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Pornostar Michael Lucas ist empört, weil die israelische Delegation beim CSD Berlin keine nationalen Symbole zeigen will. Man habe Angst, dass der Davidstern "Feindseligkeiten" in Deutschland auslösen könnte, berichteten unlängst israelische Medien (queer.de berichtete). Lucas, der die amerikanische und israelische Staatsbürgerschaft besitzt, kritisiert im US-Homomagazin "Advocate" diese Haltung und fordert mehr israelisches Selbstbewusstsein:

Man muss mutig sein, um ein selbstbewusster schwuler Mann in dieser Welt zu sein. Es braucht ebenfalls Charakterstärke, eine israelische Identität zu verteidigen. In beiden Fällen ist nicht jeder stark genug, um sich gegen Ahnungslosigkeit, Klischees und Hass zu stellen... Ist es nicht ein wenig ironisch, dass israelische CSD-Teilnehmer ihre Flagge in Berlin nicht zeigen wollen - ausgerechnet in Berlin? Sie gehen dorthin als Repräsentanten eines Landes, das als Reaktion auf den Mord von sechs Millionen Juden durch Nazideutschland entstanden ist. Diese Leute haben nicht genug Selbstachtung - oder Respekt für die Toten - um als schwule Israelis aufzutreten... Israel muss Menschen nach Berlin schicken, die stolz sind und sich vor niemandem verstecken - und die ihre Fahne hoch halten.



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#1 SebiAnonym
  • 21.04.2011, 12:22h
  • Sehe ich ähnlich:
    die Zeiten, wo ein Davidstern in Deutschland zu Feindseligkeiten führt, sind doch wohl hoffentlich längst vorbei...

    Bei der WM waren auch zig Flaggen aus allen Herren Länder hier zu sehen. Wieso sollte ausgerechnet ein CSD andere Nationen diskriminieren, wo es doch gerade um Vielfalt und Toleranz geht.
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#2 DaDeAnonym
  • 21.04.2011, 12:44h
  • Soweit ich das richtig verstanden habe, hat die Delegation keine Angst vor den Reaktionen der deutschen Teilnehmern, sondern vielmehr vor der Reaktion religiöser Fanatiker... Und ich bin fest der Meinung, dass ich das auch richtig verstanden habe.
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#3 der jodlerAnonym
  • 21.04.2011, 12:45h
  • Hätte mich auch gewundert, wenn der Peinliche sich diese Gelegenheit für ein Geschäftchen hätte entgegehen lassen.

    Zivilisierte Israelis, egal welcher sexueller Orientierung, besuchen Berlin seit Jahrzehnten gut und gerne.

    Bei manchen Anlässen mit Fahne, Button oder anderen Symbolen, bei manchen ohne.
    "Israel muss Menschen nach Berlin schicken..", meint der Peinliche.

    Die Selbstbewußten kommen und gehen, ganz wie sie wollen. Ohne Probleme. Immer mehr.

    Auch deshalb ist Berlin bei jungen Israelis seit Jahren immer beliebter; auch für längere Aufenthalte (Praktikas, Studium, etc.)

    Zum Urinator:

    www.queer.de/detail.php?article_id=5438
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 Geert
  • 21.04.2011, 14:06h
  • Selbstverständlich haben Israelis, schwul oder nicht-schwul, das Recht, ihre Flagge immer und überall in Berlin zu zeigen!
    Alles andere wäre ein Skandal in einer Stadt, von der aus 6 Millionen Juden ermordet wurden!
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#6 kama08Anonym
  • 21.04.2011, 18:35h
  • Diese Meinung kann ich nicht akzeptieren, wieso soll Michael ausgerechnet peinlich sein?

    Nur weil gute, sehr gute Pornos macht?

    Seine Meinung finde ich voll o.k.
    Alle meckern nur, aber keiner macht es besser.

    Trotzdem frohe Ostern Dir und alle aNDEREN:
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#7 ChrissAnonym
#8 PierreAnonym
  • 22.04.2011, 18:44h
  • Ich war selbst überrascht, zu hören, dass die israelischen Teilnehmer die Flagge mit dem Davidstern nicht zeigen wollen.
    Es wäre schade, wenn das nicht geschähe.
    Ich bitte daher die Berliner CSD-Organisatoren, den Israelis ins Gewissen zu reden und auch in Deutschland Flagge (mit Davidstern) zu zeigen.
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#9 BenAnonym
  • 23.04.2011, 03:25h
  • Lieber wäre mir, wenn die Israelis statt Flaggen in den Händen ihre palestinensischen Mitbürger an der Hand hätten und hier in Berlin mal ihren hausgemachten Konflikt für einen Nachmittag vergessen könnten. Das mit der Fahne können wir dann getrost Herrn Lucas überlassen, der ja darin geübt ist, so ziemlich alles hochzubekommen, was nicht bei drei auf dem Schutzwall ist.
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#10 RantanplanAnonym
  • 23.04.2011, 18:05h
  • Eine gute Stellungnahme - und Antisemitismus ist schon lange kein "Monopol" der Rechtsextremisten und National-Sozialisten, sondern verstärkt auch in weiten Teilen der extremen Linken und bei Islamisten zu finden, ebenso wie auch Homophobie übrigens ...

    Berliner Zustände 2011:
    Lieber ohne Davidstern zum Straßenfest

    www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=5081
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