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Anne Klein bei einer Bundesratsitzung 1990 in Bonn (Bild: Wiki Commons / Engelbert Reineke / CC-BY-SA-3.0-DE)

Die lesbische Politikerin Anne Klein ist tot. Sie hatte 1989 als Berliner Familiensenatorin das erste Referat für gleichgeschlechtliche Lebensweisen gegründet.

Klein ist am Samstag im Alter von 61 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Die parteilose Notarin und Rechtsanwältin setzte sich stets politisch insbesondere für Frauenrechte ein. So arbeitete sie Anfang der 1980er Jahre für die grüne Bundestagsfraktion ein Antidiskriminierungsgesetz aus, das Frauen gleiche Teilhabe garantieren sollte. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie für die Abgeordneten Waltraud Schoppe und Petra Kelly aktiv.

1989 wurde sie von der Alternativen Liste, wie sich damals die Berliner Grünen nannten, als Senatorin für das Ressort Familie, Jugend und Frauen bestimmt. In ihrer weniger als zwei Jahre dauernden Amtszeit gründete sie das bundesweit erste Referat für gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Dessen Aufgabe ist es, die "Emanzipation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen zu unterstützen, Diskriminierungen abzubauen und die gesellschaftliche Akzeptanz verschiedener sexueller Lebensweisen zu fördern." Mit dem neuen Referat wagte Klein auch ihr öffentliches Coming-out - bei ihrer Wahl hatte sie Fragen nach ihrer sexuellen Orientierung noch abgewehrt. Nach dem Ende der rot-grünen Koalition zog sich Klein aus der Politik zurück und arbeitete wieder als Rechtsanwältin. In dieser Funktion vertrat sie auch hochkarätige Klienten, wie die Fernsehmoderatorin Sabine Christiansen bei ihrer Scheidung.

In ihrem politischen Leben blieb Klein stets auf ihr Lebensthema fixiert - und machte sich über grüne Politiker lustig, die andere Prioritäten setzten: "Das Atom-Gesetz kennen die in- und auswendig. Aber kennen sie auch die Gesetzeslage zur Gleichberechtigung der Frau?", zitiert Überfeministin Alice Schwarzer die Juristin in ihrem Nachruf. Anne Klein hinterlässt ihre Partnerin Barbara Binek, mit der sie über ein Vierteljahrhundert zusammen lebte. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.04.2011, 12:39h
  • Den Angehörigen mein aufrichtiges Beileid! Berlin verliert mit ihr eine politisch sehr engagierte Frau!
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#2 XDAAnonym
#3 jojoAnonym
  • 26.04.2011, 16:33h
  • Antwort auf #2 von XDA
  • die anderen vielleicht. bei mir machen sie sicher eine ausnahme.

    danke an anne klein und ihre arbeit! es ist doch schön, wenn ein mensch solche spuren hinterlassen kann.
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#4 marley
  • 26.04.2011, 18:27h
  • Leute jetzt mal bitte keine weiteren respektlosen Kommentare!
    Auch mein Beileid für die Angehörigen
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