Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13956

In Videos warnen die christlichen Aktivisten vor dem dunklen Tunnel Homosexualität

In Finnland haben tausende Menschen die evangelisch-lutherische Kirche nach einer homofeindlichen Kampagne verlassen.

Die Kampagne "älä alistu" (Beuge dich nicht) wurde von mehreren christlichen Gruppen unter Führung des Magazins "Nuotta" organisiert und ist zum Teil mit Kirchensteuern finanziert worden. Ziel der religiösen Aktivisten ist, schwule und lesbische Jugendliche davon zu überzeugen, dass sie von ihrer Homosexualität "geheilt" werden können. In auf Videoportalen veröffentlichten Kurzfilmen erklären Kronzeugen, dass sie ihre sexuelle Orientierung abgelegt hätten und jetzt ein christliches Leben führten. Eines der Videos vergleicht einen "geheilten" Schwulen mit geläuterten Mördern.

Die Statistikbehörde Eroakirkosta.fi teilte mit, dass in der vergangenen Woche seit Beginn der Kampagne rund 3.000 Finnen ihrer Kirche den Rücken gekehrt haben. Das sind zehn Mal mehr als Austritte als normal. "Sehr viele Menschen haben uns in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie wegen dieser Kampagne austreten", erklärte Pressesprecherin Johanna Sauna-aho.

Die Kirchenführung hat sich zwar wiederholt kritisch gegenüber der Kampagne geäußert, konnte aber die Verwendung von Kirchensteuern nicht verhindern. So sagte Erzbischof Kari Mäkinen, dass die Kampagne dem Ansehen der Christen schade. Außerdem erklärten Psychologen in den Medien, dass es nicht möglich sei, die sexuelle Orientierung nach Gutdünken zu verändern. Sie warnten davor, dass die Kampagne Druck auf junge Schwule und Lesben ausübe und sie im Extremfall in den Selbstmord treiben könnte.

Bereits im Oktober kam es nach homofeindlichen Äußerungen der christdemokratischen Politikerin Päivi Räsänen zu einer Austrittswelle (queer.de berichtete). Damals verließen 40.000 Finnen innerhalb von drei Wochen die evangelische Kirche, der noch rund drei Viertel der Finnen angehören.

In Finnland können Homo-Paare seit 2002 eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Nach der Öffnung der Ehe in den Nachbarländern Norwegen und Schweden wird auch in Helsinki über eine vollständige Gleichberechtigung von Homo-Paaren debattiert. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.03.2011, 18:38h
  • Ich kann die Menschen verstehen, daß sie jetzt aus ihrer Kirche austreten! Vor allem sollte man auch diejenigen mundtot machen, die immer noch der Meinung sind, daß die Homosexualität heilbar ist! Daß Homosexualität von der Krankheitenliste der WHO gestrichen wurde, ist an denen anscheinend wohl vorbeigegangen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 NicoPumpkinProfil
  • 29.03.2011, 18:54hPBG
  • Es wird Zeit, dass endlich ein Zeichen gesetzt wird! Mit den 'Massenaustritten' ist den Finnen das ja scheinbar gut gelungen - wenn diese in den Medien thematisiert werden.

    Und wenn ich endlich religionsmündig bin, wie unser Politikbuch es so schön beschreibt, werde ich garantiert mitmachen!

    Revolution! :)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 alexander
#4 MarekAnonym
  • 29.03.2011, 19:24h
  • Ich wünschte, auch hierzulande würden massig Menschen aus homophoben Kirchen austreten.

    Denen den Geldhahn zuzudrehen, ist das einzige, was die stoppen kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Knueppel
#6 FloAnonym
  • 29.03.2011, 21:05h
  • NEIN zu totalitären Organisationen!

    Auch wenn sie sich hinter angeblichem Glauben verstecken und ihre wahren Ziele verschleiern!

    Austreten JETZT!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 jojoAnonym
  • 29.03.2011, 21:24h
  • der große unterschied zu deutschland besteht darin, dass in finnland unter progressiven heteros eine wesentlich größere aufmerksamkeit für homo-themen herrscht, und dass nachrichten über homophobe vorfälle oder äußerungen dort regelmäßig auf eine breite empörung stoßen.

    die im artikel erwähnten beiden kirchenaustrittswellen wurden z.b. von einem sehr breiten medienecho getragen; die debatte um die homoehe-diskussion und die aussagen von päivi räsänen nahm vielerorts tagelang die titelseiten ein. auch das attentat beim helsinki pride letzten jahres rief eine breite welle der solidarisierung in allen möglichen organisationen und medien hervor.

    und in deutschland?

    auch bei uns agieren homoheiler z.t. unter dem dach der kirchen. auch hier leisten sich regelmäßig politiker homophobe sprüche in aller öffentlichkeit. auch hier gibt es erschreckende fälle homophber gewalt.

    und wen kümmert's? kaum jemanden. es bleibt eine randnotiz abseits der großen schlagzeilen und diskussionen.

    ich wünsche mir in deutschland endlich dieselbe solidarität von heteros.

    und ich frage mich, was wir dazu beitragen können, sie zu schaffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 VolumeProProfil
  • 29.03.2011, 21:24hMönchengladbach
  • Warum kann die Kirchenführung die Finanzierung der Kampagne mit Kirchensteuern nicht stoppen?

    Das verstehe ich nicht!!

    Kann mir das jemand erklären?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Ilovelife
  • 29.03.2011, 22:08h
  • @jojo

    Bevor hier das altbekannte Gequake losgeht (ihr wisst von wem): ich hatte gerade am letzten Sonntag das weniger große Vergnügen, einem EKD- Funktionär und seinen weniger wohltuenden Worten gegenüber eingetragenen Partnerschaften zu lauschen und bei der Betonung des "Leitbilds der heterosexuelle Ehe" mal wieder fast zu kotzen...um keinen Deut besser als die Katholen, Dokumente hin, Dokumente her
  • Antworten » | Direktlink »
#10 manmanmanAnonym
  • 29.03.2011, 22:09h
  • "Dunkler Tunnel Homosexualität" - welche "Agentur" hat sich denn so einen Schwachsinn ausgedacht, oder waren das die Pfaffen selber?
    Ich wage zu behaupten, dass die Institution Kirche ein paar mehr dunkle Kapitel - oder von mir aus auch "Tunnel" - aufzuweisen hat, als die Homosexuellen(bewegung).

    Ich würde ja gern mal ein paar "Fakten" zum "dunklen Tunnel Homosexualität" von der Kirche hören. Also außerhalb von "das steht in 'nem alten Märchenbuch".
  • Antworten » | Direktlink »