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Mainz Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, hat die Bundesregierung wegen der geplanten Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsgesetzes kritisiert. Der Gesetzentwurf zu gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften enthalte eine grundlegende Veränderung der bisherigen Zielbestimmung: vom Abbau der Diskriminierung hin zur Angleichung an die Ehe. Das schreibt Lehmann in einem am Dienstag in Mainz vorab veröffentlichten Beitrag für die Bistumszeitung "Glaube und Leben" (Sonntag). Den Kirchen sei von der Regierung zugesichert worden, die grundgesetzlich geschützte Ehe werde mit gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften nicht gleichgestellt. Doch inzwischen werde auch die Adoption von Kindern nicht mehr ausgeschlossen. Der Umgang großer Parteien mit ihren bisherigen Grundsätzen und "noch viel mehr mit in den Sonntagsreden immer wieder beschworenen Grundwerten der Gesellschaft" mache ihn betroffen, schreibt Lehmann. Er hoffe darauf, dass bei der zweiten Lesung des Gesetzesentwurfs im Bundestag "die öffentliche Auseinandersetzung nachgeholt wird." (pm)



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14 Kommentare

#1 OlafAnonym
#2 egalAnonym
  • 27.07.2004, 17:19h
  • Die hätten doch sonst gar nix mehr zu tun *g* Ist eine Art Beschäftigungstherapie für verknöcherte Moralapostel.
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#3 hornetbikerAnonym
  • 27.07.2004, 18:11h
  • klar müßen katholiken ihren senf überall dazu geben...

    eine gesellschaft die sich von der kirche verabschiedet hat und nicht mehr interessiert ist was einer ihrer würdenträger vom stapel lässt...

    eine amtskirche die nicht mehr weiss wie und auf welchem gleis sie noch fährt (bzw entgleist wie in st. pölten...)

    einfach das bewusstsein erlangt das man als bischof keine macht mehr hat die gesellschaftlichen veränderungen zu beeinflussen...
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#4 MarstophProfil
  • 27.07.2004, 20:27hBerlin
  • Leider müssen und dürfen die Kirchen in diesem unseren Lande eben doch zu allem den Senf dazugeben, da Deutschland im Gegensatz zum diesbezüglich einzigen zivilisierten Land in Europa (Frankreich) nach wie vor kein laizistischer Staat ist.
    Traurig aber wahr!
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#5 GerdAnonym
  • 27.07.2004, 21:10h
  • Ein Trauerspiel, was die katholischen Bischöfe in Deutschland abliefern.

    Zwar ist uns allen die katastrophale Haltung der katholischen Kirchenleitung in Rom bekannt, aber auch unsere deutschen katholischen Bischöfe "mischen" mit ,anstatt das sie zumindest hier in Deutschland schuldbewusst sich mit öffentlichen Äußerungen zurückhalten.

    Wohltuender sind da die Ansichten und Äußerungen der evangelischen Landeskirchen der EKD, wo beispielsweise Bischöfin Jepsen in Kiel die Gleichstellung im schleswig-holsteinischen Recht begrüßte und mittlerweile 10 Landeskirchen sögar gottesdienstliche Segnungen für homosexuelle Paare ermöglicht haben.

    Die katholische Kirche hingegen hatte mit ihrem Pflichtzölibat selbst viele homosexuelle Menschen in ihren eigenen Reihen und lebte "gut" und "erfolgreich" mit diesem Tabu, und dies ist mitursächlich für die Kampfansage aus Rom:

    Coming Out, Eingetragene Lebenspartnerschaften und neue Lebenswege für homosexuelle Menschen in unserer Gesellschaft stehen in direktem Zusammenhang mit den immer stärker werdenden katholischen Priesternach-wuchsmangel in Westeuropa. Homosexuelle, intelligente Männer verstecken sich nicht länger hinter dem finanziell und sozial abgesicherten Beruf des Priesters.

    Die katholische Kirchenleitung sollte den Weg der EKD folgen.
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#6 MarkusAnonym
#7 BerndAnonym
  • 27.07.2004, 23:09h
  • Meinen schweinigsten SM-Sex hatte ich mit katholischen Priestern,
    und eine Prostituierte hat mir mal erzählt, diese seien die besten Kunden.

    Kinder haben die ja auch manchmal.

    Aber wenn es darum geht, in einen vom Staat anerkannten Angehörigenstatus zu gehen und womöglich noch einem Kind aus schrägen verhältnissen ein rechtlich abgesichertes Zuhause zuzugestehen, dann geht das natürlich icht, man muss dann dagegen wettern und so tun, als wüsste man, wovon man spricht!
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#8 MatzeAnonym
  • 28.07.2004, 00:32h
  • Danke Gerd! (s. weiter unten) unsere evangelischen Landeskirchen sind da -zum Glück - mitunter viel weiter.

    Keiner will der Ehe was rauben, ist aber doch alles ein rumgedruckse um die fortgeschrittene gesellschaftliche Akzeptanz...denke da an die "Frau im Sp..."-Ausgabe von Oma, wo eine Männerfamilie vorgestellt wird (ihr wisst schon)...
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#9 manniAnonym
  • 28.07.2004, 15:14h
  • Diese verlogenen Kirchenbosse sollten lieber ihren Mund halten und in den eigenen Reihen kehren!!!
    Zum Glueck hoert keiner auf diese Kirchenhirten...doch leider unsere Politiker!!!!
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#10 LieberKerlAnonym
  • 28.07.2004, 21:10h
  • Quatsch. Ich verstehe zwar eure Betroffenheit und ärgere mich selbst genug über die ständigen Akte der Schwulenfeindlichkeit, die die römisch-katholische Kirche abliefert. Aber laß doch bitteschön die Kirche im Dorf:
    Die Politiker scheren sich doch längst einen Dreck um das, was irgendein Bischof sagt. (Außer, wenn ein Bischof das sagt, was die Politiker wollen.) Siehe z.B. Sozialabbau.

    Und, verdammt noch mal, ich gehe auf die Palme, wenn irgendein Ahnungsloser sämtlichen Katholiken einfach mit den leidigen Amtsträgern gleichsetzt! Es gibt in der katholischen Kirche durchaus engagierte Laien (und sogar ein paar mutige Funktionsträger), die versuchen, Akzeptanz und Wertschätzung für Queers zu erreichen. Trotz aller Rückschläge ist diese Mühe nicht ganz ohne Erfolg geblieben. Ich sehe nicht ein, daß man sich deswegen von irgendwelchen Unbeteiligten als »katholische Idioten« beschimpfen lassen muß.

    Wir können von den Bischöfen erwarten, daß sie sich erst schlau machen, anstatt ihre ignoranten Vorurteile abzusondern. Aber das müssen wir genauso tun.
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