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Papst Benedikt XVI. verfolgt eine "menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik" (Bild: Wiki Commons / Dongio / CC-BY-3.0GFDL)

In Berlin haben der LSVD und andere Organisationen zum Papstbesuch eine Demonstration gegen Benedikt XVI. angemeldet, zu der sie bis zu 50.000 Teilnehmer erwarten.

Beim vom Lesben- und Schwulenverband initiierten Netzwerktreffen "Der Papst kommt" nahmen am Donnerstag 60 Vertreter von mehr als 20 Organisationen teil, darunter etwa die Grünen und die Organisation Pro Familia. Wie der LSVD bekannt gab, wurde bereits eine Demo für den 22. September bei der Stadt angemeldet, aber noch nicht genehmigt. Sie soll vom Nollendorfplatz in Schöneberg über den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor führen.

In einer Resolution erklärten die Teilnehmer des Netzwerktreffens: "Der Papst steht für eine menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik. Sie grenzt Menschen aus und diskriminiert." Das Oberhaupt der katholischen Gläubigen sei einer "der Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt".

Kritisiert wird auch die antidemokratische Haltung von Papst Benedikt XVI., der die freie Gesellschaft als "Diktatur des Relativismus" diffamiert. In seinen Reihen duldet er dagegen sogar extremistische Positionen. So hat er etwa vor zwei Jahren die Pius-Bruderschaft rehabilitiert, die Holocaust-Leugnern eine Heimat gibt.

Dabei richten sich die Proteste nicht generell gegen Christen, betonen die Aktivisten: "Diese Kritik wird von vielen gläubigen Katholikinnen und Katholiken geteilt, die wir einladen, unseren Protest zu unterstützen."

Papst Benedikt XVI. hat in den letzten Jahren immer wieder gegen Schwule und Lesben Stimmung gemacht und sich auch in politische Abstimmungsprozesse eingemischt. So forderte er etwa von spanischen Katholiken "Loyalität" im Kampf gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht (queer.de berichtete).

Bereits vor fünf Jahren kam es zu Protesten gegen Papst Benedikt XVI., der anlässlich des Weltjugendtages Köln besucht hatte. Damals hatte der WDR in der Berichterstattung kritische Töne gegen den Religionsführer weitgehend ausgeblendet (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

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Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Die brandgefährliche Rede des Papstes

Ein Gast-Kommentar des schwulen Theologen David Berger zur Rede von Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag.
Liveblog: Das war der Papst-Besuch in Deutschland

Eine umstrittene Rede im Bundestag, zwei Plädoyers für die traditionelle Ehe und Familie und viel Protest und Enttäuschung: Der Besuch von Benedikt XVI. aus LGBT-Sicht zum Nachlesen.
Parteienstreit zum Papst-Besuch geht weiter

Benedikt XVI. könnte nun doch vor einigen leeren Sitzen im Bundestag sprechen, was CDU und CSU weiter erregt. Derweil sind die Vorbereitungen für die Proteste abgeschlossen.
#1 NicoPumpkinProfil
  • 08.04.2011, 14:20hPBG
  • Und ich bin katholisch... Ich schäme mich so für das Oberhaupt meiner Kirche.

    Nicht nur, dass seine Aussagen gegen das (deutsche) Grundgesetz verstoßen (z.B. hier die Diskriminierung), sondern auch, dass er das eigentliche Ziel der Kirche (nämlich alle Menschen gleich zu behandeln und zu lieben) stumpf nach seinem Willen auslegt und somit verleugnet.

    Ich trete aus ..
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#2 jojoAnonym
#3 Geert
  • 08.04.2011, 15:04h
  • Eine Demo ist schön und gut, was aber wirklich zählt, sind massenweise Kirchenaustritte!

    Aber die im Sauerland und in Niederbayern katholisch sozialisierten Trinen sagen sich jetzt: "Ich gehe zur Anti-Papst-Demonstration und ich habe außerdem noch Publik-Forum abonniert". Dann hoffen sie auf den nächsten Papst, bei dem natürlich alles, alles besser wird und zahlen brav weiterhin ihre Kirchensteuer für dieses unmenschliche System mit dem Namen "Katholische Kirche". Und die Pfaffen lachen sich ins Fäustchen, können weiterhin von dem Geld der Kirchensteuer ihre dicken Dienstwagen fahren und nebenher Kinder verführen....
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 08.04.2011, 15:41h
  • Ich bin gottseidank lutherisch.

    Wenn Berlin nicht so weit weg wäre, würde ich sofort mitdemonstrieren. Bitte alle, die in Berlin und Umgebung wohnen, mitmachen.

    Übrigens 180.000 Katholiken sind letztes Jahr ausgetreten !!! Das sollten noch viel mehr werden. Raus aus der Katholischen Kirche, denn es gibt bessere Kirchen oder halt keine Kirche. Aber raus aus der Katholischen Kirche !!!
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#5 marley
  • 08.04.2011, 16:13h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • Aber die im Sauerland und in Niederbayern katholisch sozialisierten Trinen sagen sich jetzt: "Ich gehe zur Anti-Papst-Demonstra tion und ich habe außerdem noch Publik-Forum abonniert"

    bin zwar aus dem sauerland,aber bestimmt nicht kirchenfreundlich ;-)
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#6 alexander
  • 08.04.2011, 16:37h
  • vielleicht ist dieser papstbesuch in der lage möglichst viele menschen zu mobilisieren,nicht nur schwule, die gegen die kirchliche allmacht und demokratieverachtung demonstrieren wollen ?

    besonders schön wäre es aber auch, wenn endlich mal wieder bewegung in den schwulen laden kommt ? denn wir sind direkt betroffen, schlimmer noch, wir müssen nicht mal katholisch sein !!!
    es könnte nichts schlimmeres passieren, als dass die teilnehmerzahl zu gering wäre und die 50.000 erwarteten teilnehmer nicht zusammenkämen, obwohl auch das noch zu wenig wäre, bei jedem anderen "event" schafft berlin ein vielfaches spielend !

    ( also mädels, die tuntenbrause *prosecco* in platikflaschen umfüllen, wegen der bullen und hingehen, es ist keine grabesmiene vorgeschrieben, wir können auch frohlocken und es muss nicht hallelujah oder hosianna sein !)
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#7 goddamn. liberalAnonym
  • 08.04.2011, 18:04h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • "können weiterhin von dem Geld der Kirchensteuer ihre dicken Dienstwagen fahren und nebenher Kinder verführen...."

    Der dicke Dienstwagen und das dicke Gehalt katholischer Kirchenfürsten wird hierzulande meist aus ALLGEMEINEN Steuermitteln - also auch der relativen Mehrheit der Konfessionsfreien bezahlt!

    Die jährlichen staatl. Zuwendungen belaufen sich auf fast eine halbe Milliarde, und da sind die staatlichen Kostenzuschüsse für das Bildungssystem und die Sozialeinrichtungen noch gar nicht mit eingerechnet. Gegen den deutschen Eliten-Klerikalismus sind die skandinavischen Staatskirchentümer geradezu laizistisch!

    Und unsere Parteien werden ALLE daran so schnell nichts ändern. Der 'liberale', ursprünglich konfessionsfreie Herr Rössler z. B. ist erst vor 11 Jahren in die kath. Ratzinger- und Opus-Dei-Kirche eingetreten, die Linke zerfließt vor schlechtem Gewissen und lobt den Papst als soziales, die SPD hat die Meßdienerin Nahles und die Grünen huldigen dem Provinz-Islam und ihr Milieu bekämpft in Gestalt von Leuten wie Daniel Bax (taz) den türkischen Laizismus.
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#8 zeitungsleserAnonym
  • 08.04.2011, 18:17h
  • "Damals hatte der WDR in der Berichterstattung kritische Töne gegen den Religionsführer weitgehend ausgeblendet."
    Ist ja auch klar, entgegen der früheren CDU-Propaganda "("Rotfunk") ist der WDR der reaktionärste Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Denen ging und geht es nur um ihre Pöstchen. Desweigen ziehen die WDR-Mitarbeiter immer den Schwanz ein, wo sie etwas bewegen könnten.
    Seit Jahren berichtet der WDR nicht mehr (live) von der größten CSD-Parade Deutschlands (Köln), dafür aber von jedem Schützenumzug und bestimmt auch mit einer Sondersendung zum Papstbesuch. Wetten?
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#9 bastapapsta
  • 08.04.2011, 18:20h
  • Na dann hoffe ich mal, dass mehr als 50.00 Leute zu der Demo kommen. Zu meiner Anti Papst Demo, die ich zusammen mit dem LSVD 2007 organisiert habe kamen nur 5 - 6 Leute. Damals wurde ich bei Gay Romeo von Katholiken übelst angefeindet. Die Aktion wurde als albern abgetan. Ich denke, durch das feindselige Verhalten der Scheinheiligkeit hat sich dies zum Glück jetzt geändert. Das war damals einiges an Arbeit, die Demo auf die beine zu stellen:

    www.queer.de/detail.php?article_id=7664
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#10 stromboliProfil
  • 08.04.2011, 18:30hberlin
  • Antwort auf #9 von bastapapsta
  • was mich ein wenig wundert...
    ist die nachricht in meinem verteiler nun eine von kreuz-net lancierte ente oder hat der lsvd vergessen seine geheimdiplomatie uns mitzuteilen und gibt solches nur auserwählten wie mir zur kenntnis
    --- --- 01.04.2011
    Papst trifft Lesben und Schwule
    LSVD Berlin-Brandenburg begrüßt Dialogbereitschaft

    Am Rande seines Deutschlandbesuches wird sich Papst Benedikt XVI. am 22. September 2011 mit Vertreterinnen und Vertretern des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) treffen. Dies teilte heute das Erzbistum Berlin mit.

    Der LSVD Berlin-Brandenburg begrüßt die neue Dialogbereitschaft des Papstes. Es handelt sich um das weltweit erste offizielle Treffen eines Papstes mit Vertreterinnen und Vertretern eines Lesben- und Schwulenverbandes.

    Am 17. Mai 2011 (Internationaler Tag gegen Homophobie) findet ein Vorbereitungstreffen mit dem päpstlichen Reisemarschall Alberto Gasbarri statt.

    Das Gesprächsangebot des Vatikans kommt überraschend. In der Vergangenheit schmähte Joseph Ratzinger die Entscheidung demokratisch gewählter Parlamente zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare noch als „Legalisierung des Bösen“. Die Pius-Brüder fürchten nun eine „sexualpolitische Wende“ und eine „päpstliche Diktatur des Relativismus“.


    Mehr Details unter:
    www.berlin.lsvd.de

    so die nachricht!
    Klärt hier mal einer auf, oder sind wir alle vom weihrauch benebelt..

    Anm. d. Red.: Guck mal aufs Datum, lieber Stromboli. Das war der Aprilscherz des LSVD...
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