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Kommentare zu:
Penetration eines 8-Jährigen


#91 BeyborgAnonym
  • 12.04.2011, 02:23h
  • Ebenso schade wie öde, dass die allermeisten Kommentare hier -den zeitgeistigen Paradigmen gemäß- im Wesentlichen nur auf eine (Selbst-)vergewisserung hinauslaufen, dass Pädophilie eine ganz ekelhafte, schlimme Angelegenheit sei ... Der neue kategorische Imperativ des Kinderschutzes lautet heute offenbar: verdrängt (nämlich eure eigenen pädophilen Anteile), was das Zeug hält! Je affektiver, desto effektiver. Einer versteigt sich irgendwo sogar zu der Behauptung, Pädophilie sei "eine abscheuliche Straftat". Kompletter Unfug. Straftaten können allenfalls Missbrauchshandlungen sein, nicht aber Pädophilie (als sexuelle Ausrichtung) AN SICH. Wer vorsichtig die These anbietet, dass Pädophilie eine relativ häufige, im Grunde ziemlich unspektakuläre (Teil-)Veranlagung bei ausgesprochen vielen Menschen sei, macht sich schnell unlauterer Absichten verdächtig. Kratzt er damit doch an zwar ziemlich normalen Abwehraffekten, die jedoch einer offenen, neutralen Auseinandersetzung nicht eben dienlich sind. Und ja, das Buch hat günstigstenfalls Wert als (historisches) Referenzwerk. Dass die gegenwärtigen Dogmatik der Kinderschutzbeflissenen (hinsichtlich des Phänomens "Pädophilie") wesentlich besser sei als die der Pädo-Aktivisten der 70er/80er Jahre, bezweifle ich indessen doch einigermaßen. Wir haben es mit einer Entwicklung zu tun, die erst seit einigen wenigen Jahrzehnten einer öffentlichen Erörterung zugänglich ist. Derzeit sorgt "Pädophilie" (was das auch immer sei) fast nur für Empörung. Sie ist im öffentlichen Berwusstsein derzeit nicht nur durch und durch negativ konnotiert, sondern wird auch reflexartig mit Missbrauch, ja Vergewaltigung und Verbrechen assoziiert (das liegt zum einen daran, dass der Begriff "Pädophilie" als ursächlich für fast alles identifiziert wird, was irgendwie nach sexuellem Kindesmissbrauch aussieht. Das ganze hat etwas von Reaktion an sich. Man wird in gar nicht so ferner Zukunft anders und vermutlich auch besser damit umgehen als gegenwärtig z. B. viele sogenannten "Tätertherapeuten" oder "Missbrauchsexperten". Und natürlich auch anders als die (zu Recht) anachronistisch anmutenden Pädo-Aktivisten der 70er Jahre ... die Annahme bzw. Befürchtung, dass ein "Nachgeben" gegenüber "den Pädophilen" zu einem Backlash in die Epoche der Pädo-Verherrlichung führen würde, ist nicht nur naiv, sondern schlichtweg unbegründet.
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#92 jardindelanuit
  • 12.04.2011, 03:24h
  • Zu behaupten, dieses Forum wäre von Pädophilen unterwandert, nur weil sich einige klar für eine differenziertere Sichtweise ausprechen, finde ich lächerlich. Die Intolleranz vieler hier beweist mir, dass es auch in der LGBT Community kleinkarierte Ignoranten gibt.
    Ich kann den Beiträge von unwichtig nur zustimmen. Ich bin wirklich froh, dass es auch andere Menschen gibt, die ein bisschen weiter denken und nicht der Kinderschänder-Hysterie auf den Leim gehen.
    Und ganz abgesehen davon wie man nun zu Pädophilie steht, sollte es möglich sein diese Thematik im künstlerischen Rahmen zu bearbeiten. Mir scheint die, welche am lautesten aufschreien, sind diejenigen, die Fiktion nicht ausreichend von der Wirklichkeit trennen können.
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#93 jojoAnonym
  • 12.04.2011, 13:30h
  • ich habe mich aus dieser diskussion eher herausgehalten, weil mir irgendwie der einblick in diese problematik fehlt.

    ich möchte nur mal anmerken, dass es mich freut, hier viele doch sehr differenzierte und fachkundige kommentare von teilnehmern zu lesen, die sich noch dazu durch wirklich bewundernswerte sachlichkeit und deeskalation auszeichnen.

    hut ab! und weiter so!
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#94 JanaAnonym
  • 17.05.2011, 11:39h
  • Antwort auf #93 von jojo
  • Auch ich bin beeindruckt von den vielen kritischen und differenzierten Beiträgen hier (gerade weil ich beruflich und privat etwas Einblick in die Thematik habe)!

    Schön wäre es noch, wenn der eine oder andere einen kritische Rezension auf Amazon einstellen könnte, da sich dort bisher nur 5-Sterne Kommentare finden ...
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#95 nathschlaegerProfil
  • 08.07.2011, 10:39hWien
  • Antwort auf #1 von BurgerBerlin
  • So also hätten wir ideologisch geklärt, wie furchtbar verwerflich das alles ist, dass man am besten gar nicht darüber spricht, nicht schreibt, und wenn schon, dann bitte entrüstet und moralisierend.

    Was mich interessieren würde ist: Ist das Buch gut geschrieben? Ist es literarisch anspruchsvoll und interessant? Das scheint hier nämlich niemand sonst zu interessieren.

    Oder genügt es heute schon, wenn sich eine rezension darauf beschränkt, Zeter und Mordio zu schreien, weil sich einer erdreistet, unangenehme und verquere Themen zu bearbeiten?
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