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  • 28. Juli 2004, noch kein Kommentar

Die drei Töchter der Mamas & Papas und Beach Boys feiern nach zwölf Jahren, Reunion. Auf "California" singen die Mädels nicht nur die Songs ihrer Eltern.

Von Jan Gebauer

Zwölf Jahre sind seit dem letzten Studio-Album "Shadows & Light" vergangen. Carnie und Wendy Wilson, die Töchter von Brian Wilson, dem Kopf der Beach Boys und Chynna Phillips, die Tochter der ehemaligen Mamas & Papas-Miglieder John und Michelle Phillips hatten viel Zeit verstreichen lassen, bevor sie sich wieder zusammen rauften, um ein neues Album einzuspielen. Solo (Chynna, 1995 mit dem ausgezeichneten Album "Naked & Sacred") und als Duo (auf "The Wilsons" von 1997 beteiligte sie auch erstmals Vater Brian) hatten die drei leider wenig Glück und die Medien interessierten sich zur Jahrtausendwende eher für die spektakulären Gewichtsverluste von Carnie. Auf "California", ihrem Debüt für das Label Columbia, hören sie sich allerdings wieder genauso an wie zu den Zeiten ihrer größten Hits ("Hold On", "Release Me", "You're In Love" waren 1990 und 1991 allesamt Nummer-Eins der US-Charts). Dem Album-Titel alle Ehre machend, präsentieren sie eine hochkarätige Sammlung von sonnigen Pop-Songs, allesamt Klassiker des amerikanischen Westcoast-Sounds.

Ob Linda Ronstadt, die Eagles, Jackson Browne oder Joni Mitchell – fast keiner der führenden Musiker der 70er Jahre wurde ausgelassen. Am überzeugendsten sind Wilson Phillips dabei, wenn auf zu viele Studiospielereien verzichtet und die Konzentration auf die ausgefeilten Harmonien gelegt wurde: "Already Gone" (von den Eagles), "In My Room" (von den Beach Boys) oder auch der Titelsong (von Joni Mitchell) lassen den Ladies Freiraum, um ihre Stimmen bestmöglich zu entfalten. Auch die Produktion von Peter Asher kann bei entspannten Titeln wie "Go Your Own Way" (von Fleetwood Mac) und "Doctor My Eyes" (von Jackson Browne) deutlich mehr überzeugen, als mit bei den holprigen Versionen von "Turn! Turn! Turn!" (von den Byrds) und "Monday, Monday" (von den Mamas & Papas) und das überladen wirkende Beach Boys-Stück "Dance, Dance, Dance", bei dem die sonst nur noch als Schauspielerin in Erscheinung tretende Michelle Phillips ("Unter der Sonne Kaliforniens") im Background mitsingt. Insgesamt muss man sich aber einfach über das Wiedersehen mit den Sangesschwestern freuen, denn bei den Genen wäre es eine Verschwendung, wenn sie nicht weiter zusammen Musik machen würden.

28. Juli 2004, 18:00