an der Amstel einen Namen gemacht hat. Bleu liegt unweit vom Ausgang des Zeedijk und stärkt ganz ohne Zweifel die Position dieser Straße als eines der Homozentren von Amsterdam.

Ab April 2011 ist die Amsterdamer Szene um einen weiteren Hotspot reicher: Das Bump liegt strategisch günstig in der Kerkstraat 23, zwischen Leidseplein und Reguliersdwarsstraat. In der großen Bar, die sich über zwei Etagen erstreckt, wird sich jeder willkommen fühlen: Hier kann man Cocktails trinken, loungen oder ein bisschen tanzen. Die DJs spielen jeden Tag Deep Grooves, Nu-Disco und Funky Electro, und auf der kleinen Bühne treten regelmäßig Live-Acts auf. Das historische Gebäude behergte bis Anfang der neunziger Jahre übrigens die Disco Homolulu.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Timm JohannesAnonym
  • 21.03.2011, 22:26h
  • Amsterdam ist schön, ausser das Parkplatzproblem in der Innenstadt...da wird das Auto sofort abgeschleppt !!!

    Insgesamt aber haben meines Erachtens im letzten Jahrzehnt Berlin und London Amsterdam in der Community und Partyszene überrundet.

    Einst in den 1970er und 1980er war Amsterdam klar Vorreiter und führend in der Community; aber mittlerweile haben mit der Liberalisierung in der britischen und deutschen Gesellschaft und mit der Wende in Deutschland die Hauptstädte Berlin und London ("letzteres ist leider nur unverschämt teuer") Amsterdam überholt.

    Diese zunehmende Konkurrenz von London und Berlin macht Amsterdam "ein wenig" in der Community zu schaffen. Eine Reise wert ist Amsterdam aber immer noch auf jeden Fall.
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#3 SebAnonym
  • 25.03.2011, 16:36h
  • "Cockring" Kerkstraat dürfte aber noch geschlossen haben Allerdings nach einer Drogenrazzia. Schade.
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