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Patrik Brinkmann gibt sich auf seiner persönlichen Website patriotisch (Bild: Screenshot)

Der Berliner Vorsitzende der "Bürgerbewegung Pro Deutschland" ist am Mittwoch zurückgetreten, weil ein Kandidat der rechtspopulistischen Partei in der Hauptstadt schwul sein soll.

Der deutsch-schwedische Geschäftsmann Patrik Brinkmann ist erst vor wenigen Wochen zum Chef des Berliner Landesverbandes gewählt worden. Seinen schnellen Rücktritt begründete der frühere DVU-Aktivist "mit der Homosexualität eines Kandidaten der Bürgerbewegung für die Bezirksverordnetenversammlung Mitte, von der er heute erfahren hat", erklärte Pressesprecher Manfred Müller nach Angaben der "Berliner Umschau".

Brinkmann unterstellt dem schwulen Kandidaten "Dekadenz" sowie "Unterstützung des Nationalsozialismus und Antisemitismus". Er warf außerdem dem Pro-Deutschland-Vorsitzenden Manfred Rouhs, vor, ihn "offenbar bewusst falsch informiert" zu haben. Rouhs war früher in der NPD und bei den Republikanern aktiv.

Finanzielle Folgen


"Pro Deutschland" will im Herbst an der Berliner Abgeordnetenhauswahl teilnehmen. (Bild: Screenshot)

Für die Partei dürfte der Rücktritt ernste finanzielle Folgen haben, da der Millionär Brinkmann die Partei mit Spenden über Wasser hielt. Zuletzt hatte sich Brinkmann auch für eine Zusammenarbeit mit dem Berliner Rechtspopulisten René Stadtkewitz ("Die Freiheit") stark gemacht.

"Pro Deutschland" wurde 2005 von Mitgliedern der "Bürgerbewegung pro Köln" gegründet, die in der Domstadt lautstark gegen den Bau einer Moschee kämpften. Auch heute gilt die "Islamisierung" Deutschlands als Hauptthema der Rechtspopulisten - mit ähnlicher Inbrunst polemisiert "Pro Deutschland" aber auch gegen Schwule und Lesben. So wird der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf der Website der Partei allein wegen seiner Homosexualität angegriffen: "Er gehört genau aus dem Roten Rathaus verbannt, wie die Schwulenparaden aus der Stadt", heißt es unter der Überschrift "Sauberes Berlin". Und weiter: "Berlin darf nicht Sodom und Gomorrha werden. Denn darunter leiden letztlich wir alle." Auch Brinkmann kritisierte bei der letzten Bundesversammlung von "Pro Deutschland" in Berlin, dass die deutsche Hauptstadt "leider zur Zeit von Schwulen und Sozialisten regiert wird." (dk)



#1 GeertAnonym
  • 30.03.2011, 18:22h
  • Das genau ist der Unterschied zu den Niederlanden: Während sich dort die Partei von Wilders schützend vor die Schwulen und Lesben stellt und sie gegen Angriffe von fanatischen Molemführern in Schutz nimmt, meinen die deutschen Islamkritiker, die Schwulen und Lesben auch noch im Jahre 2011 in die Schmuddelecke stellen zu können. Diese Haltung aber entspricht nicht mehr dem Lebensgefühl moderner Großstädter, die die Schwulen eher schrill und als Bereicherung für eine Großstadt ansehen. Mit dieser Einstellung ist die Pro-Deutschland-Bewegung ein totgeborenes Kind - und das ist auch gut so!
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#2 SebiAnonym
  • 30.03.2011, 18:23h
  • Dass die angebliche "Bürgerbewegung" Pro Deutschland, Pro NRW, Pro Köln und wie sich alle nennen, in Wirklichkeit nur ein Deckmäntelchen für lupenreine Rechtsextreme ist, ist doch lange bekannt.
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#3 alexander
  • 30.03.2011, 18:28h
  • das tut mir aber jetzt richtig leid !!!
    wenn "ein" schwuler hilft, solche typen zu vertreiben, dann aber ran an die wurst, (muss ja nicht die von schweinchen patrik sein?), wir lassen uns als nazivetreibungsmittel patentieren !!!!
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#4 kein wildernAnonym
  • 30.03.2011, 18:28h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • "Diese Haltung aber entspricht nicht mehr dem Lebensgefühl moderner Großstädter, die die Schwulen eher schrill und als Bereicherung für eine Großstadt ansehen"

    sieh an, solange wir als schrill und als potenzielle zielgruppe für islamophobie wahrgenommen werden, tolerieren uns die neonazis. war in der weimarer republik auch so. hat sich dann aber schnell geändert. fazit: nazis raus, ganz egal, welchen anstrich sie sich gerade verpassen!
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 kenajAnonym
  • 30.03.2011, 18:44h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • @geert
    ich möchte aber nicht von irgendwelchen Rechtsextremen "beschützt" werden. Ihre Islamfeindlichkeit mit dem Deckblatt "homofreundlich" zu umhüllen, macht den Kern dieser menschenfeindlichen Bewegungen in Europa nicht besser. Die spielen doch eine Minderheit gegen die andere aus. Das ist widerlich!
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#7 GeertAnonym
#8 alexander
#9 eddyAnonym
#10 marley
  • 30.03.2011, 20:23h
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • "Hoffentlich wird "Pro Deutschland" bald verboten! Dann ist endlich Ruhe im Puff! "
    Das bringt leider nichts,die Typen verschwinden ja nicht nur weil man ihre Partei verbietet,dass würde dazu führen dass die einfach ne neue Partei gründen.Eine Demokratie muss sowas aushalten,was aber nicht okay ist,ist dass der Staat solche Parteien mitfinanziert,wenn man das ändern würde,wäre dass effektiver als jedes Verbot
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