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Fünf der 50 US-Bundesstaaten erkennen die gleichgeschlechtliche Ehe gegenwärtig an (Bild: dbking / flickr / by 2.0)

Lesbische und schwule Ausländer, die mit einem US-Bürger verheiratet sind, werden vorerst nicht mehr ausgewiesen. Die US-Regierung reagiert damit auf eine Verfassungsklage gegen das Gesetz "Defense of Marriage Act" (DOMA).

Ein Sprecher des Heimatschutzministeriums sagte am Montag, dass die Abschiebung von mit Amerikanern verheirateten ausländischen Schwulen und Lesben ausgesetzt wird und diese eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Man warte aber noch die Entscheidung des obersten Gerichtshofes zu DOMA ab.

DOMA wurde 1996 vom republikanisch dominierten Kongress mit großer Mehrheit verabschiedet und von Präsident Bill Clinton unterzeichnet. Es besagt, dass der Bund nur die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau anerkennen darf. Verheiratete Schwule und Lesben gelten damit nur auf Ebene des Bundesstaates als Ehepaar. Der Bund, der für Aufenthaltsgenehmigungen verantwortlich ist, betrachtet sie als ledig.

Im vergangenen Jahr hatte ein Bundesgericht in Boston DOMA für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Der Richter bezeichnete das Gesetz als diskriminierend. In den nächsten Monaten wird der oberste Gerichtshof endgültig über DOMA entscheiden. Im Februar ordnete Präsident Barack Obama bereits an, das Gesetz nicht mehr zu verteidigen, weil auch er es für verfassungswidrig hält (queer.de berichtete).

Hoffen auf Rechtssicherheit

In den letzten Jahren hat es immer wieder Berichte über Schwule und Lesben aus dem Ausland gegeben, die trotz eines Ehescheins aus den USA ausgewiesen wurden. Homo-Gruppen wie Immigration Equality begrüßen daher die Entscheidung des Heimatschutzministeriums als "ersten Schritt".

Von der Gesetzgebung betroffene Menschen schöpfen nun Hoffnung, so auch Edwin Blesch aus New York, der mit einem Südafrikaner verheiratet ist. Blesch ist arbeitsunfähig und wird von seinem Partner versorgt, der aber nach der alten Gesetzgebung hätte abgeschoben werden müssen: "Jeden Tag leben wir in der Angst, dass Tim aus dem Land geworfen wird. Dabei ist er die Liebe meines Lebens", erklärte Blesch. "Die heutige Nachricht gibt uns Hoffnung, dass die Zeit der Sorgen bald vorbei ist. Erstmals können wir unser Leben planen ohne Angst, auseinandergerissen zu werden." (dk)



#1 GeertAnonym
  • 29.03.2011, 15:35h
  • Jetzt werden die US-Amerikaner, die in schwulen Internetforen vertreten sind, noch mehr von "Boys" aus Ghana, Nigeria, Sri Lanka und den Philippinen angeschrieben, die einen Amerikaner "heiraten" wollen, um die amerikanische Staatsbürgerschaft gleich mitzuerwerben.....
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 MalteAnonym
#4 HeimatschutzAnonym
  • 30.03.2011, 02:07h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Na, wenn es wirklich wichtiger wäre, fiesen Staatsbürgerschaftserschleichern das Handwerk zu legen als liebenden Paaren das Zusammenleben zu ermöglichen, dann sollten die USA wohl konsequenterweise auch die Heteroehe abschaffen. Man kann nie vorsichtig genug sein, wenn die Gefahr von außen herein will, nicht wahr?
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#5 Martin FLLAnonym
  • 30.03.2011, 13:49h
  • Klar werden die Gays sich jetzt Boys aus… suchen und ins Land holen. Genauso wie das die Heten mit den Girls auch machen. Und?

    So einfach wie im Artikel beschrieben ist das mit der Immigration nicht.

    Es gibt keine Green Card. Der Antrag wird nur angenommen, aber solange DOMA nicht entschieden ist, nicht weiterbearbeitet. Es gibt “nur” das Bleiberecht. Ausreisen sollte man unterlassen, da man damit rechnen kann, nicht wieder ins Land hereingelasssen zu werden.
    Bin ebenfalls betroffen...
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#6 Peter 1Anonym
  • 30.03.2011, 15:18h
  • zu kommentar 1:
    na und? was ist schlimm daran seinem elend und oft seiner verfolgung entgehen zu wollen.

    hauptsache du sitzt gemütlich und gut abgesichert in deinem dicken deutschen wohlstandssessel, hast genug zu essen, wahrscheinlich ein schönes haus, und und.

    peter
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#7 gatopardo
  • 30.03.2011, 16:01h
  • Antwort auf #6 von Peter 1
  • Bravo mein Lieber, dass es endlich einmal jemand sagt. Wir sehen auch in Spanien täglich, wie sich das Elend aus Afrika den Weg über hochgefährliche Meerengen bahnt. Wenn sie jemals ankommen, werden sie abgeschoben, wenn sie nicht vorher pfiffig genug waren, sich Partner(innen) bei uns gesucht zu haben, die ihnen durch Heirat eine legale Einwanderung ermöglichen. Was würden wir denn machen, wenn wir nicht einmal das tägliche Brot zum Leben hätten ?
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