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Rosa-Courage-Preisträgerin 2011: Karen-Susan Fessel (Bild: Gaby Ahnert)

Die Berliner Schriftstellerin Karen-Susan Fessel wird beim diesjährigen "Gay in May"-Festival in Osnabrück für ihr Engagement für Lesben, Schwule und Trans*Personen mit dem Rosa Courage Preis geehrt. Die 46-jährige arbeitet seit 1993 als freie Schriftstellerin und Journalistin.

"Karen-Susan Fessel schreibt nicht nur explizit über lesbische Themen und macht Lesben (aber auch Schwule und Transsexuelle) in vielen ihrer Bücher zu Hauptfiguren, sondern sie tritt auch engagiert gegen Diskriminierung und für Offenheit und Toleranz ein", heißt es in der Begründung des Osnabrücker Vereins Gay in May e.V.

Die Autorin trete bei zahlreichen Lesungen vor Schulklassen, aber auch bei Podiumsdiskussionen auf, was "keine Selbstverständlichkeit" sei: "Sie weckt nicht nur Interesse, Verständnis und Sympathie für Lesben (z. B. "Bilder von ihr"), für Transsexuelle (z. B. "Bis ich sie finde"), für sozial benachteiligte Jugendliche (z. B. "Und wenn schon"), für trauernde Kinder (z. B. "Ein Stern namens Mama") und andere Länder (z. B. "Polarchaoten") - sie erklärt auch das Grundgesetz ("GG- was ist das?"), gibt den Band "Out" mit heraus und schreibt Broschüren und Texte zu Frauen mit HIV und AIDS."

Preisverleihung am 4. Mai in Osnabrück

Für "Steingesicht", ein Jugendbuch über ein lesbisches (und soziales) Coming-out, bekam Karen-Susan Fessel den Taiwan-Book-Award - und zwar ausdrücklich als gutes Beispiel für den offenen, guten Umgang mit Homosexualität in Deutschland.

Den Rosa Courage Preis bekommt die Berliner Schriftstellerin im Rahmen der "Gay in May"-Kulturtage am 4. Mai im Friedenssaal des Rathauses Osnabrück überreicht.

Verliehen wird der Rosa Courage Preis bereits seit 1992 für herausragendes Engagement für die Belange von Lesben und Schwulen. Zu den früheren Preisträgern gehören u.a. die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, Grünen-Chefin Claudia Roth, Hella von Sinnen und Cornelia Scheel, Filmemacher Rosa von Praunheim, Schauspielerin Maren Kroymann und Comiczeichner Ralf König. (cw)