Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13984

Guido Westerwelle war mal groß und stark (Bild: fdp_swisttal / flickr / by 2.0)

Außenminister Guido Westerwelle will beim FDP-Parteitag im Mai in Rostock nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden antreten. Das gab der 49-Jährige am Sonntag auf einer Pressekonferenz bekannt. "Ich werde mich nach zehn Jahren nicht erneut für das Amt bewerben", sagte der Noch-Parteichef. Am Montag verzichtete Westerwelle auch auf den Posten des Vizekanzlers.

Einen kompletten Rückzug hat er aber nicht im Sinn: "Ich werde mich auf das Amt des Außenministers konzentrieren". Die Koalition arbeite gut und erfolgreich zusammen, sagte Westerwelle aber.

Damit reagiert der FDP-Chef, der am Morgen von seiner Asienreise zurückgekehrt war, auf die schlechten Wahlergebnisse seiner Partei und die zunehmende Kritik an seiner Person. Die "gut und gründlich überlegte" sowie richtige Entscheidung sei ihm schwer und zugleich leicht gefallen, sagte Westerwelle.

Schwer, weil er zehn Jahre lang als Parteivorsitzender "mit viel Herzblut bei der Sache" war. Leicht, weil es viele junge potentielle Nachfolger in der Führung der Partei gebe. Der "Generationswechsel" schaffe ihm die Möglichkeit, weiter "mit voller Kraft für den Erfolg der Liberalen" zu arbeiten.

Rückfragen waren den anwesenden Journalisten nicht möglich, Selbstkritik wurde in der kurzen Stellungnahme nicht vernommen.

In den letzten Tagen waren die Forderungen nach einem Personalwechsel an der Spitze immer lauter geworden, der hessische Landesverband hatte Westerwelle sogar mit einem vorgezogenen Bundesparteitag gedroht, sollte er nicht bis Montag einen Rückzug angekündigt haben.

Als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge gilt Medienspekulationen zufolge Gesundheitsminister Philipp Rösler, der auch neuer Vizekanzler werden könnte. Rösler hat sich zwar noch nicht öffentlich ins Spiel gebracht, allerdings in Interviews mehrfach eine Kursänderung bei den Liberalen angemahnt. "Es kommt darauf an, die verlorene Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Vor allem Inhalte müssen jetzt in den Vordergrund rücken".

Ein weiterer Kandidat ist Generalsekretär Christian Lindner. Der sagte, die Partei müsse sich "mit allen Themen beschäftigen, die den Alltag der Menschen bestimmen". Zugleich verteidigte er im Focus die "Identität" der Liberalen aus Marktwirtschaft, Rechtsstaat und gesellschaftspolitischer Liberalität. Das Wählerpotenzial seiner Partei bezifferte er auf 20 Prozent. (nb)



172 Kommentare

#1 andyAnonym
  • 03.04.2011, 17:38h
  • am besten wäre es , dass die ganze partei fdp aus deutschland verschwindet sie ist menschenfeindlich. egal ob westerwelle , rösler oder anderer wird vorsitzender ändert an der partei nichts.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GaygreenAnonym
  • 03.04.2011, 17:50h
  • Keine Sorge, die FDP ist notorisch erfolglos. Man muss sich mit denen nicht allzu sehr beschäftigen. Als überzeugter grüner Marktwirtschaftler sag ich: Das wird der Markt richten. Wenn keine Nachfrage da ist, verschwindet das Unternehmen. Wir müssen nur dafür sorgen, dass das so bleibt bzw. noch stärker wird. Für die FDP, sogenannte Liberale, ist in einem künftig von den Grünen dominerten Parteiensystem kein Platz mehr.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 möllemannAnonym
  • 03.04.2011, 17:51h
  • Och nö! Ich fand den gut! Der hat der FDP so schün geschadet, das bekommt wohl kein anderer mehr hin.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 philippffmProfil
#5 alexander
  • 03.04.2011, 18:13h
  • und die grüngelben stehen schon in wartestellung !
    dieses wählerklientel sucht sich immer die bequemste lösung, genau wie T.J. !!!

    das unangenehmste bei den grünen ist die tatsache, dass die parteispitze völlig andere ziele verfolgt als die basis ! trotz teilweise guter leute, unwählbar, trittin, künast und konsorten gehen gar nicht, die sind nun wirklich "westerwellig "!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.04.2011, 18:31h
  • Die logische Konsequenz nach einer ganzen Reihe von Niederlagen bei den Landtagswahlen und dem derzeitigen Umfragetief!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 ArthasAnonym
#8 GayUserAnonym
  • 03.04.2011, 18:54h
  • Aha, jetzt tritt er ab um weiteren Schaden für die FDP zuvermeiden, aber für den Vizekanzler und AM-Job reicht' noch...
    Ausgerechnet Rösler soll's richten. Fragt sich nur wie, da der Gute ja bis zu den Schultern im Arsch der Pharmalobby steckt...
    Herr Lindner ist natürlich eine wahre Alternative.
    Der zweifache Bankrotteur an der Spitze einer Partei, die soooo viel auf ihre Wirtschaftskompetenz hält...
    Man, selten so gelacht.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 HannibalEhemaliges Profil
  • 03.04.2011, 19:00h
  • Die beste Idee, die Frollein Schwesterwelle seit langem hatte. An der Inhaltslosigkeit und dem Opportunismus seiner Bananenpartei wird das aber auch nichts ändern.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 RantanplanAnonym
  • 03.04.2011, 19:05h
  • Schon am 1. Spril wurde, wohl vorausschauend, witzig-ironisch der Abgang von Westerwelle kommentiert:

    Gaza-Guido macht das Leben wieder Spaß

    www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=4944

    Aber auch als Außenminister wird er immer unhaltbarer, insbesondere nachdem bekannt wurde, wie eng die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Iran und Deutschland sind - die Rede von den verkauften Menschenrechten macht schon die Runde (u.a. Spiegel online).
  • Antworten » | Direktlink »