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Die Hauptstadt Kuala Lumpur ist eines der Wirtschaftszentren Südostasiens (Bild: Wiki Commons / Daniel Berthold / CC-BY-SA-3.0)

In Malaysia sind 66 Schüler im Alter zwischen 13 und 17 Jahren wegen "weiblicher Verhaltensweisen" zwangsweise in ein Lager eingewiesen worden - damit soll Homosexualität verhindert werden.

Die muslimischen Jugendlichen aus dem Bundesstaat Terengganu wurden von ihren Lehrern als "zu feminin" an staatliche Behörden gemeldet. Sie müssen nun ein mehrtägiges Programm absolvieren, in dem insbesondere die Fächer Religion und Sport im Vordergrund stehen, melden internationale Nachrichtenagenturen.

Ein Sprecher des Bildungsministeriums erklärte, so werde ihnen ein "richtiger Start ins Leben" ermöglicht. Er sagte, dass die Jungen ansonsten schwul und transsexuell werden könnten. Die Regierung macht Eltern für homosexuelles Verhalten verantwortlich. So würden Jungen homosexuell, wenn sie in jungen Jahren weibliche Kleidung getragen hätten.


Frauenministerin Shahrizat Abdul Jalil

Das Straflager ist jedoch selbst in der konservativen Regierung in Kuala Lumpur nicht unumstritten. So erklärte Frauenministerin Shahrizat Abdul Jalil, dass die Lager die Jugendlichen traumatisieren würden. Außerdem würde die zwangsweise Einweisung in diese Lager gegen Jugendschutzrichtlinien verstoßen. Immerhin hätten die Schüler nicht gegen Gesetze verstoßen.

Nicht geschlechtskonformes Verhalten wurde bereits wiederholt von der malaiischen Regierung kritisiert. So erklärte eine staatliche Religionsbehörde 2008, dass es Frauen verboten sei, sich wie Männer zu kleiden oder einen "männlichen Lebensstil" zu führen (queer.de berichtete).

In Malaysia stehen selbst auf einvernehmliche homosexuelle Handlungen bis zu 20 Jahren Haft oder Auspeitschung. Muslimische Schwule können in islamischen Sondergerichten zusätzlich belangt werden. 60 Prozent der Malaysier sind Muslime, ein Austritt aus der Religionsgemeinschaft ist verboten. Trotz der schlechten Rahmenbedingungen hat sich in der Hauptstadt Kuala Lumpur eine schwule Szene entwickelt, die vom liberalen Nachbarland Thailand beeinflusst wird. Es kommt aber immer wieder zu Razzien in der Szene (queer.de berichtete). (dk)



#1 WirZwei
  • 20.04.2011, 14:03h
  • Das ist so schrecklich, was diesen Kindern angetan wird. Als würde es nicht schon reichen, dass diese jungen Menschen in einem absolut zurückgebliebenen Land aufwachsen müssen... und dann kommen sie in so ein Lager, was dann dafür sorgen wird, dass sie nie mit ihrer Sexualität umgehen werden können, ganz gleich ob homo, bi oder hetero.
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#2 hwAnonym
  • 20.04.2011, 14:07h
  • A camp set up to correct the effeminate behaviour of Muslim schoolboys violates the law and should be abolished, says Malaysia's women's minister.

    www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-13141466

    But the women's minister, Shahrizat Abdul Jalil, said singling out these children based on perceived feminine mannerisms was traumatising and harmful to their mental health.

    The camp violates the Child Act, which protects children without prejudice, she said.
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#3 lexiromAnonym
#4 marley
#5 lexiromAnonym
#6 LorenProfil
  • 20.04.2011, 14:59hGreifswald
  • Ein weiteres Beispiel dafür, dass es dort, wo Staat bzw. Politik und Religion Hand in Hand gehen, für die individuellen Spielräume der Bürger, Freiheit und Menschenrechte sehr eng wird - zu eng.
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#7 hwAnonym
  • 20.04.2011, 14:59h
  • ach ? ich wurde hier bei passenden schilderungen über akitivtäten gegen islamische fundamentlisten oder über sabotage-aktionen gegen muslimische jugendarbeit noch nie als nazi beschimpft.

    ich habe gerade mal nachgeschaut. das ist seit 2005 so.
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#8 marley
#9 hwAnonym
#10 Geert
  • 20.04.2011, 15:23h
  • Jetzt sind wir noch geschockt, doch Malaysia scheint weit weg zu sein. Demnächst aber werden solche Forderungen auch von deutschen Moslems laut werden.
    Wann werden Berlin-Neukölln oder Duisburg-Marxloh von den Moslems zu "schwulenfreien Zonen" erklärt?
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