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Kobe Bryant gehört zu den erfolgreichsten Basketballern der Welt (Bild: Keith Allison / flickr / by-sa 2.0)

Der amerikanische Basketballprofi Kobe Bryant muss eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Dollar zahlen, weil er während eines NBA-Spiels einen Schiedsrichter als "fucking fag" bezeichnet hat.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend, als Bryants Mannschaft, die Los Angeles Lakers, auf die San Antonio Spurs trafen. Auslöser war eine Entscheidung von Schiedsrichter Bennie Adams, der ein technischen Foul gegen Bryant gepfiffen hatte. Daraufhin beschimpfte der 32-jährige Basketballstar den Referee lautstark - und ließ sich zu der homophoben Äußerung hinreißen.

Eine Kommission der amerikanisch-kanadischen Basketballliga reagierte schnell und sprach binnen 24 Stunden eine 100.000-Dollar-Geldstrafe gegen den Multimillionär aus (Einnahmen 2010: 33 Millionen Dollar). Ein Schimpfwort wie "fag" könne im Sport nie akzeptiert werden, begründete die NBA die Strafe.

Bryant brachte nach seinem sprachlichen Ausrutscher zunächst Homo-Gruppen gegen sich auf, weil er sich in einer ersten Stellungnahme nicht entschuldigte. Er erklärte lediglich: "Was ich letzte Nacht gesagt habe, sollte nicht wörtlich genommen werden." Er habe aus Frust seine Worte schlecht gewählt und habe sie nicht auf Schwule und Lesben bezogen." Nach weiterer Kritik entschuldigte sich Bryant im Laufe des Mittwochs in einem Telefonat bei Joe Solomonese, dem Chef der Homo-Gruppe Human Rights Campaign. Für Solomonese ist die Affäre damit beendet. Andere Aktivisten fordern dagegen von Bryant ein klares Bekenntnis: So könne er etwa beim CSD Los Angeles auf einem Wagen mitfahren.

Einspruch gegen Strafe

Am Mittwoch erklärte Bryant im Sportsender "ESPN Radio" auch, dass er Einspruch gegen die Strafzahlung einlegen würde. Das sei bei solch großen Geldstrafen üblich, sagte Bryant in einem kurzen Statement. Die 100.000-Dollar-Sanktion ist die härteste NBA-Strafe in dieser Saison.

Für Schwule ist bei dem populären nordamerikanischen Sport bislang ebenso wenig Platz wie beim Profi-Fußball: Bislang hat sich noch kein einziger aktiver NBA-Sportler geoutet. Erst nach dem Ende der Karriere wagte der frühere Nationalspieler John Amaechi 2007 diesen Schritt (queer.de berichtete). Er erlangte dafür nicht nur Anerkennung: Sein Ex-Kollege Tim Hardaway erklärte nach dem Coming-out ganz offen: "Ich hasse Schwule". Die NBA reagierte schnell auf den Ausfall und lud Hardaway von allen offiziellen Veranstaltungen aus (queer.de berichtete). (dk)



#1 anonymusAnonym
  • 14.04.2011, 14:04h
  • Der ist aber nicht zufällig mit Anita Bryant verwandt??????? ;-)
    100 000 Dollar bei ´nem Jahreseinkommen von um die 30 MILLIONEN Dollar ....
    das zahlt der aus der Kaffee/Portokasse ...
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#2 marley
  • 14.04.2011, 14:48h

  • ich finde es gut von ihm dass er sich entschuldigt hat,offensichtlich war es nicht so gemeint wie es rüberkam
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.04.2011, 20:10h
  • Die Strafe hätte ruhig noch etwas höher ausfallen können, denn Herr Bryant zählt nämlich zu den bestbezahltesten Basketballer der Welt! Der zahlt die 100.000 Dollar aus der Portokasse!
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#4 FloAnonym
  • 14.04.2011, 20:50h
  • Bravo!

    Die Sprache des Geldes ist die einzige, die diese ignoranten Dummköpfe verstehen...
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#5 marley
#6 gniwerjProfil
  • 15.04.2011, 11:17hdortmund
  • Antwort auf #5 von marley
  • WORD!!! er hat 'n mieses wort benutzt, das - leider - schon viel zu sehr gesellschaftlich etabliert ist und das hat er - leider oder mensch sei dank - unreflektiert getan. dafür hat er sich entschuldigt und aus. ich denk die sache ist damit gegessen. warum mit kanonen auf spatzen schießen?
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#7 Shock !!!!Anonym
#8 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 15.04.2011, 11:55h
  • Antwort auf #6 von gniwerj
  • Und damit er Schwule nicht weiter beschmutzt, hat er diese Geldstrafe bekommen. Nur sich entschuldigen reicht manchmal nicht aus. Ich kann auch nicht zu einem Polizisten "dummer Bulle" sagen und dann mich schnell entschuldigen ...
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#9 HardcumgirlAnonym
  • 15.04.2011, 13:06h
  • Tut mir leid aber wie übertrieben ist das bitte?
    Da rutscht ihm einmal ein Schimpfwort raus was anderen auch passieren kann und was sich überhaupt nicht auf Homosexuelle bezieht und er entschuldigt sich und muss Strafe bezahlen.

    Aber das soll nicht reichen, er soll gefälligst noch auf nem CSD mitlaufen.
    Dieses militante Getue (Neutralität oder Nicht mögen, aber in Ruhe lassen reicht nicht. Man muss uns gefälligst lieben) mancher Homosexueller Aktivisten ist genauso nervig und peinlich wie manche Feministinnen, die Amok laufen weil es keine Ampelmännchen mit Rock gibt.

    Sowas sorgt erst Recht für Ablehnung. Ein bisschen mehr Lockerheit und "Fünfe gerade sein lassen" kann manchmal nicht schaden.
    Besonders was das Verhalten beim Sport in Stadien angeht, wo die Gesetze des "normalen Verhaltens" sowieso für kurze Zeit keine Gültigkeit haben.
    Ein etwas dickeres Fell wäre manchmal von Vorteil.

    Der, der noch nie seinen Emotionen Luft gemacht hat, indem er im Eifer des Gefechts Minderheiten-Schimpfworte benutzt hat, der werfe bitte den ersten Stein.

    Wenn man einen Mann als Pussy bezeichnet, will man im Normalfall auch nicht Frauen abwerten, sondern ihm einfach nur deutlich machen, dass er ein Weichei ist.
    Und wenn ich jemanden als "dumme F...e" bezeichne, will ich damit keine Abneigung gegen das weibliche Geschlechtsorgan kundtun.

    Und wenn der Satz "Ey Alter, bist du behindert oder was?" fällt, bedeutet das nicht zwingend, dass man Behinderte nicht mag oder nicht achtet.
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#10 eMANcipation*Anonym
  • 15.04.2011, 14:13h
  • Ich bin wirklich fassungslos, wenn ich sehe, wie einige Leute - mit so bezeichnenden "Nicknames" wie dem des vorstehenden "Kommentars" - hier versuchen,

    widerwärtigste, menschenverachtende Beleidigungen und damit generell eine extrem verletzende, schwulenfeindliche Alltagskommunikation, wie sie sich gerade unter Jugendlichen immer mehr breitmacht und Diskriminierung und Gewalt befördert, zu verharmlosen und zu beschönigen.

    Demnächst darf dann auf dem Spielfeld oder im Alltag auch wieder "fucking nigger" oder "Judensau" gerufen werden, und das wird für die Verharmloser der Menschenfeindlichkeit in diesem Thread auch alles halb so schlimm sein.
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