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Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin (Bild: pixel0908 / flickr / by-nd 2.0)

In Berlin ist die evangelische Kirche dem vom Lesben- und Schwulenverband initiierten Bündnis gegen Homophobie beigetreten.

Der Initiative, die nach mehreren schwulenfeindlichen Überfällen in der Hauptstadt ins Leben gerufen wurde, gehören bereits über 30 Verbände, Vereine und Firmen an. Mitglieder sind etwa der Deutschen Fußballbund, die Deutsche Bank, Coca-Cola oder die Berliner Polizei. Unterstützt wird die Initative vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Als erste Glaubensgemeinschaft hat sich die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz für eine Mitgliedschaft entschieden. Superintendent Carsten Bolz erklärte, dass die Kirchenleitung bereits im Sommer 1991 gegen gewalttätige Angriffe auf das Frühlingsfest von Lesben und Schwulen im Gründerzeitmuseum von Charlotte von Mahlsdorf reagiert habe. Schon damals hätten die Protestanten eingestanden, dass "auch die christliche Kirche eine erhebliche Mitschuld" an der Ausgrenzung von homosexuellen Menschen habe. "Es ist uns seither ein Anliegen, gegen Homophobie einzutreten und sie auch in den eigenen Reihen zu überwinden", so Bolz.

Evangelische Kirche protestierte letztes Jahr gegen Homo-Rechte

Allerdings setzt sich die evangelische Kirche in Berlin auch heute noch gegen Homo-Rechte ein. So kritisierte eine Kirchensprecherin im vergangenen Jahr den Antrag des Berliner Senats zur Öffnung der Ehe. Nach Ansicht der Kirche hätten Schwule und Lesben kein Recht auf Gleichbehandlung, weil die Ehe ein "traditionelles Kulturgut" sei (queer.de berichtete). Zudem haben sich in den letzten Monaten mehrere ehemalige evangelische Pfarrer gegen die Anerkennung von Homosexualität ausgesprochen (queer.de berichtete).

Ziel des Bündnisses gegen Homophobie ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transpersonen. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.04.2011, 13:52h
  • Endlich mal wieder eine positive Nachricht und man kann diesen Beitritt nur begrüßen!
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#2 jojoAnonym
  • 21.04.2011, 13:59h
  • verstehe. blutige nasen gehen zu weit, aber gleiche rechte möchte man trotzdem verhindern. hauptsache, man kann sich selber vorlügen, liberal zu sein.
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#3 Geert
  • 21.04.2011, 14:01h
  • Die Evangelische Kirche kann sich nicht einerseits gegen Homophobie engagieren und gleichzeitig den größten Feind der Schwulen und Lesben, den Islam, hier gesellschaftsfähig machen!
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#4 angieAnonym
  • 21.04.2011, 14:04h
  • Antwort auf #2 von jojo
  • eine schande, dass solche agenten des hasses und der diskriminierung jetzt schon menschenrechtliche aktionsbündnisse sabotieren. und dass schwule und lesben so dumm sind, sich darauf einzulassen. freiheit von religion!!!
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#5 PierreAnonym
  • 21.04.2011, 14:04h
  • Ich kann gut und gerne aus die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben verzichten, wenn im Gegenzug dafür a l l e Rechte und Pflichten von Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern gleich sind.
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#6 angieAnonym
  • 21.04.2011, 14:08h
  • Antwort auf #5 von Pierre
  • ich kann gut und gerne darauf verzichten, nicht mehr untermensch, sondern mensch, genannt zu werden, wenn im gegenzug alle rechte und pflichten von menschen und untermenschen gleich sind.
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#7 D.N.A.Anonym
  • 21.04.2011, 14:08h
  • Versteh ich nicht ganz. Sich GEGEN HOMOPHOBIE einsetzen, aber trotzdem die Ehe den Homosexuellen verweigern? Naja, weiß nicht genau was ich davon halten soll...
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 21.04.2011, 14:21h
  • Antwort auf #7 von D.N.A.
  • Eine weitere erfreuliche Nachricht aus den Reihen der lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen der EKD.

    Übrigens ist auch aktuell nunmehr letztes Jahr ein modernes einheitliches Pfarrdienstrecht in der EKD verabschiedet worden, das in allen (!) Landeskirchen der EKD verpartnerte gleichgeschlechtliche Pfarrer erlaubt und der offen schwule Pfarrer Horst Gorski in Hamburg war bereits in der Landeskirche Nordelbien sogar Bischofskandidat.

    Und wenn man dann so schaut, wer bei den Moslems Imam ist, dann weiß man welche Religion und welche Kirche darin dann die bessere Kirche ist.

    *
    www.queer.de/detail.php?article_id=14095
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#9 Side-FX23Anonym
  • 21.04.2011, 14:24h
  • Versteh ich nicht... Wie paradox kann man sein? Entweder man ist dafür oder man ist dagegen... Aber wie kann man denn ein bisschen dafür UND ein bisschen dagegen sein? Sind die doof?
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#10 Side-FX23Anonym
  • 21.04.2011, 14:43h
  • Antwort auf #8 von Timm Johannes
  • Hello? Die beste "Kirche" ist "gar keine Kirche"! Wozu braucht man diesen religiösen Wahnsinn? Ich hab sowieso nie verstanden, was das bringen soll... Ich hatte schon mit 12 mit diesen ganzen religiösen Vereinen abgeschlossen. Das ist KEINE erfreuliche Nachricht, dass irgendein homophober Verein sich plötzlich als angeblicher "Menschenfreund" auftut. Es ist äußerst beschämend, das eine sogenannte christliche Vereinigung erst nach 200 Jahren diese Einsicht hat! Die gehören öffentlich bespuckt! Pfui!
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