Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14017

Malcolm X gilt in der schwarzen Community als echter Mann - das Outing stößt dort auf Widerstand (Bild: Wiki Commons / Ed Ford / PD)

Der umstrittene US-Bürgerrechtler Malcolm X soll auch Sex mit Männern gehabt haben, zum Spaß und gegen Bezahlung, heißt es in einer neuen Biografie.

Das rund 600 Seiten zählende Buch "Malcolm X: A Life of Reinvention" wurde verfasst von Professor Manning Marable, der an der Columbia University das Institut für afroamerikanische Studien geleitet hat. Der Autor ist kurz vor Veröffentlichung der Biografie am 1. April nach einer Lungentransplantation gestorben. Er hatte mehrere erst kürzlich freigegebene Unterlagen von CIA, FBI und anderen Organisationen ausgewertet.

Zu den umstrittensten Themen des Buches gehört eine angebliche Affäre des "Nation of Islam"-Sprechers mit einem weißen Geschäftsmann. In jungen Jahren soll er sich neben Drogengeschäften auch als Stricher über Wasser gehalten haben. Zwei Töchter von Malcolm X, Ilyasah und Malaak Shabazz, haben in einem AP-Interview die Aussagen über die Bisexualität ihres Vaters bereits empört zurückgewiesen.

Der 1965 im Alter von 39 Jahren ermordete Malcolm X gehört zu den Idolen der schwarzen Widerstandsbewegung, ist aber wegen seiner radikalen Ansichten umstritten. Seine Anhänger hätten mit einem Vorbild, das gleichgeschlechtlichen Sex praktiziert hat, jedoch Probleme, wie die "Huffington Post" schreibt: "Als Held der Popkultur für schwarze Männer seiner Generation und Repräsentant der Männlichkeit sowohl von Amerikas Bürgerrechts- als auch von der Black-Power-Bewegung wäre ein schwuler Malcolm X in der afroamerikanischen Community schwer zu akzeptieren - wenn überhaupt."

Bereits zuvor hatte es Hinweise auf die Bisexualität des schwarzen Aktivisten gegeben. So protestierten bereits 1991 Nation-of-Islam-Anhänger gegen das Buch "Malcolm: The Life of a Man Who Changed Black America" von Bruce Perry. Darin werden mehrere gleichgeschlechtliche Erlebnisse geschildert. So habe ein Schulfreund davon berichtet, wie Malcolm als Jugendlicher einem Nachbarn beim Onanieren zusah - und ihn später zum Oralsex überredete. Außerdem soll Malcolm nach seiner Schulzeit im New Yorker YMCA-Gebäude sexuelle Dienstleistungen an Männern geleistet haben - gegen Bargeld.

Malcolm X ist 1925 als Malcolm Little in Nebraska geboren worden. Er verbrachte mehrere Jahre hinter Gittern und trat 1952 nach seiner Entlassung der "Nation of Islam" bei, die den muslimischen Glauben mit einer radikalen afroamerikanischen Separatismusbewegung verbindet. 1965 wurde er in New York City ermordet. In seinem Buch geht Marable davon aus, dass die städtische Polizei und das FBI von den Attentatsplänen gegen Malcolm X gewusst habe, aber nichts dagegen unternahm. (dk)



#1 anonymusAnonym
#2 hwAnonym
  • 08.04.2011, 15:53h
  • Von Marc Pitzke,
    SPIEGEL ONLINE:

    "Malcolm ohne Maske

    ....Fest steht: Malcolm X hatte Charisma, er konnte brilliant, charmant und mitreißend sein. Hinter dieser Maske steckte aber nach Marables Recherchen eine gequälte Person: Politisch agierte er nicht immer klug, privat sei er schwierig gewesen - von Selbstzweifeln über seine öffentlich so vehement vertretene militante Linie zerfressen, frauenfeindlich und sexuell zeitweise verwirrt..."

    m.spiegel.de/einestages/a-22548.html
  • Antworten » | Direktlink »
#3 reframingAnonym
  • 08.04.2011, 16:42h
  • Da freut sich Peter Tatchell. Immer was los. Letztens Gandhi, nun Malcolm X....

    "My key political inspirations are Mohandas Gandhi, Sylvia Pankhurst, Martin Luther King and, to some extent, Malcolm X and Rosa Luxemburg. I’ve adapted many of their ideas and methods to the contemporary struggle for human rights – and invented a few of my own."

    www.petertatchell.net/about/doctorate-acceptance-speech.htm

    Rosa Luxemburg war ein Mann ?
    M.L. King 'ne Transe ?
    Pankhurst frigide Stalinistin ?

    Ein Fall für Beck:

    Wer ist Peter Tatchell wirklich ?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.04.2011, 19:16h
  • Beim Sex darf der Spaß ja auch nicht viel zu kurz kommen, wäre ja auch langweilig!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 XDAAnonym
  • 11.04.2011, 02:14h
  • komisch, selbst damals standen schon die radikalität und der islam an einer seite ...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 hwAnonym
  • 11.04.2011, 10:48h
  • Antwort auf #5 von XDA
  • Die Radikalität in Amerika hat eine lange Geschichte.
    Auf folgende US-amerikanischen Präsidenten wurde Attentate verübt:

    Abraham Lincoln
    James A. Garfield
    William McKinley
    Theodore Roosevelt
    Harry S. Truman
    John F. Kennedy

    Auch dieses Ereignis war in seiner Radikalität für die USA erst- und einmalig:

    de.wikipedia.org/wiki/Bombenanschlag_auf_das_Murrah_Federal_
    Building_in_Oklahoma_City


    Auf den ersten Blick komisch ist eine Radikalität auf dem amerikanischen Kontinent,
    die sich auf den Islam beruft.
    Was das wohl für Ursachen hat?

    Erstaunlich, da bei dem multireligiösen kolonialen Dreieckshandel, Stoffe von Europa nach Afrika, umgetauscht in Sklaven für Amerika und die Karibik, dort für Rohstoffe wie Baumwolle und Zucker verkauft - mit Profit für Europa, arabische Moslems, neben animistischen afrikanischen Potentaten, die Hauptsklavenjager auf schwarze Afrikaner waren.
  • Antworten » | Direktlink »