Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14055

Rumänien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union (Bild: Dan / flickr / by-nd 2.0)

Drei von vier rumänischen Teenagern im Alter zwischen 14 und 18 Jahren lehnen Homosexuelle als Nachbarn ab - keine andere Minderheit stößt in dem EU-Land derzeit auf mehr Ablehnung.

Nach der im November durchgeführten Umfrage der George Soros Foundation wollen weitere zwei Drittel der Befragten keine Menschen mit Aids oder Roma in ihrer Nachbarschaft, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Auch auf viele religiöse Minderheiten sind viele jugendliche Rumänen nicht gut zu sprechen: 42 Prozent möchten nicht in der Nähe von Muslimen wohnen, 34 Prozent lehnen Juden ab. Insgesamt befragten die Forscher rund 6.000 Schüler.

Die Ablehnung geht durch alle sozialen Schichten. Zwar lehnen Kinder von gebildeten Eltern Homosexuelle weniger ab als andere - dafür zeigten sie sich intoleranter gegenüber den 1,5 Millionen Roma im Land. Die Soros Foundation nannte die Ergebnisse "sehr besorgniserregend".

Homosexualität legalisiert, aber nicht akzeptiert

Homosexualität ist in Rumänien seit 1996 legal, seit 2002 gibt es bei Homo- und Heterosexuellen das gleiche Schutzalter. Allerdings werden Schwule und Lesben in kaum einem anderen EU-Land so sehr angefeindet wie in dem 20 Millionen Einwohner zählenden Land, das seit 2007 Vollmitglied in der Europäischen Union ist. So ergab eine Umfrage aus dem Jahr 2008, dass mehr als ein Drittel der Rumänen Schwule sogar wegen ihrer sexuellen Orientierung bestrafen wollen (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr gaben 84 Prozent der Rumänen an, sie wollten nicht aus einem Glas trinken, das zuvor von einem Schwulen benutzt worden war (queer.de berichtete).

Homo-Aktivisten machen insbesondere die Politik für die hohe Rate der Ablehnung verantwortlich, da Politiker sich praktisch nie positiv über Schwule und Lesben äußerten. Im Parlament fordert zudem die rechtsradikale Großrumänien-Partei immer wieder, die "Propagierung von Homosexualität" zu verbieten. (dk)



#1 gatopardo
  • 14.04.2011, 18:48h
  • Ob die Eltern unter Ceauscescu homophob erzogen wurden und es ihren Kindern nun auch beibringen ?
    Möglich wär´s natürlich, aber ähnliche Abneigungen findet man schliesslich in allen neuen EU-Ländern des ehemaligen Ostblocks. Vielleicht sollte man auch einmal Umfragen unter denjenigen Bürgern aus eben diesen Staaten veröffentlichen, die seit vielen Jahren in unserer aufgeklärteren alten EU leben und arbeiten. Ende des Monats werden wir 2 Schwule und 4 Heteros sein und uns einige Tage in Rumänien rumtreiben. Mal sehen ob wir Zeit genug haben, irgendwo Ablehnung zu erfahren. Ich meld´mich wieder !
  • Antworten » | Direktlink »
#2 daVinci6667
  • 14.04.2011, 19:23h

  • Wenn man das so liest, kann man eigentlich nur zum Schluss kommen, dass das rumänische Schulsystem auf ganzer Linie versagt hat!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 stromboliProfil
  • 14.04.2011, 19:56hberlin
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • wie wäre es mit einer vergleichenden untersuchung hier in brd-land...

    wieviele wohnen hier gerne neben muslimen, schwulen oder romas...
    wo, an welcher stelle der beliebtheitsskala werden wir uns wiederfinden?
    da war doch eine von vor 3-4 jahren, wo wir erfolgreich den vorletzten platz belegten..
    ob wir uns verbessert, nun den letzten einnehmen?

    Nun, dann können wir die schulsysteme vergleichen , die "bereitschaft" unter jugendlichen, belegen doch einen gesellschaftlichen durchschnitt!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 tondarProfil
#6 FloAnonym
#7 gatopardo
#8 XDAAnonym
  • 14.04.2011, 21:56h
  • Ach in Deutschland wohnt man sicher (derzeit) noch lieber neben Schwulen, als neben Moslems und vor Roma oder Russen sind wir sicherlich auch noch ... [noch ...]
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Ilovelife
  • 14.04.2011, 23:58h
  • @xda

    Sind wa nich, fahr mal Ubahn. Das Geschrammel der Roma- Kapellen sorgt garantiert für einen Hörsturz. Trotzdem, ich bleibe dabei: lieber hundert von denen als nur einer von diesen Pro-Dingern, ProKöln, ProDeutschland usw. Also Dauerhörsturz, fahre viel Ubahn

    By the way sind Roma in Bulgarien und Rumänien ja auch nicht gerade beliebt, was zusammen mit den Bootsflüchtlingen aus Lampedusa ja wieder die Urangst des Deutschen vor"Überfremdung" hervorruft. Teils amüsant weil so herrlich platt geäußert, größtenteils entsetzlich wegen der mitschwingenden rassistischen Untertöne und Stereotype über "die Zigeuner", "die Moslems", "den Islam" usw....
  • Antworten » | Direktlink »
#10 stromboliProfil