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Liechtenstein ist das letzte deutschsprachige Land, das die Partnerschaften von gleichgeschlechtlichen Paaren nicht anerkennt. (Bild: Fundraisingnetz / flickr / by-nd 2.0)

Homogegner in Liechtenstein wollen die vom Parlament einstimmig beschlossene Einführung von eingetragenen Partnerschaften mit dem Mittel der direkten Demokratie zu Fall bringen.

Erst vor rund zwei Wochen hatte der liechtensteinische Landtag in Vaduz mit 21 gegen null Stimmen die Anerkennung von Homo-Beziehungen beschlossen (queer.de berichtete). Das Fürstentum will damit mit seinen beiden Nachbarländern Österreich und Schweiz gleichziehen, die beide ähnliche Verpartnerungsgesetze beschlossen haben. Schwule und Lesben sollten sich demnach ab dem 1. September das Ja-Wort geben dürfen.

Die Interessengruppierung Vox Populi will nun aber einen Volksentscheid über das Thema erzwingen. Sie muss dafür in den nächsten Wochen mindestens 1.000 Unterschriften sammeln. Initiator Johannes Schraner erklärte, dass Referendum richte sich "weder einzelne Personen noch gegen Personengruppen". Bei solch weit reichenden Gesetzesänderungen müsse aber die Bevölkerung befragt werden: "Mein Anliegen gilt einzig den Stimmen aus dem Volk, welche vom Landtag übergangen wurden", so Schraner, der bereits eine Mehrheit gegen Homo-Rechte vermutet: "Wer den tatsächlichen Puls des Volkes fühlt, der wird feststellen, dass es zu dieser Vorlage eine Vielzahl kritischer Stimmen und ablehnender Kräfte gibt - welche von den 'Volksvertretern' in der gesamten Diskussion schlicht ausgeblendet wurden."

Kirche mobilisiert Anhänger gegen Homo-Ehe

Widerstand gegen das Gesetz im 36.000 Einwohner zählenden Steuerparadies kommt vor allem aus der katholischen Kirche, die den "Fortbestand der Gesellschaft" durch die Gleichbehandlung von Homosexuellen gefährdet sieht. So bezeichnete Generalvikar Markus Walser Homosexualität als "schwere Abirrung". Für den Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas ist Homosexualität eine "schwere Sünde", deren Anerkennung einen "Skandal" darstellen würde. Rund drei Viertel der Liechtensteiner sind Mitglied in der katholischen Kirche. (dk)



Sechs Verpartnerungen in Liechtenstein

Rund ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Partnerschaftsgesetzes haben sich drei schwule und drei lesbische Paare im Fürstentum Liechtenstein verpartnern lassen.
Liechtenstein: Volk votiert für Partnerschaftsgesetz

In einer Volksabstimmung haben zwei Drittel der Liechtensteiner für die Einführung von eingetragenen Partnerschaften gestimmt.
#1 julian21
  • 28.03.2011, 16:43h
  • Man hat in diesem kleinen Land wohl nichts Wichtigeres zu tun. Warum also nicht die Rechte anderer Leute einschränken?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.03.2011, 18:05h
  • Hoffentlich wird es nie zu diesem Referendum in Liechtenstein kommen! Wehret den Anfängen!
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#3 MarcAnonym
  • 28.03.2011, 18:42h
  • Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass verbreiten?

    Ich kann nur hoffen, dass die sich nicht durchsetzen und die Vernunft siegt!
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#4 stephan
  • 28.03.2011, 19:04h
  • Eine solche Initiative, die nur das Ziel hat, eine Minderheit zu diskriminieren, ist schlicht und einfach menschenverachtend und passt daher recht gut zum röm.-kath. Weltbild - menschenverachtend und unendlich dumm!
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#5 alexander
  • 28.03.2011, 19:33h
  • welches volk ???
    hat ein kleiner kleinstaat "VOLK" ?
    einwohner wäre wohl richtiger, aber auch hier sind die katholen am zwirbeln ! (ausweisen, dürfte doch kein problem sein, ist doch alles überschaubar ? )
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#6 schwulenaktivist
  • 28.03.2011, 19:41h
  • Das Referenndums-Ergebnis wird das Parlament unterstützen und damit die Diskriminerung mittels Demokratie beenden! So einfach ist das!
    Mit Menschenverachtung hat das nix am Hut! Das war in der Schweiz genau- und gut so! Dann kann die nächste Regierung es auch nicht wieder abschaffen... ;)
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#7 FloAnonym
  • 28.03.2011, 19:46h
  • "Kirche mobilisiert Anhänger gegen Homo-Ehe"

    Immer wieder die Kirche!

    Die können sich einfach nicht mit Demokratie abfinden, sondern wollen am liebsten das Mittelalter mit der Kirchen-Diktatur zurück.

    Der Kirche geht es um ganz andere Dinge als Glaube: um Macht und Geld!

    Jede andere Sekte wäre längst verboten, aber dieser menschenverachtende, profitorientierte Verein wird sogar noch vom Staat gefördert und hofiert! Das zeigt, dass sie definitiv zu viel Macht haben.
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 28.03.2011, 20:29h
  • Falls es diese Unterschriftenliste geben sollte, hätte ich gern das jetzt im Vorfeld nicht gross darüber berichtet wird, um keine ungewollte Werbung hierfür zu betreiben; aber am Ende des möglichen Referendums hätte ich gern die Unterschriftenliste mit Namen im Internet veröffentlicht. Schliesslich möchte man/frau doch gerne wissen, welche Idioten dort eventuell als Nachbar oder Kollege unterzeichnet haben.

    Also bitte nach Ende (!) des potentiellen Referendums die Unterschriftenliste zum Nachlesen veröffentlichen.
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#9 SoleilProfil
  • 29.03.2011, 00:19hBerlin
  • Weiss eigentlich jemand mit welchen Unternehmen die röm.-kath. Kirche Geld verdient oder an welchen Unternehmen die Kirche beteilgt ist ? Würde mich echt mal interessieren. Soweit ich weiss steht die karh Kirche hinter dem z.B. Weltbild Verlag. Kirchenaustritte genügen anscheinend nicht mehr...
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#10 jojoAnonym
  • 29.03.2011, 00:46h
  • Antwort auf #8 von Timm Johannes
  • genau: die leserInnen bei queer.de werden mehrheitlich nichts besseres zu tun haben als den aufruf auszudrucken und in liechtensteinischen kirchen aufzuhängen. skandal! wie verantwortungslos kann journalismus eigentlich sein?!

    aber im ernst: in liechtenstein ist das gesetz vom parlament verabschiedet worden. das finde ich schon besser als wenn, wie es ja oft genug geschieht, ein gericht das parlament mit der nase auf die grundrechte stoßen muss. so schön es wäre, diesen volksentscheid - sofern er zustande kommen sollte - am mehrheitswillen scheitern zu sehen: eigentlich ist es schon ein von grund auf falscher ansatz, grundrechte von minderheiten überhaupt zur abstimmung freizugeben. minderheitenrechte dürfen nicht vom gutdünken der mehrheit abhängen! sie müssen selbstverständlich unter allen umständen geschützt werden!
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