Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?1412
  • 30. Juli 2004, noch kein Kommentar

Dem Schwulen Überfalltelefon Köln 19228 wurden in der jüngsten Vergangenheit bereits mehrfach Erpressungsversuche mitgeteilt. Erst kürzlich sind drei weitere Versuche bekannt geworden. Die Zunahme der Erpressungen veranlasste das Überfalltelefon nun zu einer erneuten Pressemitteilung. Dabei stellte die Einrichtung fest, dass es offenbar unterschiedliche Täter gibt, die weiterhin nach gemeinsamen Sex geschickte Drohkulissen um das Opfer aufbauen, es einschüchtern und durch Geldzahlung in Aussicht stellen, dass das Opfer in Frieden gelassen werde.

Beim ersten der drei Fälle handelt es sich um eine Tat, die vor den letzten Presseveröffentlichungen 2003 geschah. Der Betroffene meldete sich aufgrund der Artikel in der schwulen Presse und wollte, dass auch sein Erlebnis beim Schwulen Überfalltelefon Köln 19228 dokumentiert wird. Ein Zweiter wurde nach dem Sex in der eigenen Wohnung erpresst, nachdem er den Täter im Stadtgarten kennen gelernt hatte. Auch hier konstruierte der Täter eine Geschichte, um das Opfer einzuschüchtern: Erst gab er nach dem Sex den Hinweis, dass er Geld erwartet habe. Nach weiterer "Diskussion" wurde insgesamt eine Summe von 250 Euro erpresst. Das Opfer hoffte, dass der Fall damit erledigt sei. Da sich auch nach der Zahlung einige Tage später Erpressungsversuche des Täters fortsetzten, erstatte das Opfer bei der Polizei Anzeige.

Das dritte Opfer, das sich Ende Juli sofort nach der Tat beim Schwulen Überfalltelefon Köln 19228 meldete, zeigte sich selbstbewusster. Der Anrufer war am Herkulesberg, einer populären Cruising-Area, nach bekanntem Schema erpresst worden, erinnerte sich an die Artikel in der Presse und drohte dem Erpresser überzeugend bei Beginn der Diskussion mit dem Anruf bei der Polizei, worauf der Täter ohne Geldzahlung das Weite suchte. Dieser dritte Betroffene steht weiterhin als Zeuge zur Verfügung, sobald der bzw. die Täter ermittelt werden.

Mit dem besonderen Hinweis "Besser einmal zu schnell als zu wenig die Polizei anzurufen!", wirbt das Schwule Überfalltelefon nun dafür, dass sich kein Schwuler einschüchtern lassen solle, mit welchen Geschichten, bedrohlichen Andeutungen oder möglichen Unannehmlichkeiten für den Sexpartner auch immer. Frank G. Pohl vom Schwulen Überfalltelefon dazu: "Keine Scham empfinden und sich nicht überrumpeln lassen, sondern mutig, Nein sagen, andere mit ins Gespräch einbeziehen, nicht zögern die Polizei zu rufen und bei konkreter Gefahr um Hilfe rufen."

Das Schwule Überfalltelefon Köln behandelt Anrufe grundsätzlich anonym und vertraulich. Erreichbar sind sie montags und freitags von 19.00 bis 21.00 Uhr unter der Telefonnummer 02 21/19 228. Zu jeder anderen Zeit kanneine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden. Eine Beratung ist auch per Mail möglich. (jg/pm)

30. Juli 2004, 14:00