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  • 14. April 2011, noch kein Kommentar

(Bild: Concord Records / Universal Music)

Die Kritiker in den USA sind bereits voll des Lobes für Paul Simons erstes Studio-Album seit sechs Jahren: "So Beautiful or So What".

"Dieses außergewöhnliche, wohldurchdachte, oftmals fröhliche Album verdient es, als eine von Paul Simons feinsten musikalischen Leistungen anerkannt zu werden." Nicht nur Paul Simons Kollege Elvis Costello, der bekanntlich selber Einiges vom Schreiben exzellenter Songs versteht, reagierte auf Simons neues Album "So Beautiful Or So What" mit spontaner Begeisterung. Auch die ausgewählten Kritiker, die vorab hineinhören durften, waren voll des Lobes. Robert Hilburn, Popmusikkritiker der "Los Angeles Times", meinte etwa unumwunden: "...es ist locker sein bestes Album seit 'Graceland'."

"So Beautiful Or So What" bietet eine erstaunlich homogene Mixtur aus Pop und Bluegrass mit afrikanischen und indischen Musikeinflüssen. Zwei der Songs nahm Simon mit Doyle Lawson und seiner Bluegrass-Band Quicksilver auf. Den Großteil des Materials aber spielte der Künstler, der hier trotz seiner fast schon 70 Jahre unglaublich jung und vital klingt, mit Gitarrist Vincent Nguini und Perkussionist Steve Shehan ein. Beide gehören schon seit gut zehn Jahren zu Simons innerem musikalischen Zirkel. Die elektronischen Drums spielte Schlagzeuger Chris Bear von der New Yorker Indie-Rock-Band Grizzly Bear ein, die Paul Simon zu ihren Einflüssen zählt.

Direktlink | Making-of zum Album mit Interview und viel Musik

"So Beautiful..." erinnert Simon an sein Solo-Debüt aus dem Jahre ´72


(Bild: Concord Records / Universal Music)

Über ein Jahr lang feilte Paul Simon an den Songs, bis sie schließlich so waren, wie sie ihm vorschwebt hatten. Und die Mühe hat sich zweifelsfrei mehr als gelohnt. Ihn selbst erinnert "So Beautiful Or So What" an sein erstes Soloalbum "Paul Simon", mit dem er 1972 im Sturm die Charts eroberte und sich zugleich als einer der besten Songwriter der amerikanischen Popszene etablierte. Jetzt beweist Paul Simon, dass er bis heute nichts verlernt hat und immer noch magische Songs zu schreiben versteht.

Das Album beginnt mit einer Nummer, die trotz ihres Titels eigentlich kein Weihnachtslied ist, sondern ein Stück für alle Jahreszeiten: "Getting Ready For Christmas Day" gibt mit seinem Text, der trockenen Witz und (persönliches wie globales) politisches Bewusstsein kombiniert, sowie seiner ungemein eingängigen Melodie die weitere Marschroute des Albums vor. Gleich im Anschluss sinniert Simon in "The Afterlife", das er mit einem entspannten Soca-Beat unterlegt hat, darüber nach, wie wohl "das Leben danach" aussieht - so viel sei verraten: Vor bürokratischem Ärger scheint man auch dann nicht sicher zu sein.

Im blues-rockigen "Love Is Eternal Sacred Light" setzt er sich mit den Kräften von Gut und Böse auseinander, während er im nachdenklichen "Questions For The Angels" die Geschichte eines religiösen Pilgerers und der Obdachlosen erzählt, die durch die Straßen Brooklyns wandern. Im Titelstück überrascht Simon die Hörer dann mit einem Chicken-Gumbo- Rezept. (cw/pm)

Tour:

11.07.2011, Berlin - Zitadelle Spandau
12.07.2011, Mainz - Zitadelle