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Dr. House aus der TV-Serie empfiehlt: Regelmäßige Einnahme minimiert das Resistenz-Risiko (Bild: FOX)

Müssen sich Menschen mit HIV Sorgen machen, dass ihre Therapie wegen Resistenzen bald versagt?

Von Carsten Weidemann

Die Deutsche Presse-Agentur schlug Alarm: "Experten sehen die Gefahr, dass der Aids-Erreger HIV resistent gegen bisher erfolgreich angewendete Medikamente werden könnte", hieß es in einer Meldung, die anlässlich des Weltgesundheitstages in der vergangenen Woche verschickt und von diversen Medien aufgegriffen worden ist. Drohen etwa neue Gefahren, wie es die dpa-Meldung suggeriert?

Der Weltgesundheitstag stand unter dem Motto "Antibiotikaresistenzen verhüten und bekämpfen". Mit ihrer Kampagne will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung von Malaria, Tuberkulose, und HIV/Aids für weitere Generationen erhalten. Anlass dafür sind die in den letzten Jahrzehnten weltweit zunehmenden Resistenzentwicklungen von Krankheitserregern gegen bis heute erfolgreich eingesetzte Medikamente. Das betrifft vor allem Antibiotika. Doch die in Köln sitzende Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betonte in einer Stellungnahme: "Auch das HI-Virus kann bei unzureichend gesteuerter antiretroviraler Therapie Resistenzen entwickeln. Solche resistenten Erreger können dann auf andere Menschen übertragen werden", sagt BZgA-Sprecherin Marita Völker-Albert.

Gefahr in Deutschland bislang relativ gering

Für Mediziner und Betroffene ist dies alles ein alter Hut. Dass sich Resistenzen im Laufe der Zeit bei fast allen Menschen bilden, ist lange bekannt. "HIV-Medikamente funktionieren nur dann optimal, wenn sich eine ausreichende Menge ihrer Wirkstoffe im Körper befindet", heißt es auf der Website der Deutschen Aids-Hilfe (DAH). Manchmal sei das aber nicht der Fall. Wenn man häufiger vergisst, die Medikamente einzunehmen oder sie in der Leber schneller als üblich abgebaut werden, steigt das Risiko, dass sich die Viren wieder vermehren und dabei Exemplare entstehen, die gegen die Wirkstoffe widerstandsfähig (resistent) sind. Durch regelmäßige Blutkontrollen hat der behandelnde Arzt dies normalerweise im Blick.

Die Vermeidung von Resistenzen steht für HIV-Patienten ganz oben auf der Prioritätenliste. Wenn nach jahrelanger Einnahme einer bestimmten Medizin die Viruslast wieder ansteigt, ist noch lange nicht das Ende der HIV-Therapie erreicht. Die DAH beruhigt: "Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Medikamenten gegen HIV, aus der sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Deswegen ist es normalerweise möglich, auf andere Medikamente auszuweichen." Auch BZgA-Sprecherin Marita Völker-Albert räumt ein: "Bislang ist diese Gefahr in Deutschland relativ gering, da HIV-Kompetenzzentren und Schwerpunktpraxen die HIV-Therapie nach besten wissenschaftlich abgesicherten Standards durchführen." Weltweit jedoch sei diese hohe Qualität der HIV-Therapie nicht überall gewährleistet.



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#1 XDAAnonym
#2 KonstantinEhemaliges Profil
  • 11.04.2011, 06:57h
  • Wie schon im Artikel gesagt wurde: Resistenzen sind nichts Neues. Was soll also die boulevardeske Panik-Headline?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.04.2011, 10:05h
  • Das AIDS-Virus stellt die Mediziner und natürlich die Pharmaindustrie immer wieder vor neuen Herausforderungen und deshalb ist Gründlichkeit und Eile geboten.
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#4 XDAAnonym
#5 MedAnonym
  • 11.04.2011, 19:58h
  • Natürlich stellen Resistenzen ein Problem dar, aber es gibt ja genügend Kombinationen, die man noch bei einer Resistenz heranziehen kann.

    Tatsache bleibt aber: häufig sind die Resistenzen "hausgemacht", soll heißen: unregelmäßige Medikamenteneinnahme.

    Ein weiterer Grund: Mischinfektionen mit verschiedenen HIV Typen (und unterschiedlichen Resistenzen), denn ist man erst mal HIV+ poppen viele Infizierte erst recht ohne Gummi...
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#6 RodAnonym
  • 12.04.2011, 14:17h
  • Kann man vom Blasen lassen auch HIV kriegen?
    Alle sagen ja nicht, aber besteht nicht doch ein Risiko. Ich wasche ihn mir danach auch mit leichter Wasserstoffperoxid Lösung, hatte ich irgenwo mal gelesen.
    Warum schlucken manch meiner Bläser?, ist ihnen das egal? denken die dass man auch durch schlucken nicht infiziert wir oder sind schon positiv?
    Alleine schon der Gedanke, dass mich vielleicht ein pos. geblasen hat, macht mir Angst
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#7 jojoAnonym
  • 12.04.2011, 14:46h
  • Antwort auf #6 von Rod
  • ich würde dir empfehlen, deine fragen (vielleicht hast du ja noch andere fragen, die du mal klären möchtest) bei der aidshilfe-telefonberatung zu stellen, die wissen am besten bescheid und du kannst dich darauf verlassen, dass die antworten wirklich stimmen. du musst da nicht mal deinen namen nennen, wenn du nicht möchtest.

    du erreichst sie unter der bundesweit einheitlichen nummer 0180 33 19411 (maximal 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent/Min. aus den deutschen Mobilfunknetzen), montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 bis 14 Uhr.
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#8 jojoAnonym
  • 12.04.2011, 14:50h
  • Antwort auf #6 von Rod
  • oder wende dich an die online-beratung unter www.aidshilfe-beratung.de

    ich schreibe das nicht, um dich hier abzuwimmeln. aber bevor du dich auf die antworten von laien verlässt und dann trotzdem noch unsicher bleibst, ob das alles wirklich stimmt, solltest du einfach mal gleich die fachleute fragen. dafür werden die bezahlt!
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#9 RabaukeAnonym
  • 12.04.2011, 14:51h
  • Mir erscheint es so: Viele, gerade aber junge Leute, egal welcher sexuellen Ausrichtung, haben das "Schreckgespennst" vom HIV und Aids verloren. Auf der Straße hört man Dinge wie " Es ist doch wie Diabetes zu behandeln" oder "Wenn ich es mir heute hole, habe ich ja noch 30-40 Jahre zu Leben." Auuuutsch!!!!! Was ist das denn....frage ich mich dann immer? Fakt und klar auf der Hand liegt doch: Es gibt zur Zeit kein Heilmittel und auch keine bevorstehende Wunderwaffe gegen diese Viruserkrankung. Einzig und allein die Verhütung durch Kondome, richtigen Umgang und die unverzichtbare Aufklärungsarbeit der Aidshilfen/Beratungsstellen, bereits in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, sind unverzichtbar. HIV und auch AIDS sind und bleiben, da gibt es nichts dran zu beschönigen und rütteln, 100% tödlich verlaufende Viruserkrankungen. Nix da und von wegen: "Ich schluck ne Pille und alles wird gut!
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#10 XDAAnonym