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Schwarze Schleife der Solidarität für Japan (Bild: www.japanesegayart.com)

Erdbeben, Tsunami, Kernschmelze. Die existentielle Krise trifft alle. Die LGBT-Community versucht, sich zu helfen, wo es geht.

Von Carsten Weidemann

Als sich in Japan die Erde bewegte, war Masahiko glücklicherweise gerade weit weg. "Ich hatte eigentlich geplant, am 15 März nach Tokio zu fliegen. Jetzt sitze ich nach wie vor in Sydney und verfolge, wie sich die Situation entwickelt." Masahiko ist Galerist und Kunstkurator, er lebt und arbeitet seit einer Weile in Australien, um dort vor allem japanische schwule Kunst bekannt zu machen.

Jetzt gilt seine Sorge vor allem seinen Landsleuten und was er für sie tun kann. "Ich denke darüber nach, wo ich in dieser Katastrophe helfen kann. Wir können vielleicht bei unserer nächsten Ausstellung in Sydney eine Spendensammlung starten."

So wie Masahiko fühlen viele Japaner, die sich derzeit im Ausland befinden. Den Impuls, in den nächsten Flieger zu steigen und zu Familie oder Freunden zurückzukehren, müssen sie wegen der unsicheren Lage unterdrücken. Gleichzeitig wächst das Gefühl der Hilflosigkeit. Aus der Ferne kann man wenig ausrichten. In Japan versuchen derzeit alle, ihr normales Leben zu führen, soweit das geht in einer Situation, in der die schlechten Nachrichten aus Fukushima nicht abreißen.

Shoppen gegen die Katastrophe?


Nur die Touristen fehlen derzeit in den Szene-Bars (Bild: Payton Chung / flickr / by 2.0)

Der Spendenaufruf ist da das Naheliegendste. Auch Japans bekanntester Schwuler, der Schauspieler George Takei rief per Twitter dazu auf, das Rote Kreuz zu unterstützen. In San Francisco hat Ende März die Stiftung "Rainbow World Fund" einen eigenen Spendentopf für Japan eingerichtet.

Itaru Tomita, Chefredakteur des schwulen "G-Men" Magazins geht es mit einer Mischung aus Gottvertrauen und Kapitalismusgläubigkeit an: "Ich habe ein paar Vorschläge für all die Leute in anderen Ländern, die uns helfen wollen", meint er gegenüber dem Portal fridae.com. "Zum einen, betet für die Sicherheit der Menschen in den zerstörten Gebieten. Zum zweiten helft der japanischen Wirtschaft und kauft Produkte von hier."

Tomitas Arbeitgeber verkauft auch Toys, Sex-Mangas und Porno-DVDs per Onlineshop. Dort ist man froh, dass die Paketpost wieder ihre Arbeit aufgenommen hat. Aber es gäbe derzeit noch Probleme beim Versand "im Bereich der Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima".

Im Homo-Zentrum versucht man Alltag zu leben


Lesung und Musik im AKTA Zentrum am 3. April.

Im Tokioter AKTA Beratungs- und Gesundheitszentrum heißt es: "Wir haben business as usual". Die Anlaufstelle für HIV-Positive und schwule Männer hat unter der Woche sein Café geöffnet, diverse Künstler feiern in den Räumlichkeiten mit ihren Gemälden das "Fest der Kirschblüte". Die Internationale Queer-Gruppe lädt zum Diskussionsabend über "Politik und Gesellschaft". Anfang April startet die 76. Ausgabe der "Living Together Lounge" mit Musik und Lesung. Die Angst, die alle in sich tragen, lässt sich gemeinsam besser ertragen.

Auch wenn es nach bisherigen Aussagen von Experten keine Engpässe bei der medizinischen Versorgung gibt, machen sich HIV-Aktivisten dennoch ein paar Sorgen. Toma Nemoto, Mitglied der "Global Youth Coalition on HIV/AIDS" in Nagasaki teilte auf Anfrage von fridae.com mit: "Nach dem Erdbeben wird es für Menschen, die mit HIV leben die größte Herausforderung sein, ihre Medikamente rechtzeitig zu bekommen und regelmäßig einzunehmen."



#1 sudokuAnonym
  • 27.03.2011, 15:58h
  • da ist er wieder der "konformierende asoziale" - asia style - nippons macho-kultur*

    gesicht wahren
    hierachie wahren
    macht wahren

    Ist-Situation

    Die Betreiber-Firma Tepco verschweigt das wahre Ausmaß und spielt die Katastrophe massiv herunter, um eine Massenpanik zu vermeiden.
    Die Betreiberfirma hat wertvolle 2 Wochen verstreichen lassen, wo die Strahlung noch gering war, um für den Worst Case Vorkehrungen zu treffen.
    Tepco gibt Arbeitern Schuld an der Verstrahlung, die in Kamikaze-Einsätzen ihr Leben riskieren. Dies ist blanker Zynismus.
    Zehnmillionenfach erhöhte Strahlenwerte wurden gemessen. Sollte es hier auch zu größeren Freisetzungen von Plutionium kommen, könnte die gesamte japanische Inselgruppe für Jahrtausende unbewohnbar werden. Plutionium hat eine Halbwertszeit von 24.400 Jahren.
    Das Krisenmanagement wirkt hilflos, konzeptlos, überfordert und unfähig.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34432/1.html

    * die schärfsten homophoben spitzen tauchen nur in japanisch-sprachigen ausgaben internationaler japanischer websites auf.
    die english version ist meist clean.
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#2 Julian S. Anonym
  • 27.03.2011, 16:40h
  • Tokio hat ein äußert pulsierendes, vielfältiges Gay-Viertel mit einigen der tollsten Männer aus ganz Japan! Es ist wirklich eine Schande für die Menschen, die Stadt Tokio und das ganze Land was da momentan im Gange ist. Schlimmstenfalls wird Tokio für Jahrhunderte unbewohnbar.

    Ein weiteres Argument gegen Atomenergie (als ob es nicht schon genug gäbe...)!
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#3 Canadalex
  • 27.03.2011, 17:03h
  • Antwort auf #1 von sudoku
  • Was bist du denn für ein Pseudo - Japanexperte?

    Und was hat Tepcos Politik mit diesem Artikel zu tun? Wie auch immer... Fakt ist das die Japaner in Anbetracht ihrer Situation eine unglaubliche Disziplin bewahren. Da drehen sogar die Deutschen mehr am Rad.

    Japan ist übrigens eines der wenigen Länder in dem zu alten Zeiten homosexuelle Paare höher angesehen wurden als heterosexuelle. Das die größten Homophoben in Japan sitzen, ist absoluter Quark.
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#4 mikadoAnonym
  • 27.03.2011, 17:12h
  • Antwort auf #3 von Canadalex
  • Kulturalisten entdecken Gene

    Japan: Völker haben Menschen mit Fukushima-Helden-Gen ...

    23. März 2011 ... Japan: Völker haben Menschen mit Fukushima-Helden-Gen
    Nachrichten Kultur - WELT ... (24) Drucken Bewerten Autor: Alan Posener| 14:45 ...

    www.welt.de/.../Voelker-haben-Menschen-mit-Fukushima-Helden-Gen.html - Im Cache

    Dann hat das Chamäleon was gemerkt.

    Änderung:

    www.welt.de/kultur/article12907319/Alle-Voelker-haben-eine-K
    ultur-des-Heldentums.html


    Zu den Genen en detail:

    Japans Atomkatastrophe
    Notlager fordern "Strahlungsfrei"-Zertifikate
    Die Furcht vor radioaktiver Verstrahlung führt in Japan zu extremen Vorsichtsmaßnahmen: Notunterkünfte nehmen nur Menschen auf, die sich einer Strahlenuntersuchung unterzogen haben.
    [...]
    "Wir haben eine steigende Zahl von Fällen festgestellt, wo Bewohner aus den von der Regierung angeordneten Evakuierungsgebieten der Zutritt verwehrt wurde", sagte Hiroyuki Hayashi, ein mit Strahlenuntersuchungen beauftragter Arzt, der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.

    www.spiegel.de/panorama/0,1518,753380,00.html
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#5 böblingenAnonym
#6 geesthachtAnonym
  • 27.03.2011, 17:56h
  • Mir ist aufgefallen, dass die Menschen in Japan nach der Katastrophe -ohne Drama-Effekt- in amerikanischen und französischen Sendern in einer
    Bandbreite der Reaktion gezeigt wurden, wie man sie weltweit menschlich in einer solchen Situation erwartet.

    Bei deutschen Sendern hatte ich nach einigen Tagen massiv das Gefühl, dass -vielleicht auch unbewußt- an einem teutonischen Japan- und Japanerbild gebastelt wird.
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#7 asiaboyAnonym
  • 27.03.2011, 18:39h
  • Antwort auf #6 von geesthacht
  • "Bei deutschen Sendern hatte ich nach einigen Tagen massiv das Gefühl, dass -vielleicht auch unbewußt- an einem teutonischen Japan- und Japanerbild gebastelt wird."

    Ne,es ging den deutschen Sendern und der deutschen Politik nur um Wahlkampf.
    Interessant waren die Schlagzeilen der Online Presse von heute tagsüber um die letzen Wahlunschlüssigen noch auf die jeweilig gewünschte Seite zu ziehen, je nach politischer Ausrichtung der Zeitungen.
    Diese derzeitige deutsche Mentalität ist zum kotzen und spielt mit Katastrophen wie die in Japan. Und das tun meiner Meinung nach alle deutschen Parteien, sowohl Regierung als auch Opposition.
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#8 vingtans
  • 27.03.2011, 18:51h
  • ich steh auf asien, wenn auch nich auf die asiatischen männer ,)

    japan wird sich wieder machen, die zweitstärkste industrienation kriegt man nicht so einfach in die knie.
    die haben schon andere krisen erlebt.
    zweiter weltkrieg,hiroshima,seuchen,erdbeben und co.
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#9 SebAnonym
  • 27.03.2011, 20:29h
  • Ich fasse es nicht. Die japanische Tragödie gibts schon 2 Wochen und jetzt schreibt man hier das erste mal darüber. Selbstverständlich mit dem Hinweis, Japan zu helfen, indem man japanische Pornos kauft. Geschmackloser gehts fast nicht mehr. Der Hinweis auf das Rote Kreuz" rettet die Sache auch nicht mehr. Und das das AKTA offen hat, hat sicher nichts mit der Katastrophe zu tun. Tokio betrifft das nämlich kaum.
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#10 Mister_Jackpot
  • 28.03.2011, 03:18h
  • Antwort auf #9 von Seb
  • Sorry aber hier wurde nicht über die katstrophe berichtet weil das hier ein GAY Portal mit ausschliesslich SCHWULEN Nachrichten sein soll. Was hatte diese Katastrophe mit dem Thema Gleichberechtigung von Homosexuellen zu tun? Von daher ist es vollkommen verständlich, dass hier nur im Zusammenhang mit schwulen Themen darüber berichtet wird....wer sich über die Katastrophe informieren wollte war mit den kompletten anderen allgemeineren Medien voll ausgelastet.
    Ich finde das Thema in dem Artikel sehr gut und schonend aufbereitet und keineswegs geschmacklos wie du es siehst. Ich frag mich sowieso was an Pornos geschmacklos sein soll. Wenn du das nicht magst musst es ja nicht kaufen, aber bitte hier nicht den Moralapostel spielen, okay?
    Fand es mal interessant das ganze aus der Sicht schwuler Japaner zu lesen und wie die damit umgehen. Genau für solche Berichte ist Queer.de nunmal zuständig.
    Zur Katastrophe selbst fehlen einem sowieso die Worte und darüber auf einer schwulen Seite zu debattieren relativ hirnrissig.....ausserdem: Wenn die Welt untergeht dann gehen alle mit unter. Egal ob mit oder ohne Pornos....wieso soll man nicht seinen Spaß haben dürfen solang es noch nicht so weit ist? Warum bekommt man gleich den moralischen Zeigefinger gezeigt, wenn man auch in einem solchen Zusammenhang Sexualität als integralen Bestandteil des Menschen erwähnt? Ich kann dieses selbstgerechte Gelaber nicht mehr hören....ganz ehrlich! Wenn dir Seb die Berichterstattung hier nicht gefällt, dann meine Güte geh woanders lesen.
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