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Kommentare zu:
Penetration eines 8-Jährigen


#1 BurgerBerlinProfil
  • 08.04.2011, 15:08hBerlin
  • Danke für den Hinweis auf die extrem verwerfliche Sichtweise der links-intellektuellen in den Siebzigern.
    Phädophilie ist grundsätzlich eine zu verurteilende Straftat an Kindern. Dies gilt für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Da muss auch eine entsprechende Kritik an der damals von vielen links-intellektuellen propagierten Freiheit erlaubt sein, bzw. sie darf nicht verschwiegen werden. Es ist letztendlich egal, ob sich ein „Links-intellektueller“, Lehrer oder ein Mitarbeiter einer Kirche sich an Kindern vergreift. Es gibt keine bessere oder schlechtere Phädophilie – es ist ist schlicht ekelhaft und Strafbar !!
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#2 Geert
  • 08.04.2011, 15:11h
  • Auf ein solches Buch haben die Kampf-Katholiken und Kampf-Evangelikalen in unserem Land geradezu gewartet! Damit lässt sich wunderbar aufzeigen -sozusagen schwarz auf weiss- wie schädlich und pervers Homosexualität ist!
    Mehr davon!
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#3 MinkAnonym
  • 08.04.2011, 15:22h

  • Es gibt keine Einvernehmlichkeit zw. einem 6Jährigen und einem Erwachsenen Sex zu haben. Missbrauch ist sex. Gewalt, ist Folter. Kinderpornografie ist zur Schau gestellte Folter! Diese Folter im Roman zu verklären leistet Kinderfolterern die irrige Rechtfertigung!!!
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#4 SejulenAnonym
  • 08.04.2011, 15:41h
  • Ja wenn der Anfangs wirklich 8 ist, das ist heftig. Aber trotzdem fällt wieder der unterschiedliche Umgang auf:

    Es ist zum kotzen das Lolita als Weltklasseliteratur gilt und niemanden interessiert das es sich um ein Kind handelt ( und mit 12 ist man auch noch ein Kind!) und das im Gegesatz dazu wenn es um einen Jungen geht das Thema viel empfindlicher bewertet wird.
    Mit dem Wort "frühreif" lässt sich viel entschuldigen, was hat vor allem die körperliche Frühreife mit der geistigen zutun? nix!
    Ich wette wenn Thomas Manns " Tod in Venedig"
    Sex zwischen dem Jungen ( der ähnlich alt ist wie das Mädchen in "Lolita") und dem Mann beinhaltet hätte, dann hätten sich die Leute wesentlich mehr empört und es wäre nie so berühmt geworden wie Lolita, wo es auch um Sex geht.
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#5 anonymusAnonym
#6 dummfugAnonym
  • 08.04.2011, 15:50h
  • Eigentlich bin ich der festen Überzeugung, dass immer dann, wenn 2 Menschen etwas gemeinschaftlich freiwillig tun, ohne andere Menschen oder sich selbst zu stören oder zu verletzten, es ganz allein ihre Sache ist, was sie tun.

    1) Ein 8jähriger kann meines Erachtens garantiert nicht völlig verstehen, was Sex genau ist und bedeutet. Ebensowenig wie ein Kindersoldat verstehen kann, was er mit der Waffe in der Hand tut (man Denke nur an den die letzten Monate des Volkssturms oder die Kindersoldaten in Afrika), kann ein Kind in dem Alter nicht erkennen, was eine sexuelle Zuwendung bedeutet und für Konsequenzen im späteren Leben nach sich zieht.
    2) Noch viel schlimmer: Dem Erwachsenen ist diese Tatsache aber vollständig bewusst, und er verdrängt sie oder verbrämt sie und handelt trotzdem so. Das ist zutiefst verachtenswert.
    Er befriedigt seine eigenen Bedürfnisse unter vollständiger Missachtung der Schäden, die er dem Kind zufügt. Das ist niemals Liebe, wer liebt, will nicht verletzen sondern mag viel lieber leiden.

    Darum brauchen Kinder Schutz. Natürlich sind die Grenzen fließend zwischen Jugendlichem und Mann aber die deutschen Regelungen sind mir lieber als die amerikanischen, wo jeder Staat sein eigenes Süppchen kocht und teilweise Eheschließungen schon ab 12 Jahren erlaubt sind.

    Bücher darf man weder verbrennen noch verbieten, mit Sicherheit aber darf man den Zugang erschweren. Es gibt viele Romane, in denen die Durchführung von Straftaten in allen Einzelheiten dargestellt werden und in denen Verbrechen falsch dargestellt werden oder verteidigt werden. Aber wenn ein literarisches Werk vom Inhalt so zweifelhaft ist, kann der künstlerische Wert niemals so hoch sein, das er zur Auszeichnung gereicht. Und in diesem Fall versucht der Autor wohl gar nicht erst, sich zusammen mit dem Leser zur Problematik auseinanderzusetzen, sondern glorifiziert anscheinend kommentarlos die Pädophilie.

    Vielleicht mag das die Diskussion anregen, aber es schadet. Es schadet misshandelten Kindern - nach dem Motto: Das ist doch nicht schlimm, es geschah aus Liebe. Es schadet sogar dem Täter, statt professioneller Hilfe gibt es nur Abscheu. Es ruft Phantasien wach und beflügelt vielleicht. Es gibt Gegnern Argumente und verhindert objektive Betrachtungen und heizt nur gefühlsgeladene Diskussionen auf. Und erst recht ist es wahrer Zündstoff für diejenigen, die noch nicht einmal zwischen Homosexualität und Pädophilie unterscheiden können.
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#7 MuhahaAnonym
  • 08.04.2011, 15:52h
  • Ein schwieriges Thema,trotzdem muss mal drüber gesprochen werden,einerseits kann sich ja kein Mensch aussuchen auf was er steht,anderseits kann und darf es keine ausgelebte Pädophilie geben,warum steht ja ausser Frage.
    Vielleicht sollte man damit anfangen die Begriffe "Pädophiler" und "Kinderschänder" zu unterscheiden.Denn ich denke mal dass nicht jeder Pädophiler Kinder vergewaltigt,und im Umkehrschluss dass nicht jeder Kinderschänder pädophil ist
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#8 ArthasAnonym
  • 08.04.2011, 16:19h
  • Ich werde diesen Verlag solange boykottieren bis er dieses ekelhafte Buch rausnimmt.
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#9 sortirAnonym
#10 joshiProfil
  • 08.04.2011, 16:37hBerlin
  • sowohl bei den bisherigen kommentaren als auch bei dem queer-artikel scheinen mir die autoren mehr darum bemüht zu sein umso eher dieses buch zu verurteilen, damit es auch ja nicht benutzt wird um den "normalen" schwulen zu schaden. das ist unser aller nicht würdig, finde ich.

    ich habe dieses buch nicht gelesen - kann also konkret dazu nichts sagen, allein sich damit in einem buch zu beschäftigen, finde ich mutig.
    bei geschätzt 30% der kinder, die die sexuellen Tätigkeiten Erwachsener in diesem Land mindestens einmal in ihrem Kindesleben ertragen müssen, bräuchte es wahrscheinlich mehr als ein buch um das zu verarbeiten. übrigens meistens heterosexuell, wenn man den kinderschutzorganisationen so zuhört.

    aber hier ist ja alles sofort tabuisiert. und das spiegelt sich auch hier wieder. ich bin gegen jede art von gewalt, gerade mit sexuellem part.
    unsere kinder werden vom babyalter an mit heterosexuellen inhalten konfrontiert und das bei leibe nicht gewaltlos, auch wenn dies meist psychische wunden sind. wo ist euer aufschrei bei 99% aller kinderbücher?
    und zudem nicht alle kinder müssen zwingend sexuell unzurechnungs- und handlungsfähig sein bis sie erwachsen sind, es mag selten sein und man muß den einzelfall dann sehr genau ansehen, aber die bestimmtheit mit der hier argumentiert wird geht mir zu weit. Kann es sein dass sich ein kind in einen erwachsenen verliebt? keine ahnung, aber ausschliessen und von vorneweg verurteilen? das hätten andere leute vor 30 jahren auch problemlos mit uns gemacht und tun es zum teil heute noch.
    kurz, klar es ist ein schwieriges thema, aber hier hätte ich der queer redaktion mehr vorsicht gewünscht. gerade minderheiten neigen aber wohl dazu gegen andere die am pranger stehen besonders ungnädig zu sein....
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#11 benAnonym
#12 daVinci6667
  • 08.04.2011, 16:49h

  • Ich frage mich wieso wird über dieses Buch hier überhaupt berichtet? Was hat das hier zu suchen?
    Ich bin schwul aber nicht pervers. Ich bin schwul aber nicht pädophil. Bin ich hier etwa im falschen Forum?
    Ausgelebte Pädophile ist eines der schwersten Verbrechen überhaupt und darf nicht verharmlost werden!
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#13 unwichtigAnonym
  • 08.04.2011, 16:55h
  • Pädophilie ist für alle Betroffenen unglaublich schwierig und kaum erträglich. Der Konflikt ist den meisten bewusst. Und so wie andere Menschen sich ihre Sexualität nicht aussuchen, so tut es diese Gruppe auch nicht. Anders als Homosexuelle haben sie aber keine Möglichkeit diese zu leben. Das ist schrecklich und ich wünsche keinem Menschen, seine Sexualität unterdrücken zu müssen. Ich dachte, dass Homosexuelle dies eigentlich verstehen müssten. Dass hier nun ausschließlich auf verächtliche und abwertende Weise über diese Menschen geredet wird macht mich nachdenklich.

    Beim angeführten Buch handelt es sich um einen Roman und der ist aus pädophiler Sicht geschrieben. Dies mag vielen nicht gefallen, aber es ist keine aktive Handlung bzw. ein Tatsachenbericht und das unterscheide ich.

    Wenn Pädophile keine Ventile für ihre Gefühle und "Triebe" haben, dann können sie zu einer realen Gefahr für Kinder werden. Das Buch ist eine Möglichkeit, aber eine legitime die ich aktiven Handlungen vorziehe. Problematische Inhalte gibt es in der Literatur viele.

    Pädophile brauchen Verständnis und Unterstützung um mit dieser schwierigen Anlage verantwortungsvoll umzugehen. Verachtung und Vorurteile helfen dabei wenig sondern treiben sie in eine gefährliche Isolation in denen die Gefahr, dass die Phantasien zur Realität werden stark zunimmt.

    Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor des Artikels auch diese Seite berücksichtigt. Ein Verbot erinnert mich sehr an Forderungen wie sie an Homosexuelle oft von Ablehnenden gestellt werden. Nur sollte es klar sein, dass Sexualität ein elementarer Bestandteil der Persönlichkeit ist und nicht einfach "unterdrückt" oder verboten werden kann.

    Pädophile stehen damit fast vollkommen allein da diese Anforderung zu leisten. Alternativlos.
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#14 SejulenAnonym
#15 schwulenaktivist
  • 08.04.2011, 17:18h
  • Ich finde es seltsam schräg, wie im Sexualbereich Gewalt kritisiert wird, während Gewalt an Kindern, die nicht mit Genitalien "begangen" wird, völlig übersehen wird. Diese bewuste Sexualisierungs-Empörung ist heuchlerisch. Wenn ich an den Film PIXOTE aus Brasilien erinnern darf, da wird überhaupt nichts moralisiert und es finden schwere Vergewaltigungen am Kinder darin statt. Und nicht nur in diesem Film! Auch im Drogenbereich hat keineR je Probleme gehabt. Man kann da auch nicht von Idealisierung von Kindern schwadronieren...
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#16 antifaschistaAnonym
#17 JoachimProfil
  • 08.04.2011, 17:32hhamburg
  • Angelo Algieri hat nichts verstanden, das ist sein persönliches Pech. Dass Queer.de, wo man den Verlag seit langem kennt, seinen Quatsch hier ungeprüft freistellt, ist ein Armutszeugnis. Und dass jede Menge Leute sich dazu äußern, ohne das Buch überhaupt nur gelesen zu haben, ist erschreckend. Die Abgründe der menschlichen Existenz zu erforschen ist seit Beginn der Literatur deren Zweck und Aufgabe, gemessen an Macbeth und Consorten ist der arme Jonathan ein Weisenknabe. Es geht hier um Literatur, nicht um Pädophilie, wer das nicht auseinanderhalten kann, sollte lieber keine Bücher lesen.
    Sauer: die Verlegerinmutter!
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#18 unwichtigAnonym
  • 08.04.2011, 17:32h
  • Antwort auf #15 von schwulenaktivist
  • Ich sehe es ähnlich. Besonders perfide ist, dass eigentlich nur Opfer sexuellen Missbrauchs eine Möglichkeit bekommen sich Gehör zu verschaffen oder gar "Entschädigungsleistungen". Opfer von körperlicher Gewalt müssen sich nicht selten anhören, dass ein "bisschen" Gewalt zu einer Erziehung auch dazu gehört. So erhalten in den Missbrauchsfällen der Katholischen Kirche auch vor allem Opfer sexuellen Missbrauchs Entschädigungsleistungen, währen der Rest eben nur ein paar "Watschn" bekommen hat. Und die sind eben in Ordnung.

    Meiner Ansicht nach wird Sexualität stark instrumentalisiert um angeblich negative Strömungen aus den 68ern zurück zu drehen. In diesen Kontext wird eben auch Homosexualität und Pädophilie eingeordnet. Das Ziel ist außer Heterosexualität Sexualität aus dem sichtbaren Bereich zu verdrängen.
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#19 MedAnonym
  • 08.04.2011, 18:34h
  • Antwort auf #17 von Joachim
  • Ich wusste gar nicht, dass bei Macbeth unschuldige Kinder ermordert werden oder Kinder durch seelische Grausamkeit verstümmelt werden...

    Pädophilie bedeutet IMMER: einem anderen Menschen, der die Situation nicht einschätzen kann, wird schwerer körperlicher und seelischer Schaden zugefügt. Ein Kind liebt - aber es liebt asexuell. Wenn ein Kind nähe sucht, dann sucht es Schutz und niemals Sex! Diese Idee "das Kind hat sich mir angeboten, wollte es..." ist die Idee des (zugegebenermaßen psychiatrisch kranken) Pädophilen.

    Hast Du mal solche Kinder erlebt? Junge Erwachsene, die sich selbst die Genitalien verstümmeln, sich selbst ritzen, schneiden bis sie bluten, damit sie etwas spüren?

    Sorry Joachim - ein solches Buch, das sich mit Pädophilie aus Tätersicht auseinandersetzt und dies unreflektiert und (wie im Artikel beschrieben) ohne Gewissenskonflikt tut ist eine Frechheit und ein Schlag in das Gesicht der Opfer von Kindesmissbrauch!

    Ein solches Buch ist absolutes no go - und ich werde den Teufel tun, und einem Verlag wie diesem Geld geben um meine Meinung zum Buch fundierter begründen zu können.

    Gut zu wissen, bei welchem Verlag ich NIEMALS ein Buch kaufen werde...
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#20 BurgerBerlinProfil
  • 08.04.2011, 18:51hBerlin
  • Antwort auf #16 von antifaschista
  • Bevor man billige Angriffe startet, sollte man sich vielleicht etwas besser mit der Thematik auseinandersetzen. Lässt sich übrigens wundervoll in den Archiven der taz (tageszeitung) recherchieren. Dieses Thema bestimmte lange Zeit sehr kontrovers die links-intellektuelle Szene und bis Mitte der 90iger Jahre die Grünen.
    Etwas Geschichtsbewusstsein bekommt auch manch ewig gestrigen Antifaschista ganz gut. Vor allem bei diesem sensiblen Thema.
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#21 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.04.2011, 19:15h
  • Werdne Volker Beck und Frau Erika Steinbach sich dieses Buch auch kaufen und lesen?
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#22 *Augenroll*Anonym
#23 salsaAnonym
  • 08.04.2011, 20:21h

  • queee.de

    wofür steht queer?

    für vielfallt inkl. pädophillie?

    immer wieder dieses thema hier.

    welches interesse steckt dahinter? ausser immer wieder homosexualität damit in verbindung zu bringen...

    wäre es der wunsch alles darzustellen, wo bleibt die regelmäßigkeit der berichterstattung über zb nekeophillie?

    aber is ja klar! frau steinbach sudelt grade verbal in diesem zusammenhang rum, queer.de liefert nach...ein schelm, der dabei böses denkt...

    und ja: der vielzitierte junghomo, der ja orientierung sucht und unterstützt werden soll. mit solchen scheiss homo/pädo assoziationsartikeln liefert ihr sicher keinem 16-jährigen halt!

    aber alle so yeah...
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#24 Gegen MissbrauchAnonym
  • 08.04.2011, 20:45h
  • Da ist sie wieder:

    Die extrem verlogene und nicht zielführende Mischung aus vorauseilendem Gehorsam und Heuchelei!

    Wie die Gesellschaft insgesamt, so scheinen auch nicht wenige Schwule immer nur dann "Missbrauch" zu schreien, wenn irgendwo ein (homo-) sexueller Akt mit im Spiel ist.

    Wer sich einbildet, dies sei der richtige Weg zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt, sollte seine Reflexe nochmal sehr kritisch hinterfragen.

    Heteronormativität und Heterosexismus sind die sehr viel weiter verbreiteten Formen sexueller Gewalt, zu denen man von der schwulen Community erstaunlicherweise kaum etwas hört. Dabei geht es hier um einen Missbrauch, der eigentlich fast alle Kinder und Jugendliche vom ersten Atemzug an betrifft. An der überwiegend kommerziell gesteuerten Zwangs(hetero!)sexualisierung schon von Kindern, die auf einen möglichst dumpfen und uniformen Konsumismus getrimmt werden sollen, scheint sich diese Gesellschaft ebenfalls sehr viel weniger zu stören.

    Dabei wäre doch gerade die Beseitigung dieser massiven sexuellen Gewalt der beste Weg, Kinder durch ein gestärktes (Selbst-) Bewusstsein auch im Sexuellen, durch eine Kultur der Offenheit und des Respekts vor der Vielfalt von kleinauf, vor Missbrauch welcher Form auch immer zu schützen. Dann darf es auch ruhig mal ein Buch geben, in dem ein pädophil veranlagter Mensch (sofern das in dem hier diskutierten Fall überhaupt zutrifft - niemand von uns hat das Buch bis jetzt gelesen) seine Geschichte erzählt! Das ermöglicht auch eine kritische, offene Diskussion im Gegensatz zum Totschweigen.

    Denn es ist völlig verfehlt, die Probleme des körperlichen Missbrauchs dadurch angehen zu wollen, dass man pädophil veranlagte Menschen weiterhin pauschal kriminalisiert und mit Kinderschändern gleichsetzt und überhaupt ihr Empfinden als Menschen konsequent ausblendet. Nein, der richtige und einzig wirkungsvolle Ansatz besteht gerade darin, diese Menschen und ihre Gefühle ernstzunehmen, sie nicht zu kriminalisieren, sondern dabei zu unterstützen, mit ihrer Veranlagung so umzugehen, dass es nicht zu sexuellem Missbrauch welcher Form auch immer kommt.
    Mal ganz abgesehen davon, dass viele Fälle von sexuellem Missbrauch gar nicht auf das Konto von Pädophilen, sondern von so genannten "Ersatztriebtätern", gehen.
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#25 SaskiaAnonym
  • 08.04.2011, 20:48h
  • Homosexualität halt nichts mit sexueller Gewalt zu tun und vorallem nicht mit Gewalt an Kindern.

    Ich arbeite als Therapeutin mit Missbrauchsopfern und weiß daher sehr gut, wie zerstört die Seele danach ist. Ebenso weiß ich eine Menge über Pädosexualität. Und wie gesagt, es gibt keinen Zusammenhang. Weder wissenschaftlich, noch emotional gesahen!

    Dass es manche gibt, die das meinen ist traurig, denn ich kämpfe seit Jahren gegen sexuelle Gewalt.
    Ich liebe als Frau Frauen und würde niemals irgendeinem Kind schaden!
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#26 joshiProfil
#27 herve64Profil
#28 Ilovelife
  • 09.04.2011, 02:17h
  • "Welches interesse steckt dahinter?"

    Bei Angelo Algiere sicher der Hinweis, dass die unreflektierte Lektüre des Buches zu einer Verklärung der Missbrauchs- Problematik führen kann. So gesehen völlig in Ordnung. Hinsichtlich eines so genannten "Zeit- und Emanzipationsdokuments" schreibt er sogar noch viel zu "nett"

    Böse Zungen könnten aber vielleicht auch was ganz anderes vermuten Z.B.: was bewegt eigentlich einen "schwulen" Nischenverlag, dem es in der ohnehin äußerst überschaubaren "LGBT- Verlagsszene" (ich nenn das mal so) schon seit Jahren nicht mehr gelingt, halbwegs namhafte Autoren im stetig schrumpfenden Sortiment zu platzieren? Da hilft auch die Vorankündigung eines Judith- Butler- Queer- Lectures- Heftchens nix!
    Ein Aufspringen auf den mittelmäßigen Bohlen-DSDS- Soap- Hype käme da wenigstens im finanziellen Sinne tausendmal besser und vor allem ehrlicher rüber als ein überarbeiteter Roman aus der Mottenkiste pädophiler Phantasien, gewürzt mit dem "Bedürfnis" eines Kindes, Sex mit einem Erwachsenen zu "wollen".

    Klar, Kinder sind sicher auch ganz scharf drauf, etwas über Gesellschaftskritik gegenüber einer autoritären und sexuell unfreien Gesellschaft zu erfahren. Schlimmstenfalls werden sie als "Dankeschön" für die neu gewonnenen Erkenntnisse dann auch noch penetriert. Gehts eigentlich noch verlogener???
    Kann glaub ich nur noch von der (ebenso aberwitzige) "Theorie" von der Pädophilie als "Sexualität ohne Opfer"getoppt werden, dann ist die Verhöhnung der missbrauchten Kinder perfekt!
    Dazu sollten vor allem Schwule nicht beitragen, wehren wir uns doch ständig dagegen, von der RKK mit den Kinderschändern in deren eigenen Reihen in einen Topf geworfen zu werden!
    Also wenn schon keine Homo-Gurke, dann mögen bitte sowohl Verlag als auch der "Übersetzer und Redigierende" den Verkaufserlös Projekten zugunsten missbrauchter Kinder spenden!
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#29 kinderrechte-adeAnonym
  • 09.04.2011, 04:16h
  • Natürlich ist Kindesmissbrauch abzulehnen- aber bitte auch die anderen Formen.
    "Saubermann" Til Schweiger (47) mit seiner Freundin Svenja Holtmann (24, Model:-), na ja, seine Sache, zerrt seine Tochter, den "Mini-Star" Emma (8) in die Medienwelt - und die stürzen sich begeistert darauf. Erst gerade wieder zu sehen bei RTL.

    Und RTL, da war doch was?

    RTL macht sich bei DSDS über den Jugendschutz lustig - aber spielt die Moralhure in seiner Nachrichtenshow, wenn Kinder von Erwachsenen "missbraucht" (meistens selbst "Familienväter") werden.
    Die Scheinheiligkeit ist zum Kotzen.
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#30 De_Gelderlander
  • 09.04.2011, 05:28h
  • Nun, mal abgesehen davon, das der Verlag eigentlich ein schwuler Verlag ist, hat Pädophilie NICHTS mit Homosexualität zu tun!

    Hier werden wieder Dinge zusammengeworfen, die NICHTS miteinander zu tun haben.

    So hat die rechte Journalie und rechte Blogs wieder was zum Hetzen - frei nach dem Motto, Schwule sind Kinderficker...

    Ich kann mich noch gut an das Theater erinnern, als der Film 'Der verlorene Soldat' bei Pro Fun erschien. Dieser Film befasst sich mit einer sehr ähnlichen Problematik.
    www.pro-fun.de/php/detail.php?film_id=38&release_id=16

    Fakt ist, das der größte Teil derer, die sich an Kinder ran machen, erwachsene, verheiratete Männer sind, die gut verdienen und selbst Familie haben, Frau und Kinder. Siehe Fall Mirco aus Grefrath.

    Der sehr viel größere Teil sexueller Gewalt kommt innerhalb der Familie vor!
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#31 FoXXXynessEhemaliges Profil
#32 herve64Profil
  • 09.04.2011, 10:23hMünchen
  • Ansonsten werde ich mich zu diesem Thema nicht äußern, bevor ich dieses Buch überhaupt gelesen habe. Wie denn auch: ich weiß ja nicht einmal, was genau darin steht, und an Vorverurteilungen werde ich mich nicht beteiligen.

    Nur soviel: warum mokiert man sich eigentlich darüber, dass ein Buch unkommentiert veröffentlicht wird? Sind die Leute denn nicht einmal mehr dazu in der Lage, sich selbst ein Bild zu machen geschweige denn selber nachzudenken, oder brauchen sie dazu auch schon ein "Kindermädchen"? Wenn ja, dann ist das schon ein sehr jämmerliches Bild unserer Gesellschaft allgemein.
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#33 MedAnonym
  • 09.04.2011, 10:49h
  • Antwort auf #24 von Gegen Missbrauch
  • Du willst doch nicht im ernst die gesellschaftliche Prägung zur Heterosexualität mit einem körperlichen, wiederholten, langjährigen sexuellen Missbrauch gleichstellen?

    Mich kotzt es auch an, dass man jedem Jungen erklärt, dass er später mal eine Frau heiratet - aber das spielt sich doch auf einer ganz anderen ebene ab!

    Wie viele der Straftaten nun wirklich auf "Ersatztriebtäter" zurück zu führen sind oder auf Pädophile - ich weiß es nicht, aber Du kannst ja mal eine entsprechende Statistik posten, die Deine Aussage untermauert - vorher zweifle ich diese These doch stark an.

    Klar muss sich die Gesellschaft mit Pädophilie auseinander setzen - und Pädophilie hat eine Menge von Zwischenstufen und bedeutet nicht automatisch körperlichen (sexuellen) Kontakt zu Kindern, sondern fängt mit Wünschen, Gedanken, Begehren usw. an - und viele Pädophile haben Ihre Neigung gut unter Kontrolle - weil sie sich mit Ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Etwas, das Jonathan im Buch NICHT tut, die Geschichte läuft so ab, dass sämtliche Handlungen vom Kind ausgehen und Jonathan nur "benutzt" wird um es vereinfacht auszudrücken - genau dieses ist aber die Sprache / Entschuldigung des Pädophilen, der "gar nicht wollte" sondern nur "mitgemacht" hat.

    So etwas hat meiner Meinung nach ohne ein kritisches Vorwort in der Literatur nichts zu suchen, denn es vernachlässigt den Blick auf die Opfer. Jeder der hier so für Kunstfreiheit, Toleranz und Verständnis wirbt empfehle ich mal, sich mit Opfern und derem jahrelangem Leiden ausseinander zu setzen und dann mal über Inhalte dieses Buches zu googlen (es gibt eine Menge darüber - wenn auch über die Ausgabe von 1978, aber inhaltlich hat sich ja wenig verändert)....
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#34 unwichtigAnonym
  • 09.04.2011, 10:51h
  • Antwort auf #25 von Saskia
  • Eine kleine Ergänzung und Anmerkung zu Deinem Beitrag:

    "Homosexualität halt nichts mit sexueller Gewalt zu tun und vorallem nicht mit Gewalt an Kindern."

    Diese Aussage ist genauso falsch oder richtig wie Heterosexualität oder Pädophilie haben nichts mit Gewalt gegen Kinder zu tun.

    Es handelt sich bei all diesen Präferenzformen erst einmal um eine "Anlage" die derjenige woher auch immer erhält. Entscheidend ist, wie derjenige damit umgeht bzw. welche Spielräume er zur Entfaltung hat. In dieser Hinsicht haben es Heterosexuelle am einfachsten und die Pädophilen mit Sicherheit am schwersten.

    Es bleiben Fragen im Umgang mit Partnerschaft, Sexualität, Anerkennung, etc. Wie sie sich bei jedem anderen Menschen auch stellen. Nur gibt es für Pädophile keine Lösung.

    Wer also tatsächlich etwas gegen Missbrauch tun möchte, der hilft ihnen dabei mit dieser Anlage verantwortungsvoll umzugehen. Hetero- und Homosexuelle lernen dies frühzeitig durch Aufklärung und durch "heran tasten" in der Pubertät. Pädophile hingegen?

    Pädophile lernen nur, dass ist verboten und Du wirst bis an Dein Lebensende auf der untersten Leiterstufe stehen und hart bestraft werden. Das ist bedrohlich und soll abschrecken, eine Lösung zum Umgang vor allem mit den Emotionen und den Trieben ist dies jedoch nicht. Ein Versagen der Betroffenen ist in vielerlei Hinsicht vorprogrammiert.

    Ich finde es erstaunlich, dass in diesem Land zwar für alles mögliche Therapieangebote und Selbsthilfegruppen existieren, aber die Therapiekosten für eine Behandlung von Pädophilen nicht von den Kassen bezahlt wird. Und das, obwohl es als Krankheit gelistet ist.
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#35 unwichtigAnonym
  • 09.04.2011, 12:31h
  • Antwort auf #33 von Med
  • Die Charite, die sich mit diesem Thema wissenschaftlich beschäftigt spricht davon, dass ca. 50% der begutachteten Pädosexuellen als pädophil einzustufen sind.

    Ansonsten gibt es kaum Zahlen, da Pädophile sich nicht offen zeigen können. Somit liegt kaum verlässliches Material vor.

    Nähere Informationen sind hier zu finden:

    kein-taeter-werden-ppd.charite.de/weitere_informationen/haeu
    fig_gestellte_fragen/#c52749


    "sondern fängt mit Wünschen, Gedanken, Begehren usw. an - und viele Pädophile haben Ihre Neigung gut unter Kontrolle - weil sie sich mit Ihrer Erkrankung auseinandersetzen. Etwas, das Jonathan im Buch NICHT tut ..."

    Dein Beitrag finde ich eigentlich differenziert, jedoch an dieser Stelle bin ich etwas erstaunt:

    Inwiefern kann man erwarten, dass Pädophile auch in ihren Phantasien - und es handelt sich hierbei ja um einen Roman - grundsätzllich auf die problematische Seite eingehen müssen?

    Wie ist es mit Krimis in denen über Straftaten geschrieben wird oder SM-Romane? Sollen diese auch grundsätzlich das dadurch "angerichtete" Leid thematisieren?

    Ich halte es für unmöglich und unmenschlich Menschen ihre Phantasien verbieten zu wollen. Und um mehr handelt es sich bei diesem Roman nicht.

    Darüber hinaus finde ich es problematisch jede Sichtweise eines Pädophilen mit dem Anstrich eines "normal" empfindenden Menschen versehen zu wollen. Und das mit Zwang und Unterdrückung.

    Ein Pädophiler empfindet körperlichen Kontakt bzw. Sexualität mit einem Kind anders und dies kommt im Buch deutlich zum Ausdruck. Zu erwarten, dass diese Emotionen nicht zu sein haben bzw. ausgedrückt werden dürfen, bedeutet die Menschen zu einer Gedankenkontrolle zu zwingen.
    Das kommt dann meiner Ansicht nach tatsächlich einem "Seelenmord" eines Pädophilen gleich. Mit welchem Recht?

    Und ich wage die nicht belegte These, dass durch solche Limitierungen mehr Opfer produziert werden und nicht weniger. Denn diese Anforderungen kann kein Mensch real leisten bzw. ertragen. Und wer nichts mehr zu verlieren hat, der akzeptiert auch keine Regeln mehr.

    In einem Menschen nur einen Täter bzw. ein Monster zu sehen halte ich für unseriös. Vor allem unabhängig davon, ob er auch tatsächlich ein Täter ist. Auch ein Pädophiler hat ein Recht auf eine Persönlichkeit und den Schutz seiner Person.

    Und zu erwähnen ist auch, dass ein Großteil der Pädophilen selbst massive Missbrauchserfahrungen erlebt hat, was die These in den Raum stellt, dass dies u.a. ein Auslöser für die "verzerrte" Wahrnehmung und vielleicht sogar der ganzen Pädophilie sein könnte. Insofern sollte auch der "Opferanteil" bei diesen Menschen berücksichtigt werden. Pädophile haben sich ihr Schicksal nicht ausgesucht. Sie sind bis zum Begehen einer Straftat noch nicht einmal Täter sondern ausschließlich Opfer.

    Die Verantwortung für seine "Anlage" liegt beim einzelnen Pädophilen. Er muss jedoch auch eine Möglichkeit haben überhaupt verantwortungsvoll leben zu können. Ansonsten bleibt nur der Weg, den auch viele Pädophile gehen, der Suizid.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#36 MarekAnonym
  • 09.04.2011, 12:35h
  • Ich kann mich der Kritik von queer.de nur anschließen.

    Hier wird Missbrauch an Kindern glorifiziert. Damit hat sich der Männerschwarm Verlag massiv geschadet und ist in meiner Gunst sehr gefallen.

    Und eh jetzt vielleicht jemand die Idee hat, was von Zensur zu blöken:
    freie Rede heißt nicht, dass man alles sagen darf. Man darf z.B. auch nicht zum Mord an Schwulen aufrufen. Und wenn so ein pädophiles Arschloch sich daran aufgeilt, seine kruden Theorien auch noch mit anderen zu teilen, muss man das nicht auch noch unterstützen.

    Fakt ist: meistens werden Kinder eh zu sowas gewungen. Aber selbst, wenn es angeblich einvernehmlich geschieht, ist die Zustimmung des Kindes nur aus Angst und Einschüchterung geboren. Kinder "ab 8" können gar nicht die Tragweite erkennen.

    Ich hoffe, dass dieses Buch wie Blei in den Regalen liegen bleibt und für den Männerschwarm ein Verlust wird. Aber wahrscheinlich werden sich Pädophile finden, die sich daran aufgeilen.

    Und damit ist der Männerschwarm Verlag dann endgültig zum Pädophilen Verlag geworden.
  • Antworten » | Direktlink »
#37 jojoAnonym
  • 09.04.2011, 13:14h
  • Antwort auf #35 von unwichtig
  • "Wie ist es mit Krimis in denen über Straftaten geschrieben wird oder SM-Romane? Sollen diese auch grundsätzlich das dadurch "angerichtete" Leid thematisieren?"

    vermutlich meinst du es nicht so, aber trotzdem zur klarstellung: SM richtet nicht per se schaden an wie ein verbrechen oder pädosexualität. ich kenne zwar einige bücher, in denen die grenze zu phantasien mit "echter" (also: in der fiktion echter) gewalt leider verschwimmt. oft aber wird auch in den romanen die reale gewalt von der inszenierten spielsituation deutlich getrennt, manchmal werden beide kontrastierend nebeneinandergestellt.

    in der SM-szene ist das bewusstsein für den unterschied zwischen realer gewalt und erotischer inszenierung in der regel sehr hoch, nach meiner unrepräsentativen persönlichen statistik sogar höher als bei den sexphantasien, pornos und vielleicht sogar in der sexuellen realität der "blümchensexler".

    gerade den sm-bereich würde ich hier also nicht besonders hervorheben wollen. nicht, dass es da überhaupt keine probleme mit "politisch unkorrekten" phantasien gäbe, aber ich glaube nicht, dass das problem in diesem bereich größer ist als anderswo auch.
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#38 unwichtigAnonym
  • 09.04.2011, 13:40h
  • Antwort auf #37 von jojo
  • Hallo jojo,

    ich gebe Dir recht und wollte den SM-Bereich auch nicht in negativer Weise hervorheben. Im Gegenteil.

    SM ist ein Spiel mit Phantasien und Grenzen. Viele Menschen haben damit Probleme und dennoch gibt es SM affine Menschen und sie können sich auch darstellen. Manchmal gibt es auch Überschreitungen mit fatalen Folgen.

    Es kann also beides sein gut oder schlecht, je nachdem wie es gelebt wird. Beim hier diskutierten Thema geht es darum, dass selbst "positive" Darstellungen eines schweren Themas nach Ansicht vieler zu unterbleiben haben. Es kommt meiner Ansicht nach einem Verbot von Phantasien bzw. deren Verbalisierung gleich. Es wird also gleichgesetzt mit einer tatsächlichen Handlung. Und eben diese Parallele zum SM-Thema wollte ich ansprechen.

    Darüber hinaus glaube ich auch, dass wenn SM-Menschen keine Spielräume hätten, es mehr reale Gewalt gäbe. Insofern finde ich zumindest das verbalisieren von Gedanken gut, auch wenn es manchmal schwer ist diese Konflikte auszuhalten.
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#39 non-medAnonym
  • 09.04.2011, 14:16h
  • Antwort auf #33 von Med
  • du weißt aber schon, wie viele jugendliche selbstmord begehen oder an der rand des selbstmords getrieben werden, nur weil sie von der sexuellen "norm" abweichen? überhaupt sind inzwischen 25% der kinder und jugendlichen sind psychisch oder psychosomatisch krank. wer spricht eigentlich über diesen missbrauch (der natürlich nicht nur auf das konto von heterosexistischer/-normativer gewalt geht, sondern auf den immer perverseren leistungsdruck in dieser gesellschaft auf allen ebenen), oder sind dessen folgen etwa weniger verheerend? erzieherischer missbrauch im allgemeinen?

    welchen beitrag leistet die community, wenn sie einen feldzug führt gegen ein buch, in dem lediglich das empfinden eines pädophil veranlagten menschen dargelegt wird? und warum eigentlich diese heuchlerische empörung, die bei den oben genannten, viel massiveren und weiter verbreiteten formen von gewalt kontinuierlich NICHT stattfindet? mehr als vorauseilender gehorsam vor den die pädo-keule schwingenden homo-hassern fällt mir da nicht ein!
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#40 jojoAnonym
#41 Gegen MissbrauchAnonym
  • 09.04.2011, 14:45h
  • Antwort auf #36 von Marek
  • "Kinder "ab 8" können gar nicht die Tragweite erkennen."

    Mal ganz grundsätzlich: Von welcher "Tragweite" sprichst du denn?

    Ich wehre mich gegen Diskurse, die Kindern die Fähigkeit absprechen, sich und andere auch sexuell zu entdecken und auszuprobieren.

    Da hatte ich selbst "ab 8" und sogar schon etwas früher durchaus meine ersten Erfahrungen. Und zwar mit etwa Gleichaltrigen!

    Deshalb sollte man vorsichtig sein mit Aussagen wie "können Tragweite nicht erkennen", denn in letzter Konsequenz müsste man Kindern dann jegliches sexuelle Ausprobieren selbst mit Gleichaltrigen verbieten, weil auch dort der eine dem anderen körperlich überlegen oder in seiner Entwicklung voraus sein kann.

    Und genau diese Tendenz lässt sich in der Gesellschaft ja beobachten, dass sofort "Missbrauch" geschrien oder konstruiert wird, wenn sich beispielsweise elfjährige Jungs im Zeltlager mal untereinander körperlich und sexuell entdecken und ausprobieren.
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#42 MuhahaAnonym
  • 09.04.2011, 16:43h
  • Fakt ist:
    Pädophilie wird nirgendswo toleriert,egal wie groß der soziale und gesetzliche Druck auf die Pädophile ist,es ändert nichts daran dass Kinder vergewaltigt werden
    Die meisten Missbrauchsfälle passieren meistens innerhalb der Familie,und auch vor heterosexuellen Menschen sind Kinder nicht immer sicher
    Niemand kann sich seine Sexualität aussuchen,wir Schwule,Transsexuelle und Lesben sollten das eigentlich wissen
    Dass wir Menschen nicht in der Lage sind über dass Thema zu sprechen (also ausserhalb des Internet und nicht anonym) zeigt doch schon dass da was falsch läuft,ich würde hier auch nicht meinen echten Namen reinsetzen wollen.
    Es ist schwierig für dieses Problem eine Lösung zu finden (falls es überhaupt eine gibt),aber wir werden nicht weiterkommen wenn wir weitermachen wie bisher
    Es ist grundsätzlich nicht fair alle Pädophile als Kinderschänder zu bezeichnen,es sind ja auch nicht alle Heteros die keine Frau abkriegen Vergewaltiger.Ich selbst hatte auch mal eine andere Meinung zu dem Thema,aber dann hab ich mir aber mal vorgestellt wie es ist pädophil zu sein,es muss die Hölle sein.
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#43 MarekAnonym
  • 09.04.2011, 16:51h
  • Antwort auf #41 von Gegen Missbrauch
  • Ich habe auch mit 8 schon Doktorspiele mit Klassenkameraden gemacht.

    Aber es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen Doktorspielen mit Gleichaltrigen und Sex mit Erwachsenen, die sich an einem "bedienen" (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Ich habe gar nichts gegen das sexuelle Entdecken von Kindern, nur das Ausnutzen des selbigen durch lüsterne Geistesgestörte.

    Aber wenn man für diese Meinung hier nur rote Punkte kassiert, sagt mir das genug aus.
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#44 LorenProfil
  • 09.04.2011, 16:53hGreifswald
  • Da ich das Buch nicht gelesen habe, fällt es mir schwer, mir ein Urteil über dessen neuerliche Veröffentlichung zu bilden. Ausgehend von der Kritik A. Algieris würde sicherlich einiges dafür sprechen, dieses Buch eher als kritische Neuausgabe auf den Markt zu bringen oder gar es ganz sein zu lassen. Andererseits hat m.E. die Kunst in einer Gesellschaft, die sich als freiheitlich bezeichnen möchte, so frei wie irgend möglich zu sein und auch Themen, die sehr kontrovers sind, aufzugreifen, selbst dann, wenn sie dies in einer Weise tut, die viele Menschen empört.
    Meine Bitte an queer.de: Vielleicht könnt Ihr ja eine alternative Rezension bzw. (oder ergänzend) ein Interview mit dem Verleger und Übersetzer J. Bartholomae veröffentlichen. Mich würde interessieren, warum es ihm so am Herzen lag, gerade dieses Buch momentan zu veröffentlichen, wie er es interpretiert, welche Autorenintention er sieht und ob er es für problematisch hält, wenn es in einem Verlag herauskommt, der sich m.W. auf lesbische und schwule Literatur spezialisiert hat.

    Fänd ich interessant und würde vielleicht meine Meinungsbildung erleichtern.

    P.S.
    Aus meiner Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen halte ich es für unabdingbar, diese in ihrer Persönlichkeit so zu stärken, dass sie lernen, auf sich selbst zu vertrauen, für sie gefährliche Situationen zu erkennen und sich gegen mögliche Übergriffe zu wehren bzw. sich Hilfe zu holen. Ebenso bedarf es eines personalen Umfeldes, das ungewohnte Verhaltensäußerungen wahrnimmt und auf sie sensibel reagiert, wobei auch scheinbar Undenkbares mitbedacht werden sollte (da die Täter im Falle sexuellen Missbrauch mehrheitlich aus der unmittelbaren personalen Umgebung kommen: Eltern, Verwandte, Nachbarn, pädagogische Fachkräfte, Trainer u.ä.).
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#45 daVinci6667
#46 PierreAnonym
  • 09.04.2011, 19:07h
  • Ein 8jähriger kann mit der praktzierten Sexualität (egal ob homo oder hetereo) nichts anfangen.
    Hier ist die Pubertät eindeutig als Start in diese Richtung zu sehen.
    Und eine freien, eigenständigen Willen mit akzeptablem Weitblick ist 8jährigen auch noch nicht gegeben.
    Jeder, der Sex mit Kindern (oder Jugendlichen) vor der Pubertät macht, setzt sich nicht nur der Stragverfolgung aus, sondern ist tatsächlich kriminell und rücksichtlos.
    Wie viele Kinderseelen werden hier geschändet.
    Die jetzige Altersgrenze von 16 ist sicherlich nicht immer gerechtfertigt.
    Aber man ist damit auf der sicheren Seite.
    Ein Verlag, der mit solchem Schund Geld verdienen will, ist für mich gestorben.
    Und das alles ist wieder einmal Kanonenfutter für Kreuz.net & Co.
  • Antworten » | Direktlink »
#47 unwichtigAnonym
  • 09.04.2011, 20:14h
  • Antwort auf #44 von Loren
  • Der Männerschwarm Buchladen und auch der entsprechende Verlag haben eine differenziertere Auffassung zum Thema Pädophilie. Seit eh und jeh führen sie Literatur zum Thema und es ist wichtig, weil auch "Päderasten" Schwule sind und es viele Parallelen zur Schwulenwelt gibt. Darüber hinaus gibt es Literatur zu diesem Thema in den meisten Schwulen Buchläden.

    Es ist ein Roman und kein Sachbuch zum Thema Missbrauch. Davon gibt es genug. Niemand ist gezwungen dieses Buch zu lesen. Wem es nicht gefällt, der kann es einfach im Laden stehen lassen.

    Meinungsfreiheit oder die Freiheit der Kunst ist manchmal auch problematisch und bedarf einer kritischen Auseinandersetzung und diese betreibt die Leserschaft oder im weiteren Sinne die Gesellschaft.

    Und auch wenn es schwer zu vermitteln ist, es gibt Menschen die sich mit dem Thema aus unterschiedlichen Richtungen Beschäftigen und Pädophile nicht nur als "Täter" sehen sondern auch ihre Perspektive verstehen wollen.

    Auch gibt es Menschen die ganz andere Meinungen zum Thema Sexualität und Kinder haben als der Mainstream. Und Toleranz - die ja besonders von Schwulen gefordert wird - heißt eben auch, diese Kontraste auszuhalten.
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#48 MedAnonym
  • 09.04.2011, 23:35h
  • Antwort auf #47 von unwichtig
  • Sorry - das ist ja wohl der größte Blödsinn, den ich je gelesen habe:

    "Päderasten" sind Schwule

    Schwule sind Männer die sich zu MÄNNERN hingezogen fühlen und nicht zu Kindern. Pädophile sind Menschen welche sich zu Menschen hingezogen fühlen, die sich vor der Pubertät befinden = Kinder!

    Und welche Parallelen zur Schwulenwelt gibt es bitte? Pädophilie ist eine als KRANKHAFT eingestufte Sexualpräferenz im Bereich der Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen. Versuche mal da was passendes im ICD-10 für die Homosexualität zu finden.

    Man kann es drehen und wenden wie man will: egal wie tolerant unsere Gesellschaft in Zukunft hoffentlich werden wird, sie wird hoffentlich NIEMALS Sex zwischen Erwachsenen und Kindern straffrei stellen, denn dies impliziert automatisch eine Missbrauchssituation. Genauso wie der Vergewaltiger sich einredet "die hat es doch gewollt" tut das ein Pädophiler (genauer Pädosexueller) auch.

    Jeder der hier versucht diesen Sachverhalt zu relativieren kann sich mal direkt mit Betroffenen auseinandersetzen - die Opferorganisationen sind bestimmt offen dafür.

    Apropos Kunstfreiheit: wenn das Kunstfreiheit ist, dann können wir auch gleich wieder Jud süß, Mein Kampf u.ä. unter diesem Deckmantel freigeben - schadet ja niemandem und ist ja schließlich Kunst. Schließlich macht diese Kunst auch nur Werbung für eine andere sichtweise auf die Welt und niemand würde ernsthaft daran zweifeln, dass solche "Kunst" verboten gehört.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#49 Kristian
  • 10.04.2011, 02:07h
  • Die Schwulen hier wären vor dreißig Jahren auch als Jungenficker beschimpft, kriminalisiert und als krank diagnostiziert worden. Warum also Mitglieder dieser Community sich jetzt dieser generellen und ziemlich feigen Totschlagargumentation gegen Pädophile anschließen, ist mir völlig unverständlich. Eine pädophile sexuelle Orientierung hat erstmal nix mit Krankheit zu tun und ist auch ansonsten kein Grund für Depressionen. Selbstbefriedigung ist erlaubt, Nähe und Zärtlichkeit mit Kindern zu erleben auch. Das Vergewaltigen von Kindern richtigerweise nicht. Wo ist also das Problem?
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#50 MedAnonym
  • 10.04.2011, 09:35h
  • Antwort auf #49 von Kristian
  • Damit zeigtst Du ein generelles Problem auf, da hier die Gesellschaft Homosexualität und Pädophilie nicht zu trennen vermag. Homosexualität wird ausschließlich in verunglimpfender Weise als "Jungenficker" bezeichnet. Selbst in der Zeit als Homosexualität noch als Krankheit geführt wurde, wurde diese definiert als "fehlgeleitete sexuelle Orientierung" zu Personen des gleichen Geschlechts. Von "Kinderfickern" war schon in der Wissenschaft damals nicht die Rede.

    Man hat aber inzwischen dazu gelernt und sexuelle Orientierungen untersucht und genau aus diesem Grund hat man diese wichtige Abgrenzung zwischen Homosexualität und Pädophilie gezogen.

    Eine pädophile Orientierung ist sehr wohl krankhaft - das "Ausüben" dieser Orientierung zu recht strafbar. Für die Psychiatrie ist nicht die Penetration alleine ein Zeichen der Pädophilie, auch das Suchen nach "Nähe und Zärtlichkeit" zur Befriedigung eines sexuellen Bedürfnisses ist EINDEUTIG pädophil und zu recht ein Alarmzeichen, warum sonst sollten sich verurteilte Pädophile von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche fernhalten? Strafbar ist im Übrigen deutlich mehr als die "Vergewaltigung" und das glücklicherweise zu recht!

    Anderes Beispiel: wenn sich ein erwachsener Mann in der U-Bahn an Frauen randrücken würde um sich daran sexuell aufzugeilen, hättest Du somit auch kein Problem, oder? Natürlich hätte jeder vernünftig denkende Mensch ein Problem damit, weil es nicht aus gleichen Gründen zur "Nähe" gekommen ist. Warum sollte dies bei Kindern anders sein?

    Vergesst nicht: in diesem Buch geht es nicht um einen 15 oder 16 jährigen Jugendlichen (auch wenn das nach heutiger Gesetzgebung für einen erwachsenen Mann strafbar wäre) - es geht um ein zu Beginn der Geschichte 8jähriges Kind!

    Toleranz hört da auf, wo es anderen körperlich oder seelisch schadet!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#51 unwichtigAnonym
  • 10.04.2011, 10:13h
  • Antwort auf #48 von Med
  • Päderasten sind Homosexuelle wenn Dir der Begriff besser gefällt. Das ständig eine Verbindung zwischen Pädophilie und Schwulen hergestellt wird kommt aus dieser Richtung. Eine Realität.

    Und die Parallele liegt vor allem in der Tabuisierung des Themas. Genau mit dem kruden Argumenten bzw. Unterstellungen haben auch Homosexuelle zu kämpfen.

    Stören tut mich an den hier teilweise vorhandenen Sichtweisen, die Nulltoleranz. Es ist unumstritten, dass der Schutz der Kinder höher bewertet werden muss. Das ist den meisten Pädophilen auch bewusst. Nichts desto trotz sind sie existent und müssen mit ihrer Anlage zu leben. In diesem Fall reden wir über ein Buch!

    Aus solchen Menschen wie Dir strömt nur Verachtung und Abwertung. Statt Solidarität und Empathie kommst Du - ich nehme an als Schwuler Mann - und stellst Dich als etwas besseres dar weil Du Schwul bist. Das finde ich in jeder Hinsicht primitiv und schockierend. Denselben Kram den Du von Dir gibst, kann man über Schwule in allen möglichen Medien lesen.

    Und Deine Argumente bzgl. der Einstufung von Pädophilie als Krankheit finde ich absurd, denn wir alle wissen, dass der größte Teil der Menschen aller Herren Länder dies durchaus auch anders sieht und entsprechend handelt. Der ICD ist in dieser Hinsicht also irrelevant, da auch Homosexualität dort mal anders gelistet wurde und evtl. auch mal wieder wird. Sich also aufzuspielen als eine Art überlegene "Gattung" ist absurd.

    Deine Bemerkung in Bezug auf die Opfer macht mich sprachlos, da Du damit automatisch jedem Pädophilen unterstellst, er wäre auch ein Täter. Das zeigt eigentlich nur, dass Du nicht weißt wovon Du redest.

    Auch Deine Ansicht in Richtung Kunst- und Meinungsfreiheit ist mehr als problematisch. Eine Parallele zur NS-Diktatur macht Dich noch unglaubwürdiger. Hier hat niemand dazu aufgerufen jemanden zu töten oder auch zu vergewaltigen, etc. Mit Sicherheit auch im Roman nicht.

    Du ziehst allen ernstes eine Verbindung zu einem menschenverachtenden Regime das Millionen Menschen getötet hat zu einem Roman eines Pädophilen in dem dieser über eine Beziehung zu einem Kind schreibt.

    Nur für Dich, der Roman und auch andere Pädophile Literatur ist nicht verboten. Deine Ansicht zur Meinungs- und Kunstfreiheit ist also Deine Meinung und nicht die gängige.

    In der Hinsicht glaube ich Dir auch, dass Du meinen Versuch das Thema differenziert zu betrachten als "Blödsinn" betrachtest.
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#52 daVinci6667
  • 10.04.2011, 12:44h
  • Was mich immens stört, ist der Versuch Homosexualität in die Nähe von Pädophilie zu rücken. Ich spüre das aus diversen Voten. Hier zwar mal ausnahmsweise nicht von der rechtskonservativen, religiösen Ecke. Diese Versuche können der schwul-lesbischen Emanzipation immer wieder grossen Schaden zufügen. Weshalb wollt ihr euch daran beteiligen? Ist es etwa Neid, da die Gesellschaft uns gegenüber etwas toleranter geworden ist, aber gegenüber Pädophilen nicht?
    Also ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in Zukunft eine tolerante vorurteilsfreie Gesellschaft, Pädophilie als eine sexuelle Orientierung akzeptiert wie Hetero- oder Homosexualität auch. Ebenso könnte sie von der ICD-10 genommen werden. Der grosse Unterschied ist, dass Pädophilie NIEMALS ausgelebt werden darf. Der Schutz der Kinder hat IMMER Vorrang. Ich hoffe wenigstens darin sind wir uns alle einig.
    Auch dieser „schwule“ Buchverlag rückt uns wieder mal in die Nähe der Pädophilie. Queer.de kritisiert zwar, macht aber zugleich Werbung für dieses Buch. Das ärgert mich. Es hätte hier nie vorgestellt werden sollen! Versteht mich nicht falsch, ich bin gegen Zensur, aber warum gerade hier es vorstellen?
    Ausserdem solche Bücher sind ein zweischneidiges Schwert. Man kann argumentieren, dass ein Pädophiler das Recht hat, sich auf sowas einen runterzuholen. Sehe ich auch so.
    ABER, auch jemand der sich massenweise Killergames reinzieht, kann damit Aggressionen abbauen. Es kann aber auch sein, dass er sich damit aufputscht und demnächst ein Massaker anrichtet. Deshalb, ich sage das ehrlich, wird mir sowohl bei Killergames, wie bei solchen Büchern jeweils angst und bange!
  • Antworten » | Direktlink »
#53 Jürgen FriedenbeAnonym
  • 10.04.2011, 13:12h
  • Die Diskussion scheint mir aus dem Ruder zu laufen, deshalb sei festgehalten:

    Das Wohl des Kindes, genauer: das Recht des Kindes auf Respektierung seiner noch in der Entwicklung befindlichen Persönlichkeit, hat allemal Vorrang vor der Verwirklichung pädophiler Wunschträume von Erwachsenen. Um das Kind vor Übergriffen der Erwachsenen zu schützen, hat der Gesetzgeber bestimmte Formen des Geschlechtsverkehrs verboten, und zwar unabhängig von der sexuellen Prägung der Straftäter. Bestraft wird zum Beispiel jeglicher Sex von Eltern mit ihren Kindern, Sex aus niedrigen Beweggründen oder Lustmord. Ob die Straftäter homo- oder heterosexuell sind, ist dabei unerheblich. Ob „Kinderschänder“ seelisch krank sind, lässt sich wohl nur im Einzelfall klären. Behandlungsbedürftig dürften die meisten sein. Aber dieselbe Gesellschaft, die einen wirksameren Kinder- und Jugendschutz fordert, scheut in der Regel die nicht unerheblichen Kosten. Und dies, obwohl Vorbeugung stets besser ist und billiger kommt als Abwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Achtung vor der Menschenwürde des Kindes - das ist das eine, Totschweigen oder Publik- machen das andere. Seit Menschengedenken haben sich Menschen mit dem Ungewöhnlichen, Absurden, Ekelhaften befasst, viel häufiger als mit dem, was zu ihrer Zeit als „normal“ galt. Warum sollte ein Thema, das nach Aufdecken der Missbrauchsfälle in Schulen, Internaten, kirchlichen Einrichtungen hierzulande die öffentliche Diskussion viele Monate lang beherrscht hat, plötzlich tabuiert werden? Warum soll ein Buch oder gar ein ganzer Verlag boykottiert werden, nur weil ein namhafter Autor in einem Roman die Gefühle und Gedanken eines Pädophilen nachzuzeichnen wagt? Es sei denn, er fordere seine Leser ausdrücklich dazu auf, ihre krankhafte Veranlagung auszuleben – aber das ist ja wohl nicht der Fall.

    „queer“ tat meines Erachtens gut daran. das umstrittene Buch zu besprechen – die lebhafte Diskussion der Leser beweist es. Allerdings sollte der Männerschwarm-Verlag eine von vielen Diskutanten vermisste kritische Würdigung – vielleicht in Form eines Faltblattes -nachliefern, um hiermit den zeitgeschichtlichen und aktuellen Zusammenhang zu verdeutlichen. und Fehldeutungen zu vermeiden.

    Jürgen Friedenberg, Mainz.
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#54 timoAnonym
#55 unwichtigAnonym
  • 10.04.2011, 13:26h
  • Antwort auf #52 von daVinci6667
  • Wieso der Versuch? Die Verbindung ist doch offensichtlich. Es geht in jedem Fall um gleichgeschlechtliche Beziehungen. Das ist erst einmal wertfrei. Genauso könnte man fragen, was haben Transsexuelle mit Homosexuellen zu tun?

    Inhaltlich kommt die Verbindung durch eine gemeinsame Geschichte, der Kampf um Emanzipation. Nicht umsonst sind Pädophilenorganistionen wie z.B. Nambla unter dem Dachverband der Homosexuellenorganisationen aufgeführt.

    In den 70er Jahren entwickelte sich ein grundlegend anderes Verständnis für Sexualität. In diesem Zuge wurde auch die Sexualität mit Kindern diskutiert. Heute ist die Sichtweise ein andere.

    Die Diskussion zwischen Steinbach und Volker Beck geht doch genau auf diesen Ursprung zurück.

    Interessant und bedenklich finde ich aber, dass jetzt eine Entsolidarisierung stattfindet, weil man die eigenen Ziele in Gefahr sieht. Wollen wir mal hoffen, dass dies in Zukunft nicht auch den Schwulen und Lesben passiert. Mal sehen, wer sich dann alles abwendet. Es ist ein bisschen wie der Versuch von islamischen Gläubigen den Islamismus von sich zu halten, weil man mit den "Bösen" nichts am Hut haben möchte. Es wird nicht gelingen.

    Ich würde es besser finden, sich damit auseinander zu setzen und dabei die Problematik nicht herunter zu spielen, aber denjenigen die mit dem Thema verantwortungsvoll umgehen die Solidarität nicht zu versagen und in gewisser Weise seine eigene Glaubwürdigkeit zu verspielen. Denn wie gesagt, die Kernproblematik ist bei beiden Gruppierungen gleich.
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#56 MedAnonym
  • 10.04.2011, 13:31h
  • Antwort auf #51 von unwichtig
  • Nein - ich verachte Pädophile nicht, die sich Ihrer Neigung bewusst sind und damit leben müssen, niemals ihrer sexuellen Orientierung entsprechend leben zu können. Ich verurteile die Verharmlosung von Pädophilie, wie sie in diesem Buch dargestellt wird - um mal wieder auf den Grund der Diskussion zu kommen. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Kinder suchen Nähe zu Erwachsenen aus einem anderen Grund als dies Pädophile gerne glauben wollen!

    Außerdem wusste ich gar nicht das es Länder gibt, die ein sexuelles Verhältnis von Erwachsenen und 8jährigen Kindern anders sehen. Du kannst mir ja mal gerne entsprechende Beispiele liefern, wenn es denn stimmt.

    Übrigens - nur weil Homosexualität nicht mehr im ICD 10 gelistet ist, heisst es nicht, dass es viele als "Krankheit" empfinden. Was ich damit klar machen will: die Wissenschaft ist sich EINIG darüber, was als krankhaft und was nicht als krankhaft einzustufen ist. Und warum ich die Opfer immer wieder erwähne, die tauchen bei den anderen ja gar nicht mehr auf - auch nicht bei Dir!

    Dieses Buch verhamlost eine sexuelle Beziehung eines erwachsenen Mannes mit einem Kind. Genauso wie z.B. in "Kunst" der NS-Zeit der "Umgang" mit anderen Rassen verhamlost wurde. Das war meine Parallele! Versuch mir also nicht zu unterstellen ich würde ein menschenverachtendes Regim mit einem Roman gleichzusetzen. Ich setze "Kunst" mit "Kunst" gleich - das ist ein riesen Unterschied! Die "Kunst" der "NS Zeit" forderte auch nicht direkt zum Vergewaltigen, Töten u.ä. auf. Sie lieferte "nur" die Basis über Dinge hinwegzusehen.

    Genau wie dieses Buch. Die Befürworter hier meinen wenn "alles vom Kind ausgeht" kann Pädophilie doch nicht böse sein. Dieses Credo suggeriert das Buch! Das ist es was mich stört!

    Was will man schon von einer bestimmten schwulen Subkultur erwarten, in der es geil ist, sich noch als "30 jähriger mit knabenhafter Figur" zu verkaufen...
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#57 timoAnonym
  • 10.04.2011, 14:08h
  • Antwort auf #56 von Med
  • p.s.
    egal ob jemand pädophil oder schwul oder hetero ist, man hat es sich nicht ausgesucht und die gleichsetzung pädophil gleich kinderficker ist das gleiche vorurteil als würde man sagen schwul gleich knabenverführer oder hetero gleich frauenvergewaltiger.

    ich finde es auch schade das sich homosexuelle, egal ob man jetzt auf viel jüngere, ältere, gleichaltrige, dünne, dicke usw steht, untereinander verkrachen. homosexuelle wollen sich und ihre neigung immer von irgendetwas distanzieren, das fällt auch in anderen artikeln auf das man nicht akzeptiert das der andere anders ist und andere vorlieben hat.
    wenn zb einer auf dicke "bären" steht muss zwanghaft distanziert werden das man ja selber auf schlanke junge männer steht und zu artikeln über teenboys kommt obligatorisch die distanzierung von irgendwelchen kommentatoren das sie mit so jungem gemüse nichts anfangen können.
    die distanzierung hätten wir gar nicht nötig wenn wir einfach mal aktzeptieren das jeder männertyp seinen eigenen reiz hat und es schwule gibt die nur auf einen bestimmten typus stehen was man akzeptieren sollte und auch schwule die verschiedene typen von männern anziehend finden können, was man ebenso akzeptieren muss.
    ich zb stehe auf männer in meinem alter, finde aber auch manche knaben im pubertären alter erotisch anziehend.
    macht mich das jetzt weniger schwul?
    finde ich nicht.
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#58 daVinci6667
  • 10.04.2011, 14:14h
  • Antwort auf #55 von unwichtig
  • Nun was Homosexualität und Pädophilie tatsächlich verbindet, war die gesellschaftliche Ächtung und damit auch ein Stück Emanzipationsgeschichte. Da hast du eindeutig recht.

    ABER: Wissenschaftlich gibt es keine Verbindung. Natürlich gibt es hetero- bi- und homosexuelle Pädophilie. Oder anders gesagt, Homosexualität hat genau so viel oder so wenig mit Pädophilie zu tun wie Heterosexualität.

    Dass es, wie du schreibst, in Deutschland eine Pädophilenorganistion unter dem Dachverband der Homosexuellenorganisationen gibt, ist ein grosser politischer Fehler, da man damit seinen Gegnern unnötigerweise eine grosse Angriffsfläche bietet, was weder Homosexuellen noch Pädophilen hilft!
    In anderen Ländern ist dem nicht so. Ob darin eine Ursache liegen könnte, weshalb Deutschland was GLBT-Rechte anbelangt, hinter vielen westlichen Ländern hinterherhinkt?
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#59 unwichtigAnonym
  • 10.04.2011, 14:35h
  • Antwort auf #58 von daVinci6667
  • Zur Ergänzung:

    Nambla ist bei den Amerikanern angesiedelt. Hier in Deutschland gibt es sie so weit ich weiß nicht mehr. Insofern ist es nicht wirklich relevant. Aber immerhin, die Amerikaner haben die Organisation nicht entfernt sondern zeigen sich solidarisch.

    Darüber hinaus ist die Abgrenzung so einfach nicht. Es wurde schon erwähnt, aber es gibt auch hier fließende Grenzen und viele Pädophile haben auch Beziehungen mit Schwulen. Insofern ist eine erfolgreiche Distanzierung auch nicht möglich. Ganz zu schweigen davon, dass das Thema von "Gegnern" instrumentalisiert wird und dieser Hinsicht die Realität so oder so keine Rolle spielt. Viele angeblichen Argumente sind Unterstellungen die jeder Grundlage entbehren. Sowohl im Bereich der Pädophilie als auch beim Thema Homosexualität.

    In Bezug auf das "hinterherhinken" glaube ich, dass ähnlich wie beim Thema Pädophilie vielen Menschen die Suppe überkocht und sie sich in Phantasien hinein steigern die zu einer generellen Ablehnung führen. Ich halte das für unklug da eine emotionalisierte Betrachtung einer Problemanalyse und Lösung im Wege steht.

    Her Trump sagte letztens zum Thema Homoehe in den USA. Er fühle sich bei dem Thema unwohl, deshalb könne er nicht ja dazu sagen.

    Mir ist daher wichtig die Ebenen wieder zu versachlichen und ein realistisches Bild herzustellen. Ansonsten kämpfen wir nur gegen Vorurteile und Emotionen, dass bedeutet dann irgendwann Rückschritt. Auch für Schwule und Lesben.
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#60 seb1983
  • 10.04.2011, 15:04h
  • Wenn es nicht so tragisch wäre, dann könnte man darüber lachen.
    Da erzählt man jeden Tag dass Schwulsein nichts, aber auch rein gar nichts mit Pädophilen zu tun hat, und bringt ein schwuler Buchverlag freudig einen Pädophilenroman als Wichsvorlage raus.

    Damit nicht genug, da regt man sicht auf wenn Pädophilie in Schulbüchern in einer Auflistung mit Homosexualität vorkommt, und hier wird das auch noch als "sexuelle Orientierung" bezeichnet mit der ich mich auch noch solidarisch zeigen soll???

    Bei Schwulen gibt es KEINE OPFER, ich schade niemandem, im Gegenteil!
    Für Pädphile gilt der Lehrsatz den die Kirche Schwulen mitgeben will: Nicht verurteilen, sondern Respekt und Mitleid haben, wenn sie es nicht ausleben. Wenn sie es tun gibt es ein klares Opfer und einen Täter.

    Pädophilen muss geholfen werden, sie müssen therapiert werden. Dazu trägt dieses Buch definitiv nicht bei, und weiter hat es nichts, aber auch gar nichts mir mir als Schwuler zu tun und ich schöme mich dafür dass ein schwuler Verlag so etwas wieder auflegt!

    Es wird gerne die Floskel in den Raum gestellt wenn wir Homosexualität erlauben, warum dann nicht auch alles andere wie Pädophilie, wo ist die Grenze? Für mich ganz klar dort wo ich anderen Menschen schade!
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#61 MuhahaAnonym
#62 marley
#63 seb1983
  • 10.04.2011, 16:07h
  • Antwort auf #62 von marley
  • Richtig, daher:
    Ein schwuler ist nicht automatisch ein Pädophiler, und ein Pädophiler nicht automatisch ein Kinderschänder.
    Weiterer gewichtiger Unterschied: Ein Schwuler kann seine Sexulität ohne Schaden anzurichten ausleben, ein Pädophiler nicht.

    Die Person im Roman hat diese Grenze überschritten, romantisiert die Tat gar noch, es wird insgesamt eine Vermischung und Verharmlosung von Homosexualität, Pädophilie und Missbrauch betrieben, die:
    - pädophil veranlagten Menschen kein Stück hilft mit ihrer Veranlagung umzugehen, im Gegenteil
    -falls es an die Öffentlichkeit gelangt in einem Zweizeiler der Bildzeitung fröhlich alles in einen Topf wirft und Schwulen enorm schaden kann

    Warum zum Teufel muss also ausgerechnet ein schwuler Verlag so etwas vebreiten?
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#64 DetlefAnonym
  • 10.04.2011, 16:59h
  • Hat eigentlich einer hier dieses Buch gelesen, über das ja wohl alle vortrefflich Bescheid wissen. Verharmlosung? Wichsvorlage? Ich glaube es nicht. So viel Ahnungslosigkeit und selbstgerechte Empörung ist schon phänomenal.

    Abgesehen davon, dass der Rezensent es wohl auf wenige "Stellen" hin gelesen hat und alles andere abtut, sind diese Stellen so ungeil wie kaum etwas anderes. In diesem Buch wird - wie in guter Literatur - nicht das Strafgesetzbuch verhandelt, sondern die Möglichkeiten, Hoffnungen und Abgründe des Lebens. In diesem Fall eher die Abgründe. Zwei Menschen zerbrechen an einer unmöglichen Liebe, die nicht unmöglich ist, weil sie verboten ist, sondern weil Jonathan und Serge immer wieder spüren, dass sie so ungleich sind, dass das, was sie voneinander wollen, so unterschiedlich ist, dass beide nicht das bekommen, was sie wollen, dass sie daran zugrunde gehen. Gibt es eine einzige Stelle in dem Buch, in dem Jonathan Serge geil findet? Eine Stelle, auf der sich jemand einen runter holen könnte? Nein.

    Die ganz wenigen Sexstellen werden eher scheu erzählt, diskret, und sie führen immer weiter in die Zerstörung. Schaut doch nur mal das Cover oben an: Ist das ein geiles Cover für ein geiles Buch, oder strahlt es die Verlorenheit, die Einsamkeit, die Verzweiflung aus, um die es in diesem Buch geht? Wenn ihr das Buch schon nicht lest, nehmt doch wenigstens mal den Titel zur Kenntnis: Der lautet nicht: "Wenn Jonathan geile Knaben fickt!". Der lautet "Als Jonathan starb." Die Geschichte geht ja schließlich nicht gut aus, sie endet nicht im geilen Fick. Nein, da wird nichts verharmlost. Über diese Behauptung kann man nur lachen, wenn man das Buch gelesen hat. Da werden zwei Individuen im Mikrokosmos ihrer Beziehung und in einem entfalteten gesellschaftlichen Kontext gezeigt. Der Maler(!), der Künstler Jonathan und das wilde Kind Serge, die beide aus der bürgerlichen Gesellschaft herausfallen, einer Gesellschaft, die in Gestalt von Eltern und Nachbarn deutlich präsent ist. Davon kein Wort in der Rezension, aber lesen will eben auch gelernt sein.

    Um das Buch geht es hier ja gar nicht!

    Wer über ein Buch diskutieren will, sollte es wenigstens mal in der Hand gehalten haben. So viel Zeit muss sein! Wer an einer Debatte über das Buch teilnehmen will, ist vielleicht bei dem Blog Schwule-Literatur.de besser aufgehoben als hier:
    www.schwule-literatur.de/335/paedo-und-verlegermut/
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#65 MedAnonym
  • 10.04.2011, 17:00h
  • Antwort auf #62 von marley
  • Um es ganz klar zu sagen: ausgelebte Pädophilie ist Kinderschändung! Genauso wie der Besitz und Konsum entsprechender Bilder, Videos u.ä. zu recht unter Strafe gestellt worden ist. Da im Buch eine (auch sexuelle) Beziehung zwischen einem Mann und einem Kind beschrieben wird, handelt das Buch von einem Kinderschänder.

    Wie man diversen Quellen im Netz entnehmen kann, werden die Vorgänge, die im Roman beschrieben werden, nur positiv beleuchtet.

    Nochmals: ich verwehre mich strikt dagegen, das Homosexualität und Pädophilie auf einer Stufe stehen. Nur weil sich nach den Ereignissen in der Christopher Street Pädophile an die homosexuelle Emanzipationsbewegung drangehängt haben, heisst das nicht, dass ich als homosexueller Mann automatisch dazu verpflichtet bin, dieser Form der "Persönlichkeitsstörung" solidarisch gegenüber stehen zu müssen.
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#66 marley
  • 10.04.2011, 17:01h
  • Antwort auf #63 von seb1983
  • Wer oder was hilft denn den Pädophilen mit ihrer Veranlagung umzugehen?Wir müssen diese Leute erstmal aus der Isolation holen,um überhaupt an sie zu appellieren.Warum ein schwuler Verlag so ein Buch veröffentlicht weis ich leider auch nicht,aber dass Kernproblem liegt woanders
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#67 schwulenaktivist
  • 10.04.2011, 17:25h
  • Ich darf mal zwischendurch auf einen Artikel von queer.de verweisen über das Buch von Sacha Sperling: ich dich auch nicht. Datum 14.3.11
    Darin geht es um jede Menge Drogen und Sex mit minderjährigen Mädchen. Kein Kommentar, keine Empörung.
    Meine Kritik an dem Buch
    www.arcados.ch/?p=445

    Die literarische Freiheit sollte allgemein so weit gehen, dass auch verbotene Handlungen dargestellt werden können. Sonst könnten viele Foren und Plattformen gleich jetzt zu machen!

    James Purdy hat sogar Nekrophilie thematisiert, das war in den 70ern...
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#68 unwichtigAnonym
  • 10.04.2011, 17:37h
  • Antwort auf #66 von marley
  • Ich sehe das ähnlich.

    Der beste Schutz der Kinder ist die Prävention. Das Gesetzbuch schützt die Kinder nicht wirklich, es greift erst nach der Tat.

    Und ein Ziel von Therapeuten ist Pädophile aus der Isolation heraus zu holen und ihnen auf der einen Seite die Problematik zu vermitteln, ihnen andererseits aber auch ihre legalen Spielräume zu vermitteln. Das Ziel ist klar, Kopfkino ja, aktiv handeln nein.

    Am schwersten für viele Pädophile ist die Perspektivlosigkeit die sie empfinden (totalverzicht auf Beziehung und Sexualität) und die Schwierigkeiten bei der Identitiätsfindung und beim Persönlichkeitsaufbau. Daher ist die Störung auch den Persönlichkeitsstörungen angegliedert. Diese kann nur aufgefangen werden durch tragende Kontakte und Gesprächsbereitschaft ohne Vorverurteilung.

    Im Moment passiert das Gegenteil.Kriminalisierung und Isolation. Das hilft den Kindern nicht wirklich.

    Ich kenne den Männerschwarm seit vielen Jahren und weiß, dass sie diese Dimension sehen und daher solche Bücher im Angebot haben. Unkritisch sind sie daher trotzdem nicht. Sie führen auch Bücher zum Thema Missbrauch und Vergewaltigung. Sie zeigen damit die unterschiedlichen Dimensionen des Themas. Und das finde ich wichtig und gut zur Meinungsbildung.
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#69 unwichtigAnonym
  • 10.04.2011, 17:42h
  • Antwort auf #67 von schwulenaktivist
  • Ich denke die ganze Zeit an die Figur Dexter. Den netten und gut aussehenden Serienkiller.

    Da sitzen Millionen Menschen gebannt vor dem Bildschirm und warten darauf, wie er "genüsslich" über seine Phantasien und Gedanken redet um diese dann bluttriefend umzusetzen.

    Das haut niemanden vom Hocker und keiner denkt, dass der Autor ein Serienmöder ist.
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#70 remixbeb
  • 10.04.2011, 21:42h
  • Antwort auf #56 von Med
  • danke!! wenigstens noch ein Kommentar, der es auf den Punkt bringt. Ich finde es erschreckend, wie hier über das Thema diskutiert wird. Es geht hier nicht um die "Solidarisierung" mit Pädosexuellen, sondern um die Kinder. Alle reden nur über die erwachsenen Männer und nicht über die "Opfer". Wahrscheinlich liegt es daran, dass niemand ein Missbrauchsopfer und dessen Leid wirklich kennt.. Auch bei ehemaligen Kindern, die das vermeintlich gerne und freiwillig gemacht haben.
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#71 marley
  • 10.04.2011, 23:16h
  • Antwort auf #70 von remixbeb
  • es geht nicht darum sich auf die seite von pädophilen zu schlagen,sondern darum eine bessere lösung zu finden,durch isolation der pädophilen können wir zb.auch nicht an sie appellieren eine therapie zu machen
    aber wenn du einen besseren vorschlag hast...nur zu
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#72 Kristian
  • 10.04.2011, 23:40h
  • Antwort auf #60 von seb1983
  • @seb1983:
    "Damit nicht genug, da regt man sicht auf wenn Pädophilie in Schulbüchern in einer Auflistung mit Homosexualität vorkommt, und hier wird das auch noch als "sexuelle Orientierung" bezeichnet mit der ich mich auch noch solidarisch zeigen soll??? Bei Schwulen gibt es KEINE OPFER, ich schade niemandem, im Gegenteil!"
    Ich schade auch niemandem durch meine sexuelle Orientierung, im Gegenteil. Ich bereichere punktuell das Leben von einigen Jungs durchaus. Das sollten dann aber solche Menschen wie du auch akzeptieren.

    "Für Pädphile gilt der Lehrsatz den die Kirche Schwulen mitgeben will: Nicht verurteilen, sondern Respekt und Mitleid haben, wenn sie es nicht ausleben."
    Dieser kirchengetriggerte Quatsch ist für Pädophile genauso fehl am Platz wie für Schwule. Ich habe jedenfalls dieses Mitleid nicht nötig, mir geht es gut mit meiner sexuellen Orientierung.

    @Med:
    "Nur weil sich nach den Ereignissen in der Christopher Street Pädophile an die homosexuelle Emanzipationsbewegun g drangehängt haben, heisst das nicht, dass ich als homosexueller Mann automatisch dazu verpflichtet bin, dieser Form der "Persönlichkeitsstör ung" solidarisch gegenüber stehen zu müssen."
    Auch wenns in den Kommentaren schon vorher geschrieben und ignoriert wurde, hat die sexuelle Orientierung der homosexuellen Pädophilie zumindest mehr mit der schwul-lesbischen Bewegung zu tun als die transsexuelle Persönlichkeitsstörung.
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#73 unwichtigAnonym
  • 11.04.2011, 10:03h
  • Antwort auf #70 von remixbeb
  • Vielleicht hilft es Dir ja Dir vorzustellen, dass Pädophile auch mal Kinder waren.

    Und fast ausschließlich auch Opfer. Pädophilie ist nur teilweise eine genetische Anlage (Körperpreferenz). Sie entwickelt sich nach derzeitigem Stand aus massivem Missbrauch/Misshandlung in der frühen Kindheit die dann in der Pubertät mit der eigenen Sexualität kollidiert. Deshalb gilt sie auch als Störung der Persönlichkeitsentwicklung.

    Auf Pädophilen unreflektiert herum zu hacken, bedeutet auch Opfern zu schaden und sie zu verhöhnen. Und solange Pädophile an sich arbeiten und ihre "Anlage" im Griff haben, solange sind sie sogar nur Opfer.

    Und nebenbei noch die Bemerkung, wer kennt denn hier von den "Gegnern" einen Pädophilen?

    Wenn Du meinst, dass die Leute hier über etwas reden wovon sie keine Ahnung haben, weil sie keine "Opfererfahrung" haben, dann frage ich mich ernsthaft wie Du Dir dann über Pädophile Deine Meinung bilden kannst.

    Da ich aber hier am eifrigsten die Seite der Pädophilen heraus arbeite sage ich Dir, dass ich durch 15 Jahre persönliche Missbrauchserfahrungen, viele Jahre Therapie und ein fachliches Studium nebst vielen Jahren Berufserfahrung mich für Kompetent halte darüber auch zu sprechen.

    Und zum Schluss. Ich hatte bei keinem derjenigen die sich hier differenziert äußern den Eindruck, dass sie sich auf die Seite der potentiellen "Täter" schlagen und dabei die Kinder aus den Augen verlieren. Aber ich glaube, dass als Schwule und Lesben hier einige wissen, wie übel es ist mit Vorurteilen, Emotionen bewertet und konfrontiert zu werden und hilflos und manchmal auch schutzlos da zu stehen.
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#74 ArthasAnonym
#75 unwichtigAnonym
  • 11.04.2011, 11:32h
  • Antwort auf #74 von Arthas
  • So undifferenziert finde ich das problematisch.

    Dasselbe kann man über Homosexuelle auch sagen. Ein Aufruf nach Opfern - Heteromänner die sich durch Homosexuelle traumatisiert fühlen - kannst Du auch Zuhauf auftreiben.

    Und das eine Opferorganisation schlimme Dinge erzählen kann, ist klar. Eine Beurteilung der Gesamtthematik daraus abzuleiten ist unseriös.

    Und das so eine Einseitige Betrachtung auch nach hinten losgehen kann hat gerade Wildwasser auch bewiesen.

    Siehe dazu:

    de.wikipedia.org/wiki/Wormser_Prozesse

    Die Leidtragenden dieser Aktion waren vor allem die Kinder, aber auch deren Eltern und Angehörige.
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#76 RalfAnonym
  • 11.04.2011, 12:11h
  • Antwort auf #74 von Arthas
  • Was hat man als Mann denn von einem Link des Vereins Wildwasser, der sich laut Eigenbeschreibung an "wendet sich vor allem an Mädchen und Frauen, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind, aber auch an Freunde und Angehörige." wendet?

    Es gibt schätzungsweise mehr Pädophile die auf Jungen orientiert sind als auf Mädchen, verschiedene Quellen gehen von einem Anteil homosexuell orientierter Pädophiler aus der leicht überwiegt bis hin zu über 80%.

    Das es sich bei vielen Opfervereinen mehr um Mädchen dreht liegt u.a. daran das diese Verbände vor allem feministisch orientiert sind und Jungen weniger gehör beim Thema Missbrauch finden, es spielt dabei auch eine Rolle das eher Frauen über sexuellen Missbrauch sprechen und Jungen sich doppelt schämen einen Missbrauch zuzugeben und Jungen nicht alles als Missbrauch wahrnehmen im Gegensatz zu Mädchen.
    Die Vereine interessieren sich auch zu wenig um von Frauen ausgegangenem Missbrauch an Kindern.

    Das wichtigste hierbei aber: Die meisten Täter an sexuellem Missbrauch sind nicht pädophil und ephebophil orientiert sondern Ersatzobjekttäter, was du mit deinen Links nicht berücksichtigst und zu unrecht pauschal die Pädophilen dafür verantwortlich machst.
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#77 unwichtigAnonym
  • 11.04.2011, 12:53h
  • Antwort auf #76 von Ralf
  • Der größte Teil sexueller Übergriffe auf Kinder findet im häuslichen Bereich statt. Oft als Ersatzhandlung und auch mit beiden Elternteilen. In den wenigsten Fällen sind dies Pädophile. Diese finden sich eher in Institutionen.

    Daher ist die Forderung "Weg mit dem Täter" auch mit Vorsicht zu betrachten. Das Kind verliert dann nämlich oft auch seine Bezugspersonen und nicht selten die ganze Familie. Das fügt oft mehr Schaden zu, als der Missbrauch an sich. Schon von daher müssen neue Wege gesucht werden mit dem Thema umzugehen.

    Darüber hinaus geht es in dem meisten Familien auch nur teilweise um sexuellen Missbrauch. Zumeist ist dieser an Misshandlung und Vernachlässigung gekoppelt. Kaum erwähnt - und vor allem eher eine Frauensache - ist der Seelische Missbrauch, der häufig Jungen trifft. Hierbei nimmt der Junge/Sohn die Rolle des fehlenden Partners ein. Nicht selten auch mit sexuellen Bezügen.

    Das Thema Frauen und Missbrauch ist jedoch so tabuisiert, dass es kaum möglich ist darüber öffentlich zu diskutieren. Stark motiviert durch Organisationen wie z.B. Wildwasser die sich vor allem auf Mädchen und Frauen konzentrieren.
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#78 puschelchenProfil
  • 11.04.2011, 18:43hirgendwo in nrw
  • Arthas schreibt am 11.04.2011, 10:52:21 Uhr:
    Antwort zu Kommentar #72
    Pädohpilie ist keine sexuelle Orientierung sondern eine (geistige) Krankheit, das kann dir jeder Pychologe bestätigen!

    Gut, dass das kein Psychologe jemals über Homosexualität gesagt hätte/immer noch sagt. Da fällt mir echt ein Stein vom Herzen. Dann kann ich ja guten Gewissens als Schwacher auf noch Schwächere einschlagen, damit ich mich ein klein wenig besser fühle.

    Ich habe nicht alle Kommentare gelesen, aber das meiste, was ich überflogen habe, bekomme ich auf anderen Foren leicht abgeändert um die Ohren gehauen, wenn ich mich als schwul oute.

    Und wo Du den Kristian gerade von der Seite anfurzt und Wildwasser-Erfahrungsberichte verlinkst, möchte ich dich darauf aufmerksam machen, dass er in keiner Weise von Sex gesprochen hat. Die schmutzigen Fantasien hast augenscheinlich Du.

    Ich grill mir jetzt ein paar Würstchen und nehme Tod in Venedig zum Anzünden. Das Buch ist nämlich voll ekelhaft pädo, und die Handlung ist krank. Tadzio ist potthässlich, und Thomas Mann ein Schwein.

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#79 MedAnonym
  • 11.04.2011, 19:49h
  • Antwort auf #77 von unwichtig
  • Das der Großteil der sexuellen Übergriffe im häuslichen Bereich stattfindet ist so falsch wiedergegeben, es handelt sich nicht um den häuslichen Bereich sondern das häusliche Umfeld! Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied. Seltener als die eigenen Eltern, werden Kinder oft von Verwandten oder Freunden der Eltern missbraucht, wenn es ein "eigenes" Elternteil ist, ist es oft der ein "eingeheirateter" Vater.

    Und mal im Ernst: Du willst mir wirklich weiss machen, dass es für die Kinder schlimmer ist, nicht mehr mit diesem "Vater" zusammen sein zu "dürfen" als der sexuelle Missbrauch?

    Mit dieser Aussage hast Du dich selbst disqualifiziert, denn dadurch wird der sexuelle Missbrauch relativiert!!! Missbrauchsopfer können sich nur dann emanzipieren (sich vom Täter losreissen) wenn zumindest eine räumliche Trennung vorausgeht!
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#80 MedAnonym
  • 11.04.2011, 19:54h
  • Antwort auf #72 von Kristian
  • Hallo Kristian,

    ich hoffe nur das "bereichern" empfindet Dein Gegenüber auch noch so - nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft. Egal was bereichern auch immer bedeuten mag.

    Warum mir Personen mit einer sexuellen Identitätsstörung näher sind als Pädophile? Das Ausleben Ihrer Neigung schadet keinem Dritten. Auch wenn Du es nur ungern hören magst: das Ausleben von Pädophilie schadet nachweislich einen Dritten - lebenslang.
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#81 unwichtigAnonym
  • 11.04.2011, 20:03h
  • Antwort auf #79 von Med
  • Lies Deinen Kommentar lieber noch einmal durch. Du versuchst zu verdrehen und es um zu interpretieren.

    Ob es nun das Häusliche Umfeld oder den Häuslichen Bereich handelt ist kleinkarierte Argumentation auf die man nicht näher eingehen muss.

    Aber zur Klarstellung. Ich relativiere keine Missbrauch. Und in der Praxis ist es in der Tat so, dass die Kinder wenn es möglich ist, auch Kontakt zum Vater halten können. Meist unter Beaufsichtigung. Es ist nämlich für die Kinder immer noch der Vater und wichtig für sie.

    Du musst meine Ansichten nicht akzeptieren, aber mich bewusst falsch zu interpretieren und in eine bestimmte Ecke zu drängen verbitte ich mir.
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#82 unwichtigAnonym
  • 11.04.2011, 20:46h
  • Antwort auf #80 von Med
  • Du unterstellst, dass Pädophilie nur heißt Sex mit Kindern zu haben. Dem ist nicht so.

    Es gibt viele Pädophile die Kinder mögen und auch Kontakte zu ihnen haben, aber keine sexuellen Aktivitäten durchführen. Das, genau wie das Schreiben einer Geschichte, das Malen eines Bildes, etc. ist eine Form des Auslebens. Und diese Form ist nicht schädlich. Auch sind solche Handlungen nicht automatisch illegal.

    Darüber hinaus haben Pädophile häufig auch Familie und durchaus auch Kinder. Auch das gehört zum "Ausleben" dazu und ist legitim.

    Und in sofern ist Deine Behauptung, "das Ausleben von Pädophilie schadet nachweislich ..." falsch.
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#83 MedAnonym
  • 11.04.2011, 20:52h
  • Antwort auf #81 von unwichtig
  • Da muss ich Dir jetzt widersprechen: ob häusliches Umfeld oder häuslicher Bereich ist ein großer Unterschied! Die Übergriffe von Dritten im häuslichen Umfeld ist um ein vielfaches Größer als im häusliche Bereich (dazu zähle ich nur die Kernfamilie: Vater, Mutter, Kind) - und deswegen ist diese Differenzierung notwendig! Auch der Begriff "häusliches Umfeld" spiegelt ein häufiges Problem für missbrauchte Kinder wider: Eltern glauben häufig nicht, dass der Nachbar, der eigene Bruder, der Klavierlehrer, der Hausarzt u.ä. zu einem Missbrauch fähig wären und bezichtigen das Kind der Lüge.

    Wenn Du aber so absolut in Deinem ursprünglichen Kommentar schreibst: "Daher ist die Forderung "Weg mit dem Täter" auch mit Vorsicht zu betrachten. Das Kind verliert dann nämlich oft auch seine Bezugspersonen und nicht selten die ganze Familie. Das fügt oft mehr Schaden zu, als der Missbrauch an sich. " halte ich dies für sehr gewagt - Kinder in einer Missbrauchsfamilie zu belassen ist geradezu fahrlässig. Und wer hier Missbrauch mit Verlust der Tätefamilie vergleicht, dass warst Du und nicht ich!
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#84 MedAnonym
  • 11.04.2011, 21:01h
  • Antwort auf #82 von unwichtig
  • Pädophilie bedeutet in erster Linie lt. ICD-10: "Sexuelle Präferenz für Kinder, Jungen oder Mädchen oder Kinder beiderlei Geschlechts, die sich meist in der Vorpubertät oder in einem frühen Stadium der Pubertät befinden."

    Wenn ich ausgelebte Pädophilie meine, geht es darum diese sexuelle Präferenz auszuleben = Sex mit KIndern - und dass dies für Kinder schädlich ist, stellst ja auch Du nicht in Frage.

    Liebevoller Umgang von Eltern mit ihren Kindern haben hoffentlich in den seltensten Fällen mit Pädophilie zu tun...
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#85 unwichtigAnonym
  • 11.04.2011, 21:26h
  • Antwort auf #83 von Med
  • Ich habe auch nicht behauptet, dass es unwichtig wäre. Es ändert aber an meiner Grundaussage nicht, dass - wie viele erwarten - Kinder von irgendwelchen Fremden in Einrichtungen missbraucht werden. Und diese Abgrenzung war von mir gemeint. Wenn es nicht so deutlich ankam in Ordnung, dann kann man nachfragen.

    Der Sachverhalt auf den Du hier eingehst, war nicht mein Gedanke sondern Deiner. Trenne das Bitte.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass es automatisch sinnvoll wäre, der "Täter" solle in der Familie bleiben wie Du jetzt wieder suggerierst. Darum die Formulierung "mit Vorsicht betrachten". Das heisst, es gilt zu überlegen welchen Auswirkungen die Reaktionen für das Kind haben könnten. Es kommt darauf an, was konkret vorgefallen ist und wie der Missbrauch ausgesehen hat.

    Und meine Kernaussage und vor allem Erfahrung ist, dass es für Kinder besonders wenn sie älter sind extrem traumatisierend sein kann, wenn die Familie zerrissen wurde. Die Kinder fühlen sich dann oft auch noch dafür verantwortlich. Und vor allem für ihre Zukunft würde ihnen etwas sehr wichtiges fehlen, nämlich ihre Wurzeln bzw. ihre Basis.

    Frag mal Heimkinder nach diesen Erfahrungen.

    Dieses Trauma gilt es zu vermeiden und daher wird genau abgewogen ob ein Kind aus einer Familie genommen wird oder wie insgesamt mit der Situation umgegangen wird.

    Und es ist kein Vergleich sondern ein abwägen einer Realsituation eines Kindes mit dem Versuch auch die zukünftige Entwicklung zu berücksichtigen.

    Nicht alle machen es sich so leicht wie Du mit Deinem einfachen Täter Opfer Verständnis.
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#86 Mal erwähntAnonym
  • 11.04.2011, 21:29h
  • Wovon im Gegensatz zum sexuellen Missbrauch kaum noch einer spricht, Tabuthema körperliche Misshandlung.

    "Jährlich werden alleine in Deutschland zwischen 150.000 und 180.000 Kinder körperlich misshandelt. Von denen, die wegen schwerer Verletzungen in Kinderkliniken aufgenommen werden, sterben 12-15 %, und knapp 40 % bleiben auf Dauer geschädigt, vor allem durch Hirnverletzungen und Hirnblutungen."

    verlag.hanshuber.com/vkat/einzeltitel.php?isbn=978-3-456-845
    43-2


    Die Täter sind meistens die eigenen Eltern.
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#87 unwichtigAnonym
  • 11.04.2011, 21:35h
  • Antwort auf #84 von Med
  • Ich denke nicht in Deinen Dimensionen. Ich bin kein Arzt und der ICD ist irrelevant für die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als auch mit pädophilen Männern.

    Es geht darum, dass diese Männer lernen müssen wie sie vor allem mit ihrer "falschen" Wahrnehmung der Kinder und gleichzeitig ihren Bedürfnissen klar kommen können ohne dabei missbräuchlich zu werden.

    Und ich teile Deine Meinung nicht, das Ausleben automatischen heißen soll, Sexuelle Aktivitäten. Das ist wie Homosexualität ist gleich Sex mit Männern. Es gehört mehr zu einem Pädophilen als nur Sexualität. Und trotzdem ist es Pädophilie.

    Wenn es nur um Sexualität geht, dann ist der Begriff Pädosexualität bzw. Pädosexueller treffender. So ist auch die fachliche Unterscheidung.
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#88 cartoon boyAnonym
#89 daVinci6667
  • 11.04.2011, 23:21h

  • Antwort an #83 Mal erwähnt
    Was willst du uns damit eigentlich sagen? Relativiert das für dich etwa in irgend einer Weise das grässliche Verbrechen ausgelebter Pädophilie?

    Ehrlich gesagt, ich finde es schockierend wie dieses Forum von euch Paedos richtiggehend unterwandert scheint! Schwule und Lesben haben zwar tatsächlich einen meist höheren Toleranzlevel. Zu glauben aber, nur weil wir selber diskriminiert wurden, wir könnten vielleicht sogar Verständnis für ein Ausleben von Pädophilie entwickeln ist ein gewaltiger Trugschluss!

    Queer.de möchte ich bitten, in Zukunft auf eine Präsentation solcher Bücher, auch wenn kritisch beleuchtet, zu verzichten. So wird ungewünschte Anziehungskraft entsprechenden Publikums vermieden! Schliesslich soll dies ein GLBT-Forum bleiben!
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#90 daVinci6667
#91 BeyborgAnonym
  • 12.04.2011, 02:23h
  • Ebenso schade wie öde, dass die allermeisten Kommentare hier -den zeitgeistigen Paradigmen gemäß- im Wesentlichen nur auf eine (Selbst-)vergewisserung hinauslaufen, dass Pädophilie eine ganz ekelhafte, schlimme Angelegenheit sei ... Der neue kategorische Imperativ des Kinderschutzes lautet heute offenbar: verdrängt (nämlich eure eigenen pädophilen Anteile), was das Zeug hält! Je affektiver, desto effektiver. Einer versteigt sich irgendwo sogar zu der Behauptung, Pädophilie sei "eine abscheuliche Straftat". Kompletter Unfug. Straftaten können allenfalls Missbrauchshandlungen sein, nicht aber Pädophilie (als sexuelle Ausrichtung) AN SICH. Wer vorsichtig die These anbietet, dass Pädophilie eine relativ häufige, im Grunde ziemlich unspektakuläre (Teil-)Veranlagung bei ausgesprochen vielen Menschen sei, macht sich schnell unlauterer Absichten verdächtig. Kratzt er damit doch an zwar ziemlich normalen Abwehraffekten, die jedoch einer offenen, neutralen Auseinandersetzung nicht eben dienlich sind. Und ja, das Buch hat günstigstenfalls Wert als (historisches) Referenzwerk. Dass die gegenwärtigen Dogmatik der Kinderschutzbeflissenen (hinsichtlich des Phänomens "Pädophilie") wesentlich besser sei als die der Pädo-Aktivisten der 70er/80er Jahre, bezweifle ich indessen doch einigermaßen. Wir haben es mit einer Entwicklung zu tun, die erst seit einigen wenigen Jahrzehnten einer öffentlichen Erörterung zugänglich ist. Derzeit sorgt "Pädophilie" (was das auch immer sei) fast nur für Empörung. Sie ist im öffentlichen Berwusstsein derzeit nicht nur durch und durch negativ konnotiert, sondern wird auch reflexartig mit Missbrauch, ja Vergewaltigung und Verbrechen assoziiert (das liegt zum einen daran, dass der Begriff "Pädophilie" als ursächlich für fast alles identifiziert wird, was irgendwie nach sexuellem Kindesmissbrauch aussieht. Das ganze hat etwas von Reaktion an sich. Man wird in gar nicht so ferner Zukunft anders und vermutlich auch besser damit umgehen als gegenwärtig z. B. viele sogenannten "Tätertherapeuten" oder "Missbrauchsexperten". Und natürlich auch anders als die (zu Recht) anachronistisch anmutenden Pädo-Aktivisten der 70er Jahre ... die Annahme bzw. Befürchtung, dass ein "Nachgeben" gegenüber "den Pädophilen" zu einem Backlash in die Epoche der Pädo-Verherrlichung führen würde, ist nicht nur naiv, sondern schlichtweg unbegründet.
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#92 jardindelanuit
  • 12.04.2011, 03:24h
  • Zu behaupten, dieses Forum wäre von Pädophilen unterwandert, nur weil sich einige klar für eine differenziertere Sichtweise ausprechen, finde ich lächerlich. Die Intolleranz vieler hier beweist mir, dass es auch in der LGBT Community kleinkarierte Ignoranten gibt.
    Ich kann den Beiträge von unwichtig nur zustimmen. Ich bin wirklich froh, dass es auch andere Menschen gibt, die ein bisschen weiter denken und nicht der Kinderschänder-Hysterie auf den Leim gehen.
    Und ganz abgesehen davon wie man nun zu Pädophilie steht, sollte es möglich sein diese Thematik im künstlerischen Rahmen zu bearbeiten. Mir scheint die, welche am lautesten aufschreien, sind diejenigen, die Fiktion nicht ausreichend von der Wirklichkeit trennen können.
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#93 jojoAnonym
  • 12.04.2011, 13:30h
  • ich habe mich aus dieser diskussion eher herausgehalten, weil mir irgendwie der einblick in diese problematik fehlt.

    ich möchte nur mal anmerken, dass es mich freut, hier viele doch sehr differenzierte und fachkundige kommentare von teilnehmern zu lesen, die sich noch dazu durch wirklich bewundernswerte sachlichkeit und deeskalation auszeichnen.

    hut ab! und weiter so!
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#94 JanaAnonym
  • 17.05.2011, 11:39h
  • Antwort auf #93 von jojo
  • Auch ich bin beeindruckt von den vielen kritischen und differenzierten Beiträgen hier (gerade weil ich beruflich und privat etwas Einblick in die Thematik habe)!

    Schön wäre es noch, wenn der eine oder andere einen kritische Rezension auf Amazon einstellen könnte, da sich dort bisher nur 5-Sterne Kommentare finden ...
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#95 nathschlaegerProfil
  • 08.07.2011, 10:39hWien
  • Antwort auf #1 von BurgerBerlin
  • So also hätten wir ideologisch geklärt, wie furchtbar verwerflich das alles ist, dass man am besten gar nicht darüber spricht, nicht schreibt, und wenn schon, dann bitte entrüstet und moralisierend.

    Was mich interessieren würde ist: Ist das Buch gut geschrieben? Ist es literarisch anspruchsvoll und interessant? Das scheint hier nämlich niemand sonst zu interessieren.

    Oder genügt es heute schon, wenn sich eine rezension darauf beschränkt, Zeter und Mordio zu schreien, weil sich einer erdreistet, unangenehme und verquere Themen zu bearbeiten?
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