Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13901

Seit 2010 gibt es Umfragen zufolge eine Mehrheit für die Ehe-Öffnung in den USA

In den USA stabilisiert sich laut Umfragen eine Mehrheit für die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare, doch konservative Aktivisten werfen den Umfrageinstituten Manipulation vor.

Bei einer am Freitag veröffentlichten Umfrage gaben 53 Prozent der Amerikaner an, sie seien für eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht. 2006 hatten nur 36 Prozent bei der gleichen Frage mit "ja" geantwortet. Die Umfrage wurde von der Tageszeitung "Washington Post" und der TV-Nachrichtensendung "ABC News" beauftragt.

Das Ergebnis ist keine Überraschung. Schon mehrere Umfragen haben einen Stimmungsumschwung in den USA beim Thema Homo-Rechte festgestellt, der sich in den letzten Jahren beschleunigt hat. Bereits im Oktober 2010 gab es bei einer CNN-Umfrage erstmals eine Mehrheit für die Ehe-Öffnung (queer.de berichtete).

Homo-Gegner: Umfrageergebnis Teil einer Medienkampagne für Homo-Rechte


NOM-Chef Brian Brown will das Umfrage-Ergebnis nicht akzeptieren

Homo-Gegner sehen die neuerliche Mehrheit für die schwul-lesbische Ehe jedoch als Teil einer Medienkampagne. Sie bemängelten insbesondere die Fragestellung der ABC/Post-Umfrage, die lautete: "Soll es Ihrer Meinung nach legal oder illegal für schwule und lesbische Paare sein zu heiraten?". Brian Brown, Chef der homofeindlichen National Organization for Marriage (NOM), erklärte das Ergebnis für "albern" und nicht aussagenkräftig: "Jeder Meinungsforscher wird Ihnen bestätigen, dass das eine vorurteilsbeladene Frage ist", so Brown. Er kritisierte insbesondere den Gebrauch des Wortes "illegal", weil dieses auf eine generelle Verfolgung von Schwulen und Lesben hindeute - und damit die Befragten unter Druck setze, mit "Ja" zu antworten. Auch das Family Research Council erklärte, dass es die Umfrage nicht akzeptieren könne und es in Amerika keine Mehrheit für die Ehe-Öffnung gebe.

Allerdings haben ABC und die Washington Post die Frage seit Jahren nicht verändert - trotzdem hatten vor fünf Jahren noch rund zwei Drittel die "Illegalität" von Homo-Ehen bejaht. NOM-Chef Brown weist dagegen auf Volksentscheide in 29 der 50 US-Bundesstaaten hin, in denen die Bürger mehrheitlich für ein Verbot der Homo-Ehe in der Regionalverfassung stimmten. Die Referenden trugen insbesondere während der Bush-Regierungszeit dazu bei, konservative Wähler zu mobilisieren.

Lediglich einmal lehnte die Bevölkerung ein Verbot ab: 2006 stimmten 52 Prozent der Wähler in Arizona gegen "Proposition 107". Die direkte Demokratie hat aber zwei Jahre später trotzdem zugeschlagen: 2008 votierten 56 Prozent für ein Ehe-Verbot in der Verfassung des Bundesstaates - seither ist auch in Arizona die Ehe für Schwule und Lesben ausdrücklich verboten. Dagegen gestatten lediglich fünf Bundesstaaten gleichgeschlechtlichen Paaren Eherechte. (dk)



#1 phoebeProfil
  • 21.03.2011, 14:52hDD
  • Die ärgern sich doch nur, dass sie die öffentliche Meinung nicht mehr hinter sich haben. Pah!

    btw: 29 der 50 Staaten heißt noch nicht, dass man irgendeine Art von Mehrheit hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.03.2011, 15:11h
  • Diese bornierten Konservativen wollen ja partout nicht einsehen, daß sich in den USA die allgemeine Meinung zur Homoehe grundlegend gewandelt hat! Wenn es jetzt eine Mehrheit pro Homoehe gibt, so ist das nun einmal so. Medienkonzern ABC und die Washington Post gehören nicht umsonst zu den in den USA bekanntesten und seriösen Unternehmen und nicht um Feld-Wald-und-Wiesen-Konzerne!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Knueppel
  • 21.03.2011, 15:45h
  • Die Öffnung der Zivil-Ehe für schwule und lesbische Paare wird Land für Land kommen und ich will - auch wenn ich vielleicht niemals eine Ehe schließen werde - dafür eintreten und argumentieren, dass dies auch endlich in Deutschland umgesetzt wird.

    Meine grundsätzliche Haltung dazu habe ich in diesem Portal schon einmal erläutert:

    In Deutschland wurde, im Gegensatz zu anderen *Ländern, keine 'Homo-Ehe' eingeführt. Die sog. "Eingetragene Lebenspartnerschaft" heißt nicht nur bewusst anders, sie wertet auch (ab) und das ebenfalls bewusst.

    Dass inzwischen sukzessive "Angleichungen" an die "Hetero-Ehe" durchgesetzt werden konnten, ändert nichts am gewollt schwächeren Rechtsstatus der sog. "Eingetragenen Partnerschaft".

    Um es klar zu sagen:

    Ob ich nun tatsächlich meinen langjährigen Partner heiraten würde, wenn die Zivil-Ehe (wie in den unten genannten anderen Ländern) endlich für schwule und lesbische Paare geöffnet wird ..., das ist völlig unerheblich! Aber, ich will das selbst entscheiden können, will also die Möglichkeit haben, zu wählen. Die jetzige Regelung macht mich schon per Definition zu einem Bürger/Menschen 2. Klasse und der ... BIN ICH NICHT!

    In diesen Ländern wurden gleich „Nägel mit Köpfen“ gemacht und die Zivil-Ehe auch für schwule und lesbische Paare geöffnet:

    Zitat:
    „(…) Eine gleichgeschlechtliche Ehe ist eine Ehe, in der beide Partner das gleiche Geschlecht haben. Im Gegensatz zur Eingetragenen Partnerschaft, welche ein eigenes Rechtsinstitut durch ein eigenes Gesetz schafft, wird unter gleichgeschlechtlicher Ehe dasselbe Ehegesetz sowohl für heterosexuelle, wie auch homosexuelle Paare verstanden (…)Die gleichgeschlechtliche Ehe wurde in Deutschland nicht eingeführt (…)

    (…) In den folgenden Ländern und Teilgebieten von Ländern wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet:
    • Niederlande (2001)
    • Belgien (2003)
    • Spanien (2005)
    • Kanada (2005)
    • Südafrika (2006)
    • Norwegen (2009)
    • Schweden (2009)
    • Vereinigte Staaten
    o Massachusetts (2004)
    o Connecticut (2008)
    o Iowa (2009)
    o Vermont (2009)
    o New Hampshire (2010)
    o District of Columbia (2010)
    • Mexiko
    o Mexiko-Stadt (2010)
    • Portugal (2010)
    • Island (2010)
    • Argentinien (2010)
    Der Staat New York lässt zwar in seinem Hoheitsgebiet keine gleichgeschlechtliche Trauungen zu, aber erkennt Ehen zwischen Partnern des gleichen Geschlechts aus anderen Staaten und Bundesstaaten an.
    Die Öffnung der Ehe in diesen Ländern geschah einerseits durch Entscheidungen von Gerichten (z.B. Massachusetts, Connecticut, Kanada auf Provinzebene oder Südafrika) und andererseits durch Gesetzesinitiativen (z.B. Kanada auf Bundesebene sowie Spanien). In Israel werden durch eine Entscheidung des Obersten Gerichts ausländische Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren im Lande anerkannt (…)
    Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gleichgeschlechtliche_Ehe
  • Antworten » | Direktlink »
#4 GoimAnonym
  • 21.03.2011, 15:45h
  • Antwort auf #1 von phoebe
  • In den USA gilt das "The Winner Takes It All"-system. egal wieviele einwohner die staaten haben, so ist 29/50 die anerkante mehrheit.
    So funktionieren auch die Wahlen.

    So gesehen redet er zumindest nicht erfundenes daher, aber trotzdem sollte er die öffentliche Meinung respektieren.

    Die Fragestellung ist vielleicht wirklich nicht ganz korrekt, aber wenn man bedenkt, dass es immer dieselbe Formulierung war dennoch aussagekräftig.

    lg
  • Antworten » | Direktlink »
#5 vingtans
  • 21.03.2011, 16:09h
  • Antwort auf #4 von Goim
  • naja das wahlsystem istn bissel komplizierter dort ;)

    in einigen staaten ist verhätniswahlrecht, in anderen gilt die einfache mehrheit und in 5 staaten gibts das mischwahlsystem..
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FloAnonym
  • 21.03.2011, 16:16h
  • Es ist ganz klar, dass die Homohasser die Meinung der Mehrheit nicht akzeptieren können. Die hatten immer schon ein Problem mit Demokratie!

    Wer kein Problem mit Demokratie hat, käme gar nicht erst auf die Idee, anderen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben oder sie zu diskriminieren, nur weil sie lieben.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 RubynRotAnonym
  • 21.03.2011, 17:26h

  • das hört sich ja schin ganz nett an. Äber mit ein Problem ist doch, was in dem Artikel ja auch anklingt, dass die Konservativen und Gegner kämpfen und mobikisieren werden um , falls es zu neuen propositions kommt, eine Offnung der Ehe zu verhindern. Von den 53 prozent die jetzt bei der Umfrage tendenziell die öffnung und Legalisierung befürworten aber nicht alle dafür kämpfen oder mobilisieren würden. Aber allein eine Zustimmung von 53 Prozent ist zumindest ein Indikator der sich langsam wandelden Stimmung und somit allein schon ein Horror für die Konservativen. Aber der Kampf ist dadurch ja leider noch lange nicht gewonnen. Also weiter!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Iceman
  • 21.03.2011, 18:19h
  • Tjaa.. schon erschreckend für die Konservativen, dass es auch noch Leute gibt, die nicht auf ihre dummen Ideen und Vorstellungen hereinfallen^^
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Wyndakyr
  • 21.03.2011, 23:31h
  • So schön das Ergebnis dieser Umfrage auch sein mag, so bezweifel ich, das sie etwas über die Stimmung im gesamten Land aussagen kann.
    Die Nachrichten aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten sind doch immer ziemlich widersprüchlich. Heute diese Umfrage, morgen wieder eine andere, die das Gegenteil sagt.
    Dann sagt ein Gericht in irgendeinem Bundesstaat hü, 'nen Monat später das oberste Bundesgericht hott. Viel mehr passiert doch da nicht, leider.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Martin FLLAnonym
  • 22.03.2011, 14:02h
  • Dank an Bill Clinton, der DOMA unterschrieben hat (wie DADT), um – pardon – seinen politischen Arsch zu retten. DOMA muss abgeschafft werden!
    Pelosi hatte Mehrheiten von 2009 bis 2011, aber mangelnder Wille, eigene bigotte Mitglieder in ihrer Partei verweigerten die Gefolgschaft. Heute riskiert seine eine dicke Lippe, da sie weiss, dass sie gegen die Republikaner und deren Mehrheit keine Chance hat, aber man kann ja Wind machen.

    Amerika ist ein schrecklich bigottes, selbstgerechtes, selbstgefaelliges und dummes Land – dazu stehe ich, ich “lebe” hier und bekomme den Wahnsinn taeglich geboten. (Japan wird bestraft, da es nicht christlichen Glaubens ist und lauter so ein Mist…)

    “Ich habe gesuendigt, aber ich weiss und Gott sprach zu mir und vergab meine Suenden…” Newt Gingrich vor ein paar Wochen, Sprecher des Hauses unter Bill Clinton. Family values werden hochgelobt, dabei die eigene Frau betrogen, Scheidungen stehen auf der Tagesordnung, aussereheliche Kinder gezeugt und den Schwulen und Lesben Rechte vorenthalten, weil sie so unmoralisch sind.

    Was fuer ein Land sind die USA, wenn Minderheitsrechte zur Abstimmung stehen?

    Wenn man taeglich auf die Bibel pocht, warum ist dann Scheidung und Ehebruch okay?

    Der californische Richter im Fall Prop 8 fragte die konservativen Fanatiker: was kann der Schaden sein, wenn man Schwulen und Lesben gleiche Rechte gibt und sie heiraten koennen? Es kam NICHTS!!!
  • Antworten » | Direktlink »