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Nicht mehr erhältlich: Homo-Hasser mit iphone sitzen auf dem Trockenen

Nach heftigen Protesten hat der Computerkonzern Apple eine Anwendungssoftware der Ex-Gay-Gruppe Exodus International kommentarlos entfernt.

Die kostenlose App warb für die "heilende Kraft von Jesus Christus" im Kampf gegen Homosexualität. Sie war ab dem 15. Februar im App-Store erhältlich. Die Homo-Gruppe Truth Wins Out hatte daher eine an Apple-Chef Steve Jobs gerichtete Online-Petition gestartet, in der die sofortige Löschung des homophoben Programms verlangt wird. Sie wurde inzwischen von rund 150.000 Menschen unterschrieben.

Exodus-Chef Alan Blanchard hat sich via Twitter "unglaublich enttäuscht" über die Löschung der App geäußert. Das sei eine Einschränkung der Freiheitsrechte, warnt er in dramatischen Tönen: "Passen Sie auf, das könnte auch Ihnen passieren."

Unterschriftenaktion geht vorerst weiter


Die Ex-Gay-Gruppe Exodus versucht in den USA, möglichst viele Schwule und Lesben zur Heterosexualität zu bekehren - und treibt verzweifelte Jugendliche so in den Selbstmord

Truth Wins Out fordert trotz der Löschung weiterhin dazu auf, die Petition zu unterschreiben. Man wisse schließlich nichts über die Beweggründe des kalifornischen Unternehmens: "Hat Apple die App zurückgezogen, weil mehr als 140.000 Kunden darum gebeten haben? Das ist schwierig zu sagen, weil Apple sich noch nicht dazu geäußert hat. Bis sie das tun, wollen wir den Druck aufrecht erhalten. Apple soll klargemacht werden, dass eine 'Ex-Gay'-Therapie keinen Platz im App-Store hat."

Apple hatte bereits im November 2010 die App der homofeindlichen "Manhattan Declaration" nach Protesten aus dem App-Store entfernen lassen. Damals unterschrieben 5.000 Menschen eine dementsprechende Online-Petition. Der Konzern hat auch diese Löschung nicht kommentiert und Fragen von Journalisten unbeantwortet gelassen.

Die beliebige Zensur-Politik Apples hat bereits in der Vergangenheit für viel Verwirrung gesorgt. So versucht der Konzern, weltweit Inhalte auf seinen Plattformen zu verbieten, die nach kalifornischem Durchschnittsempfinden als anstößig gelten. Dazu zählt vor allem das Thema Sexualität, weshalb Apple schwule Programmierer letztes Jahr gewarnt hatte, dass allein die Benutzung des Wortes "Gay" zur Ablehnung führen könne (queer.de berichtete). (dk)



#1 HomoholyAnonym
#2 Kenny
  • 23.03.2011, 11:32h
  • "....weshalb Apple schwule Programmierer letztes Jahr gewarnt hatte, dass allein die Benutzung des Wortes "Gay" zur Ablehnung führen könne."

    Also ganz ehrlich, irgendwie hat Apple einen ganz gewaltigen Sockenschuss. Haben die denn auch davor gewarnt, die Worte "religious", "catholic" oder "christ" zu verwenden? Könnte ja Humanisten und Atheisten verstören und verwirren.
    /ironie off
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#3 FelixAnonym
  • 23.03.2011, 11:44h
  • Das ändert GAR NICHTS!!

    Dass Apple die ganze Zeit sagte, an der App sei nichts auszusetzen und sie erst jetzt, wo es an Apples Geld geht, entfernt, zeigt, dass es keine wirkliche Einsicht ist.

    Dasselbe Spiel gabe es vorher auch schon zig mal und das wird es auch in Zukunft regelmäßig weitergeben.

    (Noch mal zur Erinnerung: wenn nur schon das Wort "gay" irgendwo auftaucht, zensiert Apple sofort.)

    Wir haben keinen Bock mehr, jedesmal Aktionen zu starten und dass Apple die Sachen erst dann entfernt, wenn es zu viel Schaden verursacht! Wir haben wichtigeres zu tun, als Apple jedesmal auf die Finger zu sehen.

    Das zeigt auch, dass im Gegensatz zum offenen Internet der Ansatz geschlossener App-Stores Zensur und Willkür Tür und Tor öffnet.

    Am besten und einfachsten ist es, einfach gar keine Apple-Produkte mehr zu kaufen...
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#4 jojoAnonym
  • 23.03.2011, 12:16h
  • ohne kommentar? wenn apple schon eine zensurpolitik betreibt, wäre es ja zumindest ganz nett, wenn man mal erführe, welche kriterien da eigentlich angelegt werden.

    für mich ist das dieses intransparente verhalten ein grund, auf apple-produkte zu verzichten.
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#5 FloAnonym
  • 23.03.2011, 14:30h
  • Wenn Apple Homohass und Gehirnwäsche, die bis zum Tode führen kann, im Prinzip für unbedenklich hält und erst dann aus seinem App Store entfernt, wenn es ans eigene Geld geht (und das alles, während das Wort "Gay" bei Apple schon die Alarmglocken klingen lässt), dann sollte man als Schwuler Apple meiden!!

    Ich kann mein Geld auch anderswo lassen, als für diese überteuerten Produkte!
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#6 daVinci6667
  • 23.03.2011, 16:32h

  • Man sollte Exodus schlichtweg verbieten! Das ist nicht übertrieben, denn man stelle sich nur mal vor, eine Organisation würde Juden oder Moslems von ihrem Glauben heilen, Links- zu Rechtshänder machen wollen etc. Geschieht dies nicht, sollten wir aus Protest eine Organisation gründen, die unglückliche Heteros zu Schwulen macht!
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 Iceman
#9 chrisProfil
  • 23.03.2011, 20:29h Dortmund

  • Apple ist kein Technologiekonzern, Apple ist eine Plage. Es ist eine Art Religion für alle die, die ein Statusproblem oder einen zu kleinen Schwanz haben. Religion deshalb, weil Apples Produkte keiner Gesetzmäßigkeit von Markt oder Preis-Leistung gehorchen. Genau wie religiöse Fanatiker lassen Apple-Gläubige keine sachlichen Argumente an sich heran. Der Konzern und seine gesamte Zensur- und Inhaltspolitik bauen darauf auf, dass die Leute durch ihren Glauben entmündigt werden. Und ähnlich wie religiöse Spinner, ist auch Apple tief homophob. Da gilt: iBelieve
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#10 apfelmaikProfil
  • 24.03.2011, 04:27hHerford
  • Sind wir jetzt eigentlich grundsätzlich für oder gegen Zensur?
    Ich denke, dass so eine APP ebenso wenig zensiert werden sollte wie eine schwule.
    Meinungsfreiheit gilt für alle!
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