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"Die Welt danach" ist Juliane Werdings neues Album. Ihre große schwule Fan-Gemeinde liebt die Künstlerin besonders wegen ihrer Texte, die an die Substanz gehen.

Von Jan Gebauer

Eigentlich darf man Juliane Werding (48) gar nicht mehr zum Schlager-Genre zählen, viel zu poppig, vielseitig und lyrisch zeichnet sich die Künstlerin auch auf ihrem neuesten Werk "Die Welt danach" aus. Wie immer hat Juliane alle Texte selber geschrieben und zeigt sich persönlich wie selten zuvor. Im Gegensatz zum oft billig produzierten "Ufta-Ufta"-Schlager der derzeit die Branche regiert, legte die seit über 30 Jahren aktive Musikerin immer wert auf musikalische Wagnisse und eindringliche Texte. Über die Jahre wuchs daher auch ihre schwule Fan-Gemeinde stetig, da wir uns wohl besonders gut mit ihr identifizieren können. Sie eröffnet ihr neues Album mit "Ich geh meinen Weg", einer selbstbewussten Skizze über das "nach vorne schauen". Hier zeigt die Künstlerin bereits ihre stärke für sinnliche Texte, die ihrer sanften Stimme schmeicheln. Titel wie "Lass es geschehen", "Vergibst du mir" und das rhythmische "Engel an deiner Seite" belegen die Sensibilität mit der Juliane Werding arbeitet. Musikalisch geht sie auf eine Pop-Reise, die leicht, aber nie belanglos ist. Dafür sorgen auch zarte Farbtupfer mit ungewöhnlichen Instrumenten, wie dem Erhu, einer chinesischen Violine (Titelsong). Auch die in der Popmusik verwaiste Klangkörper wie Cello und Harfe kommen zum Einsatz und verleihen manchem Titel hymnischen oder latent esoterischen Charakter ("Sei geheilt"). Und wer bei dem zu Herzen gehenden "Nur Sterne" keine feuchten Augen bekommt, muss einfach aus Stein sein. Juliane schlüpft dabei in die Rolle einer Frau, die den neuen Mann ihrer besten Freundin kennen lernt und sich gegen ihren Willen in ihn verliebt. Der innere Kampf der in ihr vorgeht, wird von Juliane sehr plausibel umgesetzt. Wer bei ihr immer nur an "Conny Kramer" denkt oder sie zu sehr in die Schlager-Schublade steckt, hat ihre Entwicklung komplett verpasst und sollte sich dringend das neue Album zulegen.

Allen Fans sei noch die neue DVD "In Concert" empfohlen, die ebenfalls ab sofort im Handel erhältlich ist. Anfang 2005 wird Juliane dann auch endlich wieder Live zu sehen sein.

29. Juli 2004



#1 Stephan29Anonym
  • 30.07.2004, 13:02h
  • Ich bin nun seit rund 15 Jahren Fan von Juliane Werding, damals wusste ich noch gar nicht, dass ich schwul bin. Die Musik und besonders die tiefgründigen und nachdenklichen texte haben mich einfach gepackt. Ob es an den Texten, der Musik, ihrer Stimme oder einfach nur ihren Haaren liegt, dass ihre Konzerte wahre Gay-Events sind, weiß ich nicht - auch egal. Mit dem neuen Album hat mich Juliane zurückgeholt in den Kreis ihrer Hardcore-Fans. Die letzten Alben waren ok, aber nicht mehr ganz so doll. Jetzt ist sie wieder da und macht wieder die Musik, die sie immer so außergewöhnlich gemacht hjat, eine Stimme im Wind.
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#2 mondlicht23Anonym
  • 30.07.2004, 17:11h
  • Es ist ihre Einfachheit, die Juliane zu einem so bewundernswerten Menschen macht. Ganz ohne Starallüren oder Glitzerfummel. Sie überzeugt durch ihre Lieder, die immer wieder aufs neue spannende Geschichten über das Leben erzählen. Amelie Fried hat das einst in schöne Worte gefasst:

    "Es gibt Künstler, die kommen nie aus der Mode. Die sind immer zeitgemäß, aber nie trendig. Die sind mehr bei sich als auf der gerade angesagten Welle. Und die erzählen uns von sich auf eine Weise, die uns beim Zuhören zu einem Teil des Erzählten macht."

    Besser kann man es eigentlich nicht formulieren. Wer ansprechende und aussagekräftige Geschichten, verpackt in handgemachter und ehrlicher Musik, mag - dem seien Juliane Werdings Lieder wärmstens empfohlen. Einfach mal auf www.die-welt-danach.de klicken und probehören :-)
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#3 tim27Anonym
  • 01.08.2004, 14:06h
  • Juliane Werding ist eine Künstlerin, die noch eine Künstlerin ist, in der heutigen Zeit nicht ganz selbstverständlich. Völlig losgelöst vom Diktat der Plattenindustrie geht sie ihren ganz eigenen Weg, auch mit dem neuen Album.

    Juliane Werding höre ich seit ich 7 Jahre alt bin, nun bin ich 27 und ihr Zauber hat nichts verloren. Sicher, sie bringt keine Sommer-Smash-Hits, dafür aber echte Musik mit echten Instrumenten und selbst geschriebene Texte, an der sich oft die Stimmungslagge der Werding ablesen lässt - und meist auch die eigene.
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