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"Angst vor Homosexualität"

Schwule Fußballfans kritisieren Bierhoff


QFF: Oliver Bierhoff gibt der Homophobie sein Gesicht (Bild: Wiki Commons / Thomas Holbach / CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0GFDL)

Das schwul-lesbische Netzwerk der Fußballfanclubs (Queer Football Fanclubs, QFF) beklagt, wie DFB-Teammanager Oliver Bierhoff die Homophobie im Profifußball sichtbar gemacht habe.

In einem offenen Brief an den Deutschen Fußballbund kritisierten die Queer Football Fanclubs auch die zurückhaltende Reaktion des DFB auf die Äußerungen Bierhoffs. Der ehemalige Stürmer hatte einen NDR-"Tatort" in der "Bild"-Zeitung als "Angriff auf meine Familie - die Familie der Nationalelf" bezeichnet, weil darin über schwule Profifußballer gesprochen wurde (siehe Homo-Gurke).

Das Fan-Netzwerk kritisierte insbesondere, dass der DFB-Vertreter Bierhoff "das Wort 'Familie' als Kontrast und vermeintlichen Gegensatz zur Homosexualität benutzt". Es sei auch kein "Angriff", wenn es in einem Film schwule Profifußballer gebe. "Wir z. B. haben bislang auch noch nie den Verdacht entrüstet zurückgewiesen, dass ein bei Queer Football Fanclubs organisierter Fan heterosexuell sein könnte", erklärte QFF-Sprecher Dirk Brüllau. Homophobie heiße wörtlich "Angst vor Homosexualität" und "Oliver Bierhoff hat der Homophobie im Fußball sein Gesicht gegeben".

QFF hatte sich beim DFB über das Bierhoff-Interview beschwert, aber nur eine ausweichende Antwort des Pressesprechers erhalten. Dabei habe das Schweigen Konsequenzen: "Vom DFB erwarten wir eine differenziertere und sensiblere Umgangsweise in Interviews mit den Tabloids. Der sicherlich gut gemeinte 'Tatort' ist nicht so medienwirksam wie die negativen Auswirkungen, die dieses 'Bild'-Interview von Herrn Bierhoff haben", so Brüllau. Er warb für ein klärendes Gespräch von QFF-Vertretern mit dem DFB.

Das Netzwerk QFF zur wurde zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 von den schwul-lesbischen Fanclubs aus Berlin, Stuttgart und Dortmund gegründet. Inzwischen sind 21 Fanclubs aus Deutschland, der Schweiz und Spanien Mitglied. (dk)



#1 DenWeg
  • 31.03.2011, 19:23h
  • Bierhoff wird sich sowieso mit einer Stellungnahme a la "So war das nicht gemeint"-bla,bla aus der Affäre ziehen..

    kennt man doch schon..
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#2 FloAnonym
#3 seb1983
  • 31.03.2011, 20:22h
  • Wenn es nicht so tragisch wäre könnte man eigentlich drüber lachen, grotesk bleibt es trotzdem:

    Da macht die ARD nen Tatort mit schwulem Nebenthema. Dann lästert queer.de darüber ab, die Kommentatoren hier lästern darüber ab, der DFB läster darüber ab, und bei den Kirchen frag ich besser erst gar nicht.

    Das Signal ist jedenfalls klar: Finger weg von schwulen Themen, man verdirbt es sich mit allen Seiten.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.03.2011, 21:58h
  • Die Kritik des QFF hat sich Oliver Bierhoff ja selbst zuzuschreiben! Lieber Herr Bierhoff, erst denken und dann sprechen!
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#5 DiegoProfil
  • 31.03.2011, 22:14hBüttelborn
  • Was erwartet ihr? Der Mann hat sonst nichts zu sagen und jetzt muss er mal seine Profilierungsneurose raus hängen lassen.
    Theo Zwanziger, der seit einiger Zeit dafür einsteht das Tabuthema Homosexualität auch im Fußball offen anzugehen wirft das gleich wieder Meilen zurück.
    Herr Bierhoff hat wohl als Kind schon zuetief ins Bierglas gesehen. Anders sind solche geistigen Umnachtungen nicht zu erklären.
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 31.03.2011, 22:26h
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • Du solltest nicht wieder alles wild durcheinander und in einen Topf werfen.

    Dass sich Betroffene kritisch zu wenig gelungenen Darstellungen von Homosexualität in den Medien äußern, ist - so lästig es dir und anderen erscheinen mag - eine dringende Notwendigkeit und eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

    Dass eine führende Figur des deutschen Profi-Fußballs, die einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung gerade auch von jungen Menschen hat, meint, sich "schützend" vor ihre "Familie" werfen zu müssen, wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft durch eine ironische Bemerkung auch nur entfernt in Verbindung mit Schwulsein gebracht wird, ist wiederum etwas ganz anderes.

    Vor allem ist es verheerend und Ausdruck einer offensichtlich tiefsitzenden Homophobie des Betreffenden, die sich anscheinend auf alle anderen Beteiligten übertragen soll.

    Dein Kommentar ist daher so unpassend, wie er nur sein könnte, da du Kritik an der Darstellung eines Coming-outs seitens Betroffener gleichsetzt mit homophoben Ausfällen eines sich in seiner Heterosexualität bedroht fühlenden Teammanagers und diese wiederum mit der dringend erforderlichen Gegenwehr von Schwulen.

    Manchmal ist es wirklich besser, nichts zu sagen. Das gilt offenbar nicht nur für Oliver Bierhoff.
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#7 HannibalEhemaliges Profil
  • 01.04.2011, 07:09h
  • Leute! Lasst doch Fußball Fußball sein und macht andere Sportarten. Mit geistig umnachteten Halbaffen brauchen wir doch eigentlich gar nicht zu diskutieren.
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#8 seb1983
#9 jojoAnonym
  • 01.04.2011, 16:58h
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • wäre es etwa besser, wenn nur wir schwuppen stinkig sein müssten und diejenigen, die uns beleidigen, dürfen fröhlich weiterhetzen, in der annahme, dass sich ja niemand an homophoben äußerungen stört?

    ich sehe nicht ein, meinen ärger runterzuschlucken, wenn mich jemand beleidigt.

    das kannst du natürlich gern anders machen...
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#10 Roman BolligerAnonym
  • 01.04.2011, 21:18h
  • Oliver kennt man nicht nur als Fussballer, sondern auch als Werbestar für Telekom, Bier, Shampoo...Nun ist er das Gesicht der Homophobie.

    Menschen mit Spinnenphobie meiden, ja flüchten vor Spinnen, sogar wenn sie sehen wie andere Menschen diese Spinnen berühren, ja in die Hand nehmen, beim Einschlafen an der Decke betrachten ... und dies Alles völlig unbeschadet. Spinnenphobiker halten sich aus unerfindlichen Gründen und auf eine eigentlich schon recht egozentrische Art für ideale Spinnenhappen.

    Homophobe zeigen ein ähnlich gestricktes Vermeidungsverhalten, das freilich immer öfters auch in aggressive Gewalt umkippen kann, insbesondere in Anwesenheit Gleichgesinnter. Auch beim Riesen " Spinnenphobiker" enden manchmal Begegnungen mit der Zwergin "Spinne" in einem wilden und feigen Getrampel mit Todesfolge.

    Da wird sich der DFB freuen, mit Oliver Bierhoff einen solchen Mutsbrocken in seinen Reihen zu haben.
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