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In Kalifornien soll sich die Zahl der offen lebenden älteren Schwulen und Lesben in den nächsten zwei Jahrzehnten verdoppeln. (Bild: Dominic Alves / flickr / by 2.0)

Verglichen mit Heterosexuellen leiden ältere Schwule und Lesben in Kalifornien öfter an chronischen Krankheiten und leben eher alleine, so das Ergebnis einer Studie der Universität von Los Angeles.

Forscher des "UCLA Center for Health Policy Research" untersuchten anhand der Daten der California Health Interview Survey (CHIS) die Lebenssituation von Schwulen, Lesben und Bisexuellen zwischen 50 und 70 Jahren. Demnach lebt die Hälfte der homosexuellen Männer in dieser Altersgruppe alleine – bei Hetero-Männern sind es dagegen nur 13 Prozent. Bei Lesben ist dieser Unterschied weniger stark: 28 Prozent von ihnen leben alleine – bei Hetero-Frauen sind es 19 Prozent.

Schwule und Lesben sind zudem eher gefährdet, krank zu werden. So liegt die Wahrscheinlichkeit für Schwule, wegen psychischer Probleme behandelt zu werden, 45 Prozent höher als bei Heteros (bei Lesben: 35 Prozent). Diese Tendenz ist bei mehreren Krankheitsbildern zu beobachten: So gibt es unter homosexuellen Männern 28 Prozent mehr Diabetiker und 24 Prozent mehr Körperbehinderte als bei Heterosexuellen.

Rückhalt der Familie fehlt vielen Schwulen und Lesben

Studienleiter Steven Wallace führt diese Ergebnisse auf familiäre Unterschiede zurück: "Viele ältere Schwule und Lesben in Kalifornien haben keine biologischen Kinder und kaum Rückhalt in ihrer Familie", erklärte Wallace. Deshalb müssten Gesundheitsdienstleister besonders auf diese Gruppe zugehen. Nach Berechnungen der Universität wird sich die Zahl der älteren Schwulen und Lesben in Kalifornien binnen der nächsten 20 Jahre verdoppeln.

Laut der Studie haben offen lebende Schwule und Lesben viel öfter einen Uniabschluss als die Restbevölkerung (35 Prozent gegenüber 17 Prozent). Bei der Krankenversicherung ist dieser Vorsprung aber viel geringer: So sind 8,1 Prozent der Schwulen und Lesben unversichert – bei Heterosexuellen sind es mit 10,6 Prozent unwesentlich mehr. (dk)



#1 schwulenaktivist
  • 07.04.2011, 13:50h
  • Wenn die Studie beweisen will, dass heterosexuelles Familienleben "gesünder" sei, dann muss ich darauf antworten, dass die meisten Heteros auch nicht von der Familie profitieren können, oder dann ist diese hoffnungslos überfordert...
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#2 MarcAnonym
  • 07.04.2011, 15:05h
  • Das Ergebnis wundert mich gar nicht.

    Wenn man über Jahrzehnte unterdrückt wird, kann das nicht ohne Auswirkungen bleiben.

    Umso wichtiger ist es, jetzt schnellstmöglich volle Gleichstellung zu erreichen! Wenn man es schon nicht aus anderen Gründen macht, dann wenigstens zur Vermeidung des enormen volkswirtschaftlichen Schadens, den Diskriminierung verursacht.
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#3 der millionärAnonym
#4 daVinci6667
  • 07.04.2011, 18:10h

  • "Demnach lebt die Hälfte der homosexuellen Männer in dieser Altersgruppe alleine - bei Hetero-Männern sind es dagegen nur 13 Prozent."
    Das ist ja wohl kein Wunder, wenn uns nicht erlaubt wird eine Familie zu gründen! Es ist nun mal so, dass ein Partner früher als der andere sterben wird. Sind da keine Kinder oder langjährige Freunde da, steht man sehr alleine da. Sehr positiv wenigstens, dass unsere Generation im Alter meist nicht mehr verstecken muss! Und da komme ich gleich zu den vollkommen falschen "Forschungsergebnissen" was mich sehr ärgert:
    "Nach Berechnungen der Universität wird sich die Zahl der älteren Schwulen und Lesben in Kalifornien binnen der nächsten 20 Jahre verdoppeln."
    Mit Verlaub, aber das ist vollkommener Bullshit! Es gibt in Zukunft nicht einfach mehr ältere Schwule oder Lesben, sondern unsere Generation versteckt ihre sexuelle Orientierung nicht!
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#5 PierreAnonym
  • 07.04.2011, 18:24h
  • Im Alter rächt sich nicht selten das Verhalten der ersten 40 Jahre: Überheblichkeit, Jugendkult, Partnerwechsel, Poppers, Drogen, Alkohol.
    Und plötzlich ist man 50, 60 oder 70.
    Die Jüngeren müsste mehr Verantwortung für sich und für andere übernehmen.
    Aber, das kann man bei uns Schwulen gründlich vergessen.
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#6 BisexuellerAnonym
  • 07.04.2011, 18:32h
  • Ein mehr als trauriges Ergebnis, die die ganze Tristesse der sogenannten "Gay Community" zeigt. Das also ist unsere Zukunft! Toll!

    Man sollte sich fragen, ob das ganze Konzept dieses "Gay Pride" überhaupt richtig ist. Worauf können ältere, völlig vereinsamte Männer denn "stolz" sein? Auf ihre 3000 Ficks?

    Vielleicht ist das andere Konzept, mit Homosexualität umzugehen, nämlich wie in den Ländern Afrikas, Asiens und in anderen Regionen, das bessere. Dort ist man bisexuell, gründet eine Familie und ist im Alter der Patriarch einer Großfamilie, den alle ehren.

    Beim westlichen Konzept von Homosexualität ("Gay Pride") ist man ab 50 oder 60 der letzte Dreck.

    Man sollte aufhören, die Bisexuellen in Afrika und Asien "befreien" und ihnen unseren verquasten us-amerikanischen Lebensstil a la Rosa von Praunheim aufzudrängen!
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#7 marley
  • 07.04.2011, 19:09h
  • und wer hat die studie in auftrag gegeben?der vatikan oder irgendwelche homoheiler?
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 zeitungsleserAnonym
  • 07.04.2011, 19:15h
  • Die Kommentare zu diesem Artikel zeigen, dass hier Fragen aufgeworfen werden, die viele bewegen und zugleich tief sitzende Ängste vor Einsamkeit und Krankheit auslösen. Pauschale Urteile helfen da wenig (Sex und Bunga Bunga gibt es über die Homo-Szene hinaus...). Altern und alt sein sind in den Industrieländern ein generelles Problem, egal ob hetero oder LSBTI. Und in "der" Community leben die Jungs, Boys und Bären dann auch so, als ob sie nicht wahrhaben wollten, dass wir alle sterben werden. Das ist das erste Tabu.

    Dass der Drogen-, Körper- und Jugendkult in der Gay Community zusätzlich noch einmal eine Zuspitzung der Lage in unserer Konsumterrorwelt erfahren, ist sicherlich unbestreitbar.
    RTL, BILD, queer.de usw. tragen daran auch eine große Mitschuld (ein Schwanz-Buch von C. Scheuss wird hier höher bewertet als Bücher über Lebensentwürfe...).

    Hinzu kommt noch was anderes: Angst vor Altersarmut. Auch dies wird in der Hochglanzwelt der schwulen Partys und Zeitschriften wie "blu" gerne umgangen. Außerdem sorgen bestimmte (Macht-) Strukturen wie z. B. in Köln (Stichwort: Mattei-Mogul) für Entsolidarisierung zwischen Generationen und Kulturen.
    Es wäre schön, darüber mal mehr zu lesen statt - zum Beispiel bei queer.de - nur über die Unterdrückung Homosexueller auf der Welt.

    Ich zweifle aber daran, dass ihr selbstkritisch und ernsthaft genug sowie gewillt seid euch dann auch noch mit euren Medienfreunden anzulegen.
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#10 julian21
  • 07.04.2011, 19:39h
  • Antwort auf #6 von Bisexueller
  • Für mich sagt ist diese Studie nichts mehr, als die Konsequenz dass uns alle (Schwule, Lesben, Transgender etc.) Unterdrückung und zwei-(drei-)Klassen-Dasein psychisch und physisch krank machen!

    Wer glücklich ist, ist gesünder. Das ist nicht nur so ein Satz, das ist Tatsache (s. Psychosomatik, Placebo-Effekt etc.).

    "Man sollte aufhören, die Bisexuellen in Afrika und Asien "befreien" und ihnen unseren verquasten us-amerikanischen Lebensstil a la Rosa von Praunheim aufzudrängen!"

    Genau! Lasst sie doch alle ruhig hängen... im wahrsten Sinne.

    Selten so einen Müll gelesen!

    Ich würde vorschlagen du verkriechst dich jetzt besser zurück in deinen Schrank und kommst erst rauß, wenn wir alle dir dein queeres Leben vereinfacht haben. Oder geh nach Afrika/Asien und leb da ne Lüge und gründe da ein von dir so hochgelobtes "Patriarchat", in dem dich deine Frauen und Kinder verehren.
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