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(Bild: Kulturring in Berlin e.V.)

In Berlin-Spandau wird der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch am 13. April eine Gedenktafel enthüllen, die an vier von den Nationalsozialisten ermordete Polizisten erinnert.

Die Mahntafel ist die Initiative einer Projektgruppe des Berliner Kulturrings. Sie hat über 200 Fälle aus der Nazizeit in Archiven recherchiert und einzelne Schicksale dokumentiert. Eines dieser Schicksale betrifft die Hinrichtung von vier Spandauer Polizisten in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Während andere Gefangene der Moritzkaserne in Spandau angesichts des herannahenden Kriegsendes begnadigt wurden, erschossen die Noch-Machthaber vier wegen Homosexualität Inhaftierte - drei von ihnen sogar ohne eine vorherige Vernehmung. Der Tatort, die damalige Polizeiarrestanstalt, ist nun Teil des Polizeiabschnitts 21 (Moritzstraße 10).

"Zeichen gegen das Vergessen"

Am Ort des Geschehens soll soll die Gedenktafel an die Opfer erinnern. Bastian Finke vom schwul-lesbischen Antigewaltprojekt Maneo begrüßte die Tafel als "Zeichen gegen das Vergessen". Immerhin habe der von den Nazis angwandte Paragraf 175 in Teilen bis ins Jahr 1994 überlebt. Die Tafel erinnere auch an gegenwärtige Defizite: "Hassmotivierte Gewalt und Diskriminierung gegen die sexuelle Orientierung ist kein Konflikt aus dunklen, längst vergessenen Zeiten, sondern ein Thema, das uns weiterhin täglich herausfordert und das uns alle angeht!", so Finke.

Im Spandauer Rathaus wird bis zum 21. April außerdem die Foto- und Bilder-Ausstellung "Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft - Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit" präsentiert. Sie beinhaltet neue Tafeln, die in den letzten drei Jahren erstellt wurden. Auch das Schicksal der ermordeten Polizisten wird erläutert. (pm/dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.04.2011, 16:56h
  • Ich bin mal gespannt, welche grausamen Taten von Nazis an Schwulen noch ans Tageslicht kommen!
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#2 MuhahaAnonym
  • 07.04.2011, 11:56h

  • Oh wow,es wird doch auch mal an andere NS-Opfer gedacht,sonst werden ja meistens nur Juden in dem Zusammenhang genannt,ohne dass relativieren zu wollen,schließlich waren ja die meisten Opfer Juden,aber homosexuelle,Roma,Sinti ,Zeugen Jehovas,Behinderte werden meistens nicht erwähnt.Dass schlimmste ist aber dass wir alle immer noch diskriminiert werden,es ist alles nicht mehr so extrem,aber die BRD könnte man auch ''Deutsches Reich Light'' nennen.Wer da anders denkt sollte sich mal Günther Wallraff's Schwarz auf Weiß ansehen
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#3 Fiete_Jansen
  • 07.04.2011, 15:27h
  • Antwort auf #2 von Muhaha
  • Du hast da auch eine sehr große Opfergruppe vergessen. Und zwar die, die auch den erbittersten Widerstand geleistet hat. Die Kommunisten. Wir waren die ersten die Widerstand leisteten, wir waren die ersten die verfolgt wurden, wir waren die ersten die angepackt haben als es ans aufräumen ging, wir waren die ersten die unter der Adenauerclique wieder verfolgt wurden. Verurteilt oft wieder von Nazirichtern.
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#4 stromboliProfil
  • 07.04.2011, 19:22hberlin
  • Antwort auf #3 von Fiete_Jansen
  • wir sehen doch, wo dies gedenken endet:
    gedenkstellen, die der ermordeten kommunisten erinnert, hauptsächlich in der ex-ddr vorzufinden, werden entweder unter dem beifall der springerpresse angeprangert, ansonsten allesamt still beseitigt..; auf den toten lässt sich eben leicht herumtrampeln, wenn man die ungeliebten lebenden schon nicht beseitigen kann!
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#5 MuhahaAnonym
#6 Fiete_Jansen
#7 marley