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Die Kusszene aus der BBC-Seifenoper "Eastenders" war den Facebook-Zensoren zu heiß. (Bild: BBC)

Der Konzern Facebook hat sich dafür entschuldigt, ein Bild mit zwei küssenden Männern von seiner Website entfernt zu haben. Der Konzern hatte den Kuss als Verstoß gegen Nutzungsbedingungen gewertet.

Das Bild wurde letzte Woche vom in Großbritannien lebenden Blogger Niall O'Conghaile hochgeladen, der damit auf eine Protestaktion in London hinweisen wollte. Es zeigt zwei voll bekleidete Männer und stammt aus der BBC-Seifenoper "Eastenders", die nicht als jugendgefährdend gilt - für Facebook war das PR-Bild aber zunächst zu heiß: "Der Content, den Sie mit anderen teilen, wurde entfernt, weil er die Nutzungsbedingungen von Facebook verletzt. Es darf nichts auf Facebook geteilt werden, das Nacktheit oder jegliche Art von sexuell anzüglichem Content enthält", schrieb der amerikanische Konzern.

Protestwelle gegen Facebook

O'Conghaile veröffentlichte die Mail, woraufhin viele britische und amerikanische Nutzer das Bild auf ihren Profilen veröffentlichten. Wenigstens einer dieser Facebook-Nutzer wurde vom Konzern verwarnt. Als aber hunderte Beschwerden im kalifornischen Palo Alto eingingen und der Protest die Medien erreichte, machte Facebook einen Rückzieher. In einer E-Mail schrieb Sprecher Andrew Noyes: "Das fragliche Foto verletzt nicht unsere Nutzungsbedingungen und wurde fälschlicherweise entfernt. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten."

Facebook gilt generell als homofreundliche Firma, die etwa schwule und lesbische Mitarbeitern für Steuernachteile entschädigt (queer.de berichtete). Allerdings wurde oft die prüde Zensurpolitik des amerikanischen Konzerns kritisiert. So beurteilte Facebook in der Vergangenheit etwa auch Bilder von stillenden Müttern als "sexuell anzüglich" - auch die Brust eines Transmanns wurde als zu heiß bewertet (queer.de berichtete) - küssende Hetero-Paare waren dagegen nie Gegenstand von Zensur. (dk)



#1 Simon H.Anonym
  • 19.04.2011, 18:16h
  • Immer dasselbe mit Facebook, Google, Apple, Microsoft und all den Computer-/Internet-Unternehmen:

    ständig werden schwule Inhalte (auch ganz unbedenkliche wie zwei küssende Männer) zensiert oder andere Formen von Homophobie an den Tag gelegt. Und erst wenn es soviel Protest gibt, dass es dem Image und Einkommen schaden könnte, wird zurückgerudert.

    Und jedesmal hört man, es sei ein "bedauerlicher Fehler" gewesen, der nicht mehr passiere. Und kurze Zeit später wieder dasselbe mit den selben unblaubwürdigen Sprüchen.

    Man sollte eh nicht zuviel Zeit im Netz verbringen - dann verpasst man zuviel vom realen Leben!
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#2 Facebook-MitarbeiterAnonym
  • 19.04.2011, 18:53h

  • OMG, ein Bild zweier bekleideter Schwuler!
    Und dann auch noch küssend! Es ist doch die Höhe was sich diese Perversen heutzutage alles erlauben! Das Bild muss vom Teufel personlich aufgenommen worden sein! Wenn das Kinder sehen, werden die auf der Stelle schwul! Dabei hat doch Gott persönlich mir eine innere Stimme geschickt und mir aufgetragen alles schwule sei böse! Ich muss das Bild löschen, falls Facebook mich erwischt, berufe ich mich einfach auf Religionsfreiheit!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.04.2011, 19:46h
  • Wie konnte denn das passieren? Das Foto mit den zwei knutschenden Typen ist doch harmlos, denn Küssen ist etwas sehr schönes!
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#4 Ralph WiggumAnonym
#5 Tobi CologneAnonym
  • 19.04.2011, 22:01h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • "Wie konnte denn das passieren? Das Foto mit den zwei knutschenden Typen ist doch harmlos"

    Das frage ich mich bei Facebook & Co oft, wie etwas passieren könnte.

    Und manche Leute geben diesen Datenkraken auch noch freiwillig ihre Daten, Fotos, Kontakte, etc.

    Orwells 1984 kam ein paar Jahre später, aber noch viel dramatischer als prognostiziert...
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 19.04.2011, 22:25h
  • Facebook gilt generell als sehr homofreundlich, denn einer der Mitgründer von Facebook ist offen schwul: Chris Hughes

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Chris_Hughes_%28Unternehmer%29

    Auch Apple gilt als sehr homofreundlich. Der derzeitige Chef Timothy D. Cook, der Steve Jobs aufgrund dessen Operation an der Konzernspitze derzeit vertritt, ist ebenfalls offen schwul.

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Timothy_D._Cook

    Apple und Facebook haben beide eine sehr homofreundliche Geschäftsleitung und homophobe Fehler beruhen da eher auf einzelnen Mitarbeitern. Sobald solche Fehler aber zur Geschäftsleitung dieser beiden Firmen durchdringen, werden homophobe Geschehnisse innerhalb dieser beiden Unternehmen schnell abgestellt.

    Auch Microsoft gilt als homofreundlich, da einer der ersten Microsoftpioniere und Freunde von Bill Gates der bereits 2006 verstorbene Ric Weiland schwul war. Die "Bill und Melinda Gates-Stiftung" ist übrigens sehr dafür bekannt, wie sie sich mit MilliardenDollarbeträgen im Kampf gegen AIDS, Malaria und anderen Infektionskrankheiten einsetzt.

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Bill_%26_Melinda_Gates_Foundation

    ---

    Da mache ich mir um andere Konzerne, insbesondere aus der Einzelhandelsbranche (Wal-Mart, Target, Lidl) im Umgang mit homosexuellen Mitarbeitern viel mehr Sorgen. Bei den grossen Computerkonzernen sieht es insgesamt ganz gut mit der Homfreundlichkeit aus, weil halt viele homosexuelle Mitarbeiter gerade auch in den Reihen der Computerfirmen sitzen.

    Mein Eindruck ist übrigens, das homosexuelle Menschen im hohen Maße sehr internetaffin sind und sie über den Durchschnitt sich mit Computer/Internet privat und beruflich oftmals beschäftigen.
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#7 RoggeAnonym
  • 20.04.2011, 10:34h
  • Diese elende Heuchelei in den USA !
    Auf der einen Seite Steuern von der größten Pornoindustrie der Welt kassieren, auf der anderen Seite sich als moralische und politisch-korrekte Instanz erheben.
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#8 TimonAnonym
  • 20.04.2011, 10:34h
  • Antwort auf #6 von Timm Johannes
  • Wie immer bei Dir: gefährliches Halbwissen!

    1. Chris Hughes hat bei Facebook nichts mehr zu melden. Der genießt zur Hauptsache seine Millionen. Das sei ihm auch vergönnt, aber nur weil ein Schwule Facebook mitgegründet hat, macht das Facebook nicht schwulenfreundlicher.

    Das was zählt ist das tagtägliche Verhalten des Konzerns!

    2. Tim Cook hat noch nie verhindert, dass z.B. im AppStore Homoheiler-Apps erscheinen, aber Aufklärungsapps zensiert werden.

    3. Deine ganze Argumentation erinnert mich an Westerwelle (den Du ja auch toll findest):
    Westerwelle ist zwar schwul, aber er findet z.B. die neue, homophobe und extrem-rechte Regierung Ungarns ganz toll und lobt sie bei jeder Gelegenheit.

    Übrigens: es soll auch schwule Nazis geben, sind Nazis deswegen toll?

    Fazit:
    Nur weil irgendwo ein Schwuler ist, macht das eine Firma noch lange nicht schwulenfreundlich. Selbst wenn er im Vorstand sitzt, die Firma gegründet hat oder was auch immer.

    Das was zählt ist das tägliche Verhalten und da sind Facebook, Apple, Google, Microsoft, etc. extrem homophob. Würdest Du die Berichterstattung darüber besser verfolgen, wüsstest Du das auch...

    Aber mit der Realität hattest Du es ja noch nie so, wie man auch an Deinen FDP-Hymnen sehen kann, wo Du jedesmal (aus Unkenntnis oder absichtlich) Fakten verdrehst.
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 20.04.2011, 12:51h
  • Antwort auf #8 von Timon
  • @Timon

    Wie immer stimme ich Dir hier nicht zu. Nur weil ein einzelner Mitarbeiter in einem Unternehmen eine Seite löscht oder ein App kurzzeitig entfernt wurde, ist ein Grosskonzern noch lange nicht schwulenfeindlich. Das ist dieses typische hysterische Aufgeschreigezicke, was leider ein paar schwule Männer drauf haben (siehe als Paradebeispiel hierfür Herr Glööööööcke).

    Nein Timon, Du hättest Recht, wenn Facebook oder Apple nicht reagieren würden, und untätig ihren einzelnen Mitarbeiter bei solchen Aktionen wie einer Löschung unterstützen würden. DAS aber passiert gerade nicht in der Geschäftsleitung bei Facebook oder bei Apple, wie die Reaktionen zeigen.

    Sehr wohl gelten diese beiden US-Unternehmen in den USA als sehr homofreundlich und sind im Unterschied beispielsweise zum Erdölkonzern ExxonMobil mit einer der ersten Unternehmen mit Diversity-Bestimmungen gewesen.

    Apple und Facebook sind zwei homofreundliche Unternehmen, wie dies Personen wie Hughes bei Facebook oder Cook bei Apple unterstreichen.

    Du zeichnest Dich, wie so oft leider hier im Forum, durch Gekreische und Gezicke aus, anstatt einmal Dich genauer mit den entsprechenden Konzernen zu beschäftigen und wer da die Leitung der Unternehmen hat.

    --> Konzentriere Dich bei deiner Kritik gegen bestimmte US-Konzerne lieber auf Firmen wie ExxonMobil aus Texas oder Wal-Mart aus Arkansas, denn da würde ich Dir sofort in deiner Kritik voll zustimmen.

    Schade übrigens, dass es in Deutschland kein Ranking der besten Diversity-Konzerne seitens der Antidiskriminierungsbehörde in Berlin bisher gibt.

    ---
    Achso und zu deinem Ablenkungsthema "Guido Westerwelle", der hier mit diesem Artikel ÜBERHAUPT NICHTS zu schaffen hat, sei nur kurz angemerkt:

    Westerwelle ist ein durch und durch demokratischer Politiker und rhetorisch einer der gegenwärtig besten Politiker Deutschlands. Der historische Wahlsieg der FDP vor zwei Jahren verdankt die FDP ihm. Die Gleichstellung möchte die FDP laut Parteiprogramm, kann sie aber in der Einkommenssteuer nicht gegen Schäuble durchsetzen. Und der Kardinalfehler der FDP ist der "homo oeconomicus" von dem der Journalist Meyer in Cicero spricht.

    Und auch aktuell hat Westerwelle mit seiner Enthaltung in der UNO vollkommen Recht gehabt. Sarkozy und Co merken nun, dass Luftschläge allein Ghaddafi nicht vertreiben und haben Ghadaffi unterschätzt. Ich bin froh, dass Westerwelle und FDP ("unterstützt von der Linkspartei") Deutschland bisher aus dem Libyen Krieg herausgehalten haben. Auch die NATO hat dort NICHTS mit Bodentruppen verloren, denn die NATO ist ein Verteidigungsbündnis innerhalb (!) Europa/Nordamerika und KEIN Weltpolizist auf fremden Kontinenten.

    Hoffentlich kapieren das die Grünen noch, das nur ein UNO-Mandat Bodentruppen rechtfertigt, wo dann auch argentinische, brasilianische und indische UNO-Soldaten mitmachen. Westerwelle hat hier "goldrichtig" gehandelt und die Grünen haben hier leider bei dieser aktuellen Debatte versagt, was ich sehr bedauere, da ich die Grünen durchaus sehr wegen ihrer Energie/Umweltpolitik mag.
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