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Mate und winq verkuppelt - Deutsche Ausgabe

Es tut sich was auf dem Markt der Gay-Magazine. Mate aus Berlin und Winq aus Amsterdam arbeiten jetzt zusammen.

Von Carsten Weidemann

Als Edwin Reinerie vor wenigen Jahren in seinem Amsterdamer Büro saß und die allererste Ausgabe seines Magazins winq in den Händen hielt, war er natürlich richtig stolz. Er hatte die gedruckte Version seiner Vision von "global queer culture" vor sich. Ein Heft, das sich mit den anderen großen Magazinen aus Frankreich, England, den USA oder Australien messen lassen konnte. Ein Hochglanzblatt, das nicht nur schöne Fotostrecken, sondern auch ausreichend Platz für einen innovativen schwulen Journalismus bietet. Winq gelang es, innerhalb kurzer Zeit großes Lob einzuheimsen. In schwulen Designerhotels Europas lag es statt der Bibel auf dem Nachttisch, in den Szenebuchläden steckte es neben Attitude im Regal. Edwin Reinerie bestätigte einmal mehr das Image, dass die wirklichen Innovationen aus den Niederlanden stammen (Das englischsprachige Indie-Magazin Butt zählt ebenso zu den erfolgreichen holländischen Printprodukten).

In Deutschland schaut man etwas neidisch auf die Nachbarn, denn der hiesige Printmarkt ist nicht nur hart umkämpft, er stagniert zudem. Kaufmagazine wie Männer oder Du & Ich wechseln alle paar Jahre den Chefredakteur oder das Konzept, doch großartig neue Käuferschichten erschließen sich nicht. Und auch Mate, das vom Berliner Verleger Olaf Alp herausgegebene Magazin, hat es trotz seiner konsequenten Ausrichtung auf Lifestyle-Themen und internationalen Ausgaben nicht geschafft, die gleiche wohlwollende Aufmerksamkeit beim Publikum zu erlangen, wie es bei winq geschehen ist. Aber vielleicht ändert sich das ja jetzt.

"global queer culture 2.0"


Die niederländische Ausgabe behält den alten Namen

Denn seit April heißt es "global queer culture 2.0". Mate und winq haben sich offiziell zusammengeschlossen. Der in Amsterdam neu gegründete Verlag Mate Media Group BV produziert jetzt das Heft, das den Berliner Namen trägt und im Layout wie das niederländische Blatt aussieht. Herausgeber sind Edwin Reinerie, Olaf Alp und Remco Teppema. Das weltweit vertriebene Magazin, das nach Verlagsangaben eine Druckauflage von 100.000 Exemplaren hat, erscheint in Deutsch, Englisch und Spanisch. Die Inhalte des quartalsweise erscheinenden Heftes sind identisch, aber komplett in die jeweilige Landessprache übersetzt. Olaf Alp erzählt, wie es zu dem gemeinsamen Projekt kam: "Beide Titel operieren seit langem nicht nur in ihren Heimatmärkten Deutschland und Holland, sondern publizierten auch erfolgreich englische Ausgaben." Allein die Niederländer brauchen sich nicht an einen neuen Namen zu gewöhnen. Laut der gemeinsamen Website behält die Originalausgabe ihren alten Namen und es erscheinen auch acht Ausgaben pro Jahr. Die Synergien zwischen Mate und Winq entstehen durch die gemeinsame Redaktion und die gemeinsame Vermarktung.

Etwas verwirrend ist die Preispolitik des Verlages. Im Buchhandel kostet die einzelne Printausgabe 6,95 Euro, das Jahresabo innerhalb Deutschlands ist für 19 Euro zu haben. Dieser Einzelheftpreis von 4,75 wird noch unterboten, wenn man sich die virtuelle Ausgabe für das iPad/iPhone besorgt. 3,99 Euro kostet dort das einzelne Heft. Beim Kauf der App bei Apple ist der Download der ersten Ausgabe inklusive. (Kleiner Tipp: Wer sich die App mit der englischen Ausgabe im iTunes-Store kauft, zahlt für das erste Heft derzeit nur 2,39 Euro). Ein virtuelles Abo für 12 Ausgaben (also ein Drei-Jahres-Abo) wiederum gibt es für umgerechnet 2,80 pro Heft. Und wer die elektronische Version lieber auf seinen Mac oder PC geliefert bekommen möchte, der kann es über den digitalen Kiosk Zinio bestellen. Knapp 18 US-Dollar kostet das Jahresabo, also rund 3 Euro pro Ausgabe.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 alexMucEhemaliges Profil
  • 18.04.2011, 13:16h
  • Das sich deutsche Verlage äußerst schwer tun mit entsprechenden Magazinen ist eine Tatsache. Ob man dieses Hochglanzmagazin braucht, möge jeder selber entscheiden.
    Ich ärgere mich , daß es die Online-Ausgabe des LEO-Magazin, von "PUBLIGAYTE irgendwie, seit 2 Monaten nicht mehr gibt. War regional ganz gut.
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#3 Ilovelife
  • 18.04.2011, 20:32h
  • "Mag". Klingt wie Kaugummi, aufblubbern, auslutschen, wechschmeissen. Hab von diesem Hochglanzgehabe noch nie was gehalten.
    Da halt ichs dann mit meinem Nicknamen hier: hübsche Männer sind im Bett einfach besser als in irgendnem Hochglanz- Geschmeiss, für das unschuldige Bäume sterben mussten
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#4 jojoAnonym