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Wal-Mart war bis 2006 auch in Deutschland aktiv.

Am Arbeitsplatz endet die Religionsfreiheit, wenn Gläubige mit homophoben Äußerungen ihre Mitarbeiter belästigen, hat ein US-Berufungsgericht in Chicago entschieden.

Im vorliegenden Fall hatte der Einzelhandelskonzern Wal-Mart die Lagerarbeiterin Tanisha Matthews 2005 nach neun Jahren Betriebszugehörigkeit entlassen, weil sie im Pausenraum ihre Kollegen mit homofeindlichen Tiraden überzogen hatte. Sie arbeitete bei einer Filiale in Joliet (Illionois). Die apostolische Christin begründete ihre Aussagen mit ihrem Glauben. Nach ihrer Entlassung ging Matthews vor Gericht. Sie erklärte, Wal-Mart habe gegen den Civil Rights Act von 1964 verstoßen, der unter anderem die Religionsfreiheit festschreibt.

Die Richter erklärten nun die Entlassung für rechtens: "Matthews kann nicht von Wal-Mart verlangen, ihr zu erlauben, Schwule und Lesben aus religiösen Gründen zu bedrängen", entschieden die Richter. "Wal-Mart hat die Klägerin entlassen, weil sie die Verhaltensregeln innerhalb der Firma verletzt hat, als sie Kollegen belästigte. Sie wurde nicht wegen ihrer Religion entlassen". Arbeitgeber hätten nicht die Verpflichtung, auf religiöse Besonderheiten einzugehen, wenn sie einen religionsneutralen Arbeitsplatz anbieten.

Matthews: Schwule und Lesben sind "im Kopf nicht ganz richtig"

Matthews hatte Zeugen zufolge im Pausenraum oft über das Thema Homosexualität und Religion gesprochen und dabei wiederholt eine lesbische Kollegin wegen ihrer sexuellen Orientierung attackiert. So habe die Christin erklärt, dass Gott Homosexuelle niemals akzeptiere. Daher würden Schwule und Lesben nach ihrem Tod direkt in der Hölle landen, weil sie "im Kopf nicht ganz richtig" seien.

Nach Beschwerden untersuchte Wal-Mart den Fall und feuerte Matthews, weil sie gegen die internen Verhaltensregeln verstoßen habe. Diese besagen, dass niemand wegen Merkmalen wie Rasse, Religion oder sexuelle Orientierung benachteiligt werden darf. Die Firma verfolge bei dieser Frage eine "Null-Toleranz"-Politik, hatte der Konzern wiederholt erklärt.

Wal-Mart ist mit einem weltweiten Jahresumsatz von über 400 Milliarden Euro das umsatzstärkste börsennotierte Unternehmen der Welt. (dk)



#1 dummfugAnonym
  • 06.04.2011, 08:49h
  • Ich wünschte queer.de würde nicht immer nur seine Artikel aus amerikanischen Agenturen beziehen. Natürlich ist es ganz interessant, was auf der anderen Seite des Teichs passiert, und vielleicht sind diese Quellen so billig (im monitären Sinn) aber manchmal habe ich das Gefühl, das ist hier so wie bei den Nachrichten von RTL2 - Katze in Albuquerque von der Feuerwehr vom Baum gerettet.

    Aber zurück zum Artikel: Gut so, wenn der gesunde Menschenverstand auch mal vor Gericht durchkommt. Anderen die Hölle auf Erden zu bereiten ist garantiert nicht Gott gewollt und ein Grund zur Kündigung. Punkt.
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#2 Fred i.BKKAnonym
  • 06.04.2011, 08:53h
  • ....ein grosser Lob ,den Leuten von Wal-Mart ,damit haetten sie den "Schwulen Wullwatz " in Gold verdient.
    Aber leider verleiht den ja bis jetzt noch keiner (?)
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.04.2011, 10:03h
  • Walmart hat die richtige Entscheidung getroffen! Für die Entlassene wird es schwer, schnell einen neuen Arbeitsplatz zu finden und ich hoffe, daß sie noch sehr lange suchen muß!
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#4 MarkusHBAnonym
#5 alexander
  • 06.04.2011, 10:28h
  • wunderbar !!! ist es doch die einzige sprache, die diese "nächstenliebenden" nicht denkfähigen christen verstehen !
    zumal diese permanente berufung auf religionsfreiheit prinzipiell missbraucht wird und genau diesen leutchen eigentlich nicht zusteht !

    TÄTER = OPFER !
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#6 FloAnonym
  • 06.04.2011, 10:32h
  • Bravo!

    Diese Ewiggestrigen wollen Schwule und Lesben in ihren Rechten einschränken, fordern aber gleichzeitig dieselben Freiheits-Rechte, die sie anderen verwehren, für sich selbst ein.

    Es kann nicht sein, dass ständig Religion als Vorwand genutzt wird, um ungehindert gegen anderen zu hetzen oder sonstiges faschitisches Gedankengut zu verbreiten.

    Ich hoffe, dass da auch in Europa und insbesondere in Deutschland endlich mal ein paar Dinge in Bewegung kommen und homophobe Hetze und Diskriminierungen bestraft werden, selbst wenn der Urheber das unter dem Deckmäntelchen Religion verbergen will.
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#7 Iceman
  • 06.04.2011, 10:53h
  • Das Gericht hat hier völlig richtig gehandelt.
    Religionsfreiheit hin oder her, das bedeutet noch längst nicht, dass man es sich auch erlauben kann, Leute zu beleidigen.

    Die ehemalige Mitarbeiterin wird aber trotz der Presse kein Problem haben, einen neuen Job zu finden. Denn nach wie vor ist der Mittlere Westen der USA eines der homophobsten Gebiete. Da bin ich mir sicher. Und solche Tiraden werden dort doch eher belächelt, als verurteilt. Es sei denn, man steht vor Gericht.
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#8 bastapapsta
#9 bastapapsta
#10 jojoAnonym