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Uwe Holmer bei einem Auftritt im christlichen Privatsender Bibel TV

Der evangelische Pastor Uwe Holmer wurde 1990 berühmt, weil er Erich und Margot Honecker bei sich aufgenommen hatte. Jetzt kritisiert der 82-Jährige Schwule und Lesben als Gefahr für die Kirche.

In einem vom evangelischen Nachrichtenagentur idea veröffentlichten offenen Brief kritisierte der Theologe das im vergangenen Herbst verabschiedete Pfarrdienstgesetz, das es Landeskirchen ermöglicht, die Partnerschaft von homosexuellen Pfarrern anzuerkennen. Seither haben die bayerische und mitteldeutsche Kirche schwulen und lesbischen Pfarrern gestattet, mit ihren Lebenspartnern in Pfarrhäusern zu leben.

Holmer lehnt diese Regelung ab, weil "praktizierte Homosexualität" immer noch eine Sünde sei. Die Protestanten hätten mit dem neuen Pfarrgesetz eine "biblische Grenze" überschritten, zürnt Holmer in dem an den EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider adressierten Brief. Die heterosexuelle Ehe sei ein "großes Glück für den Menschen" und dürfe nicht durch Schwule und Lesben beeinträchtigt werden. Schließlich sei es eine Tatsache, "dass ein Volk viele gesunde Familien braucht".

Homosexualität bezeichnete er als "Folge der allgemeinen Gottlosigkeit". Er erkannte jedoch an, dass "der Betroffene oft nicht einmal selber schuld ist". Daher forderte er Schwule und Lesben auf, heterosexuell zu werden oder zölibatär zu leben.

Warnung vor der Reaktion von Muslimen

Eindringlich warnte der Protestant davor, dass Anhänger anderer Religionen mit der Haltung seiner Kirche entfremdet werden würden: "Juden und Muslime sehen praktizierte Homosexualität als Gräuelsünde an", ist Holmer überzeugt - und warnt insbesondere vor negativen Reaktionen von islamischen Gläubigen: "Sieht die EKD eigentlich, wie sie durch dieses Gesetz den Muslimen den Zugang zu Glauben und Leben in Deutschland versperrt? Verachtung wäre noch die mildeste Form der muslimischen Ablehnung."

Holmer startete seine Kirchenkarriere in den 1950er Jahren als Dorfpfarrer in Mecklenburg. Nach der Wende gewährte er von Januar bis April 1990 Erich und Margot Honecker als "Akt der Nächstenliebe" Asyl, bevor der Ex-Diktator und seine Frau in einem sowjetischen Militärhospital Zuflucht fanden. Seine Autobiografie vermarktete Holmer 2009 unter dem Titel "Der Mann, bei dem Honecker wohnte".

In den letzten Monaten haben bereits mehrere hochrangige evangelische Christen die liberale Position ihrer Kirche kritisiert. So erklärte der ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein, dass Homosexualität "ohne Ausnahme" sündhaft sei - und daher nicht anerkannt werden dürfe (queer.de berichtete). Albrecht Fürst zu Castell-Castell, das Oberhaupt des ältesten evangelischen Adelsgeschlecht, holte sogar die Nazi-Keule heraus: Der 85-Jährige kündigte wegen der homofreundlichen Haltung seiner Kirche "Widerstand wie im Dritten Reich" an (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 HannibalEhemaliges Profil
  • 30.03.2011, 16:25h
  • Ist doch toll, dass solche Leute sich so äußern. Dann ist gleich jedem klar, wessen geistes Kind sie sind. Was besseres kann uns gar nicht passieren.
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#2 alexander
  • 30.03.2011, 16:30h
  • hat sich doch noch so ein altzausel gefunden, der glaubt er muss seinen senf zu "gott und der welt " dazugeben ?
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#3 seb1983
  • 30.03.2011, 16:46h
  • Na dann ab hinterher nach Chile zur Margo, die braucht eh Beistand bei den Wahlergebnissen der Linken...
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#4 FrankAnonym
  • 30.03.2011, 17:05h
  • Er kann sich ja zwecks Umpolung Homosexueller bei Frau Honecker Rat holen.Schließlich war sie auch eine große Anhängerin von Umerziehungslagern.Ich sage nur TORGAU!!
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#5 NicoPumpkinProfil
  • 30.03.2011, 17:08hPBG
  • Ja sicher; und Kain und Abel haben mit ihrer Mutter Eva geschlafen oder wie sonst hätte die Fortpflanzung funktioniert? Wo wir bei einer anderen (anscheinend biblischen) Sünde wären: Inzest.

    So, das Argument will ich erstmal entkräftet haben!
    Das hat mich schon in der Grundschule gestört, dass das überhaupt keinen Sinn gemacht hat!
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#6 SozialdemokratAnonym
#7 schule 2011Anonym
  • 30.03.2011, 17:19h
  • vermutlich wirkungsvoller als das gerede irgendwelcher scheintoter: religiöse indoktrination pur, heterosexismus pur

    Ok, die christliche Kirche ist angestaubt. Was macht die Kirche in Jamaika anders?

    Gentleman: Die Botschaft auf Jamaika ist die gleiche. Die wird nur anders verbreitet. Ein Gospelchor, ein Pastor, der sich in Rage redet und Leute, die in Ekstase fallen. Ein kurzer Ausraster lockert Muskeln und Geist.

    www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,750843,00.html

    Jungs sollten Mädchen Blumen und Komplimente schenken, wünscht sich nicht nur Marta [Sängerin Marta Jandova und Gitarrist Thorsten Mewes von der deutschen Band Die Happy].

    Marta: Yes, boys, bring her flowers! Tell her she looks pretty and your life will be much easier. Ok? Because - we are women, we need to hear this! Even if it is a lie.

    www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,725840,00.html
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#8 Julek89
  • 30.03.2011, 17:20h
  • "dass ein Volk viele gesunde Familien braucht"

    Und was ist mit gesundem Menschenverstand?

    Der scheint ja in Anbetracht solcher Leute noch viel mehr in Gefahr zu sein...!!
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#9 Es reicht!Anonym
  • 30.03.2011, 17:35h
  • "Jetzt kritisiert der 82-Jährige Schwule und Lesben als Gefahr für die Kirche."

    Alle Menschen, die sich nicht deren Gehirnwäsche unterziehen und denen nicht blind folgen, sind eine Gefahr für die!

    Wir haben unseren eigenen Kopf und lassen und von niemandem vorschreiben, wie wir zu leben haben. Erst recht nicht von bigotten Pfaffen. Und von Leuten, die Mörder aufnehmen.

    Das zeigt wieder mal, dass es der Kirche nur um Geld und Macht geht und dafür ist denen jedes Mittel recht. Sogar Hass zu schüren, Leute zu unterdrücken und dumm zu halten.

    Religionen sind eine Gefahr für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte!
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#10 üpsipüpsAnonym