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Große Aufregung um eine harmlose Werbeanzeige (Bild: IKEA)

Ikea wirbt in Sizilien mit einem Homo-Paar – bei der Berlusconi-Presse ist man entsetzt und spricht von einem "schwedischen Imperialismus".

Zur Eröffnung eines neuen Möbelhauses in Catania hat Ikea seit Wochen auf Plakaten und in Anzeigen mit einem händchenhaltenden Männerpaar geworben. Das Motto der Kampagne lautet: "Wir sind für alle Familien geöffnet". In der konservativen Presse sorgte das für Empörung: "Il Giornale", eine Zeitung des Medienimperiums von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, verurteilt die Anzeige in einem Kommentar scharf.

Dabei traut sich die Zeitung nicht, in diesem Zusammenhang direkt gegen Homo-Rechte zu argumentieren, sondern wittert einen weit schlimmeren Plan: Mit ihrer Werbung versuche sich der Konzern schon länger in "schwedischem Imperialismus". Ikea betreibe eine "ideologische Mission, durch niedrige Preise soziale Gleichheit herzustellen", so "Il Giornale". Diese Gleichmacherei sei eine "Provokation".

Ikea hat bereits eine lange Werbetradition mit schwulen Pärchen, die wiederholt zu teils heftiger Kritik geführt hat. So platzierte der schwedische Konzern schon 1994 in den USA einen Spot im Fernsehen, in dem zwei Schwule als glückliche Ikea-Kunden gezeigt wurden. Das führte damals zu Boykott-Aufrufen von Konservativen und sogar zu einer Bombendrohung. Um die Jahrtausendwende startete der Konzern dann ähnliche Kampagnen in anderen Ländern, darunter auch Deutschland.

In Polen führte 2008 sogar ein essendes Männerpaar im Ikea-Katalog für Aufregung – mit solchen Bildern wolle der Konzern Homo-Paare mit Ehe-Leuten gleichsetzen, empörten sich Konservative und riefen zu einem Kaufboykott auf (queer.de berichtete).

Erst vor kurzem startete Ikea in Österreich einen Werbespot, in dem ein Mann seinen schwulen Lover vor seiner Freundin versteckt – natürlich in einem geräumigen Möbelstück (queer.de berichtete). (dk)



#1 TristanAnonym
#2 Maria, hilf!Anonym
  • 21.03.2011, 12:58h
  • Um Himmels Willen! Soziale Gleichheit und Männer, die zusammen essen! Man weiß ja nicht mal, was schlimmer ist! Der Allmächtige bewahre uns!
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#3 jojoAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.03.2011, 13:02h
  • Ich hoffe nur, daß IKEA ganz Italien mit diesem so tollen Werbeplakat zupflastert!
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#5 maaaartinAnonym
  • 21.03.2011, 13:54h
  • vielleicht kann ikea mit bunga bunga partys im ballparadies die italienische presse wieder gnädig stimmen.
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#6 Knueppel
#7 palisadesProfil
  • 21.03.2011, 14:27hBerlin
  • Also die Presse in der Hand eines zu-tode-gebotoxten Lustgreises der auf privaten Sexparties minderjährige Prostituierte vögelt ist entsetzt...NA KLAR!!!
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#8 dummfugAnonym
  • 21.03.2011, 15:51h
  • Obelix hätte gesagt: Die spinnen, die Römer...

    Aber wirklich! Da wird ein Paar gezeigt, das sich an den Händen hält! Jetzt versinkt das römische Imperium und die langjährige Tradition von Bonga-Bonga-Parties kann nicht mehr Aufrecht gehalten werden.

    Und wirklich schlimm, wenn es Gleichmacherei geben sollte und es auch mit niedrigen Kosten möglich sein sollte, eine Wohnung einzurichten.

    Die spinnen...
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#9 vingtans
#10 FloAnonym
  • 21.03.2011, 16:14h
  • 1. Ikea zeigt sich immer wieder als Vorreiter. Bravo!

    2. Das Verhalten der Berlusconi-Presse zeigt, wie schlimm es ist, wenn die gesamten Medien fast vollständig in einer Hand liegen.

    Medien müssen unabhängig sein und es muss Vielfalt gewährleistet sein.

    3. Sollen die Ewiggestrigen ruhig Ikea boykottieren, die sind eh nicht die Hauptzielgruppe. Und Ikea weiß ganz genau, dass sie an Schwulen, Lesben und aufgeschlossenen, modernen Menschen deutlich mehr verdienen.
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