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Das Polizeifoto von Michael M.

Ein 38-jähriger Mann wurde in den USA zu 30 Jahren Haft in einem Bundesgefängnis verurteilt, weil er sich online als Jugendlicher ausgegeben hat, um von männlichen Minderjährigen Nacktfotos zu erhalten.

Wie die Zeitung "The Atlanta Journal-Constitution" meldet, haben Geschworene der Chiropraktiker und Kampfsportlehrer Michael M. aus Marietta (US-Bundesstaat Georgia) bereits im Dezember schuldig gesprochen. Demnach soll er von mindestens zwei unter 18-Jährigen Nacktfotos und Videos erhalten haben.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Mann online als Teenager ausgegeben hat - meist als Schwuler, manchmal auch als heterosexuelles Mädchen. Dann hat er bei seinen Kontakten nach Nacktfotos gefragt. Er selbst verschickte immer gewagtere Bilder von der jungen Person, deren Identität er annahm.

2009 wurde er festgenommen, nachdem eines seiner Opfer zur Polizei gegangen ist. M. soll von ihm kompromittierende Bilder erhalten haben und gedroht haben, diese den Klassenkameraden des Schülers zu zeigen. Ein weiterer Jugendlicher erklärte, M. habe versucht ihn davon zu überzeugen, Sex mit einem anderen Jungen zu haben und die Szene zu filmen. Auf dem Heimcomputer des Beschuldigten fand die Polizei tausende Bilder von Jugendlichen, darunter einige Nacktbilder und Sex-Fotos.

Die Bundesbehörden wollten bei M. offenbar ein Exempel statuieren und verurteilten ihn zu einer Haftstrafe, für die man in Deutschland zwei Mal einen Mord begehen kann. Auch in öffentlichen Äußerungen zeigte sich die Staatsanwaltschaft angriffslustig: "Der Angeklagte personifiziert alles, wovor Eltern Angst haben sollten", erklärte Bundesanklägerin Sally Qullian Yates in einer Presseerklärung. "Jemand wie er, der auf sozialen Netzwerksseiten wie Facebook oder Myspace nach unschuldigen, neugierigen Teenagern sucht, ist ein Raubtier, das nach pornografischen Bildern bettelt."

Wenn M. seine Strafe abgesessen hat, wird er als Sexualstraftäter registriert. Derzeit sind die Daten von Sexualstraftätern in den USA meist öffentlich, so dass die Wiedereingliederung in die Gesellschaft fast immer unmöglich ist. (dk)



#1 ToniAnonym
  • 30.03.2011, 15:39h
  • Was der Mann gemacht hat, ist natürlich zu verurteilen. ABER 30 Jahre Haft dafür? Wie im Artikel schon erwähnt: 2 Morde in Deutschland wären dafür drin. Weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich meine Meinung einordnen soll ...
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#2 Diz!Anonym
  • 30.03.2011, 16:40h
  • Antwort auf #1 von Toni
  • Ich find' das auch krass und weiß gar nicht richtig, was ich dazu sagen soll. Es geht ja nicht um Kinder im eigentlichen Sinne, sondern um Jugendliche kurz vor 18 wenn ich das richtig verstanden habe. Und da wusste ich persönlich doch schon ziemlich genau was gut oder böse ist, sprich: wem ich irgendwelche Nacktfotos von mir gebe oder nicht und vor allem, ob ich glaube, dass am anderen Ende der Leitung ein 17jähriges Mädel sei, das auf Nacktfotos von Jungs steht. Mir tut der Kerl eher leid. DIe Erpressung natürlich geht gar nicht, keine Frage.
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#3 alexander
  • 30.03.2011, 16:43h
  • mir ist entgangen wieviel jahre die kriminellen investmentbanker in den usa bekommen haben ?
    kann jemand helfen ?
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#4 JensAnonym
  • 30.03.2011, 18:02h
  • Antwort auf #2 von Diz!
  • Wieso Mädel? Meistens hat er sich als schwuler Junge ausgegeben, steht doch im Text.
    Und das schwule Jungs nicht bis 18 warten bis sie sich intimere Fotos von sich schicken, davon kann man ausgehen.
    30 Jahre ist echt krass, meiner Meinung nach eine extrem überzogene Strafe!
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#5 marley
  • 30.03.2011, 18:13h
  • Wenn es nur darum gehen würde dass er sich als jünger ausgegeben hat um an seine bildchen zu kommen,wären 30 jahre zu krass,aber die jugendlichen dann noch zu erpressen....tut mir leid,aber für solche menschen hab ich kein mitgefühl
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.03.2011, 18:36h
  • Die Haftstrafe hätte noch höher ausfallen müssen! Statt 30 Jahre besser lebenslang!
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#7 Linu86Profil
  • 30.03.2011, 20:04hAachen
  • Sorry, das ist so unverhältnismäßig, da braucht man kein Wort drüber zu verliern.
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#8 Wyndakyr
  • 30.03.2011, 21:29h
  • Die Einstufung als Sexualstraftäter ist sicher ok, aber die 30 Jahre... wohl 'n klein bischen übertrieben.
    Verknacken könnte man ihn (bzw. einen vergleichbaren Fall in Deutschland) wohl wegen:
    - Arglistiger Täuschung (ausgeben als Jugendlicher, wenn aber jeder Faker in den Bau müsste, müssten wohl noch einige Gefängnisse gebaut werden)
    - Besitz von Kinderpornographie (da gibt's aber sicher "Härteres" als Bilder von 16-18jährigen Jugendlichen)
    - Erpressung (wohl das schwerste an der ganzen Sache)
    Zusammen dürfte das aber auch höchstens für 5-10 Jahre reichen... und die bekommt man auch für Sachen wie Totschlag, lebensgefährliche Körperverletzung oder Vergewaltigung, wovon bei dem Typ aber nichts zu lesen war.
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#9 HannibalEhemaliges Profil
  • 31.03.2011, 07:38h
  • Die Strafe ist völlig unangemessen. Womit ich die Tat aber auf keinen Fall gutheissen will.
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#10 RoggeAnonym
  • 31.03.2011, 09:24h
  • Diese hohe Haftstrafe ist wie lebenslänglich - der Mann wird 68 sein, wenn er den Knast verläßt.
    Absolut überzogen die Strafe - aber typisch für manche Bundesstaaten in den USA .
    Da werden auch dunkelhäutige eher und länger hinter Gittern gebracht, ob schuldig oder nicht.
    Wer das jetzt als Verallgemeinerung auffasst hat Recht, allerdings in der Rassismus in manchen Südstaaten immernoch in der Justiz tief verwurzelt.
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