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Im Alter von 18 Jahren nahm sich Tyler C. im September 2010 das Leben

Ein US-Student ist am Mittwoch wegen des Selbstmords seines Mitbewohners angeklagt worden - er hatte seinen Kommilitonen beim Sex gefilmt und das Video im Internet veröffentlicht.

Tyler C., ein Erstsemester der Rutgers-Universität in New Jersey, hat sich im September letzten Jahres das Leben genommen - durch einen Sprung von der George-Washington-Brücke in New York City (queer.de berichtete). Grund für die Kurzschlusshandlung war ein heimlich aufgenommenes Video, das den ungeouteten C. beim Sex mit einem Mann zeigt. Es war am Tag vor dem Selbstmord ins Internet gestellt worden.

Der 19-jährige Dharun R., einer der beiden Verantwortlichen für die Videoübertragung, muss sich nun vor einem Gericht in Middlesex County verantworten. Die Anklageschrift umfasst 15 Punkte, darunter Einschüchterung, Verletzung der Privatsphäre und Beeinflussung von Zeugen. Außerdem soll er versucht haben, Beweismaterial verschwinden zu lassen; so hatte er eine Twitternachricht, die das Filmen von C. ankündigte, nachträglich geändert. Dem Angeklagten drohen nun bei einer Verurteilung fünf bis zehn Jahre Haft. Gegen seine Mittäterin soll zu einem späteren Zeitpunkt Anklage erhoben werden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Aktivisten hoffen auf abschreckendes Urteil


Angeklagter Dharum R.

Homo-Aktivisten begrüßen die Anklageerhebung: "Ohne Frage ist ein Urteil von größtem Interesse für alle Studenten. Menschen, die andere drangsalieren, werden jetzt darüber nachdenken, ob sie das Leben eines anderen kaputt machen wollen", erklärte Steven Goldstein von der regionalen Homo-Gruppe Garden State Equality. R.s Verhalten sei nicht nur ein "Streich" gewesen, sondern sei Teil einer "Mobbing-Epidemie", die sich über das ganze Land erstrecke.

In den letzten Jahren hat es immer mehr Berichte von jungen Schwulen gegeben, die von Mitschülern oder -studenten drangsaliert wurden und sich daraufhin das Leben nahmen. Präsident Barack Obama hat sich deshalb vergangenes Jahr in einem Video direkt an die potenziellen Opfer gewandt und ihnen Mut zugesprochen (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.04.2011, 13:44h
  • Ich hoffe, daß es das Gericht bei der Verurteilung dieses Typen nicht nur bei Sozialstunden beläßt, sondern er direkt für mehrere Jahre in den Knast wandert!
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#2 Wyndakyr
  • 21.04.2011, 17:42h
  • Bei dem konfusen Rechtssystem ist wohl beides möglich. Hoffentlich landet er schön lange im Knast...und wird von seinen Mithäftlingen mal so richtig rangenommen.
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#3 TorstenEhemaliges Profil
  • 21.04.2011, 21:27h
  • Hoffentlich bekommt er zehn Jahre und lernt im Knast viiiele neue Freunde kennen - wie Bette Midler aka Mrs Stone schon sagte...
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#4 SebiAnonym
  • 21.04.2011, 22:15h
  • Leute, die andere so sehr mobben, dass sie diese sogar in den Selbstmord treiben, sollten mit aller Härte bestraft werden.

    Und dann konnte er noch nicht mal zu seiner Tat stehen, sondern versuchte noch nachträglich durch Zeugenbeeinflussung und Beweismittelfälschung seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

    Ich hoffe, dieser Typ bekommt eine möglichst harte Strafe.
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