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Türkische Schwule und Lesben trotzen den Moralwächtern: Regenbogenfahne vor einer Moschee in Istanbul

Die türkische Telekommunikationsbehörde hat 138 als anstößig empfundene Begriffe für die Verwendung in Internetadressen mit der Landeskennung .tr verboten - darunter auch "gay" und das türkische Pendant "gey".

Türkische Anbieter hätten die Anordnung bereits schriftlich erhalten, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten. So seien nun englische Begriffe wie "adult", "escort", "fetish" oder "hot" untersagt. Andere Begriffe wurden verboten, weil sie im Türkischen eine andere Bedeutung haben - etwa "pic" als Kurzform für "picture", das "Bastard" bedeutet, oder "got", was auf Türkisch so viel heißt wie "Arsch". Selbst "yasak" (verboten) ist ab sofort tabu. Websites dürfen darüber hinaus auch die Zahl 31 nicht mehr in ihren Domainnamen führen, weil sie ein Slangausdruck für Wichsen sei.

Mehrere Tausend Webseiten betroffen

Allen Web-Angeboten, die bisher solche Begriffen in der Domain führten, drohte die türkische Telekommunikationsbehörde mit Sperrung. Betroffen von der Zensuraktion sind mehrere Tausend Webseiten.

Bereits im Oktober 2009 wurde in der Türkei der Zugang zu den populären schwulen Dating-Seiten hadiGAY und GaBiLe gesperrt (queer.de berichtete). Von Zensurmaßnahmen waren auch das Videoportal YouTube und andere Dienste von Google betroffen. (cw/pm).



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.04.2011, 15:28h
  • Die Türkei tut ja wirklich alles dafür, daß es noch viele Jahre bis zur EU-Aufnahme dauern wird Das ist sonst nicht anders in Worte zu fassen.
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#2 daVinci6667
  • 30.04.2011, 15:59h

  • Ich glaube nicht, dass die Türkei die nächsten 50 Jahre beitreten kann. Es gibt in Europa viel zu viel Opposition dagegen. Macht eine Volksabstimmung und uhr habt 90% Nein-Stimmen! Außerdem ist ja auch die Zypernfrage nach wie vor ungelöst. Wenn jetzt die Türkei noch das Internet derart zensuriert, werden es statt 50 halt mindestens 60 Jahre! Was wir Schweizer halt sowieso nicht verstehen ist, warum man die EU nicht mit Ländern wie Australien, Neuseeland oder Kanada erweitert. Da gäbe es bestimmt keine Opposition dagegen.
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#3 otuzbirAnonym
  • 30.04.2011, 16:03h
  • "...Several words on the list of "banned words" are part of everyday life, e.g. the words Adrianne, Animal, Hayvan ('Animal'), Baldiz (sister-in-law'), Beat, Buyutucu ('enlarger'), Ciplak ('nude'), Citir ('crispy'), Escort, Etek ('skirt'), Fire, Girl, Ateşli ('passionate'), Frikik ('freekick'), Free, Gey ('gay'), Gay, Gizli ('confidential'), Haydar, Hikaye, Homemade, Hot, İtiraf ('confession'), Liseli ('high school student'), Nefes ('breath'), Nubile, Partner, Pic, Sarisin ('blond'), Sicak ('hot'), Sisman ('overweight'), Teen, Yasak ('forbidden'), Yerli ('local'), Yetiskin ('adult') etc...."

    www.bianet.org/english/freedom-of-expression/129626-138-word
    s-banned-from-the-internet
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#4 karawaneAnonym
#5 thermostatAnonym
#6 marley
  • 30.04.2011, 16:54h
  • In die Eu kommt die Türkei sowieso nicht,allein schon wegen den Völkermord an Armeniern,den die Türkei verleugnet.In der Türkei gibt es übrigens auch keine Pressefreiheit,nach meiner Auffassung kein demokratischer Staat
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#7 knobi-bomberAnonym
  • 30.04.2011, 17:00h
  • Antwort auf #5 von thermostat
  • vor den wahlen ist die politische situation recht angespannt.

    wenn man z.b. ein fass aufmachen will, das kurdische (türkei, syrien, irak, iran)
    (mit bumm-bumm durch x oder y mit in- und/oder ausländischen akteuren.

    politicdialog.files.wordpress.com/2007/10/pipeline.jpg

    bei aller liebe zur jungen generation kamen in den vergangenen tagen und wochen
    die massen-unruhen marokkanischer und kurdischer jugendlicher im euro-nabel-nebel-fokus
    kaum vor. die cafe-bombe in marokko läßt "al-kaida" aufleben und die repression der
    sicherheitsapparate. man kennt's.

    die kurdischen jugendlichen konnten sich nach straßenschlachten in allen größeren provinzstädten durchsetzen. eine legale partei -mit leyla zana- darf antreten

    www.google.de/search?q=leyla%20zana&qscrl=1&um=1&ie=UTF-8&tb
    o=u&tbs=nws:1&source=og&sa=N&hl=de&tab=wn


    ...Der Staatsanwalt Hikmet Usta, der die Untersuchung zum Mord an dem Türkisch-Armenischen Journalisten Hrant Dink leitet, hat bekannt gegeben, dass er nach möglichen Verbindungen zwischen dem Mordfall und dem Terrornetzwerk Ergenekon suchen will.
    ...Das geheime Terrornetzwerk Ergenekon ist bereits wegen mehrerer Aktionen, die zum Sturz der Regierung führen sollten, in Erscheinung getreten. Der Journalist Hrant Dink ist vor vier Jahren auf der Straße vor seiner Redaktion ermordet worden...

    www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/04/74498/

    Dieses Netzwerk war vermutlich für dieErmordung der christlichen Priester in der Türkei verantwortlich.

    Ziel der Unternehmungen: Der Sturz Erdogans durch innere Unruhen.
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#8 SebiAnonym
  • 30.04.2011, 17:00h
  • Soviel zur These, die Türkei sei bereit für die EU...

    Ist ja auch nicht das erste mal, das sowas passiert...

    Dank der Blauäugigkeit einiger Erweiterungsfans haben wir schon genug Homohasser in der EU, da brauchen wir nicht noch mehr, die irgendwann sogar die Mehrheit haben und auch in den liberaleren EU-Staaten viel zum Negativen ändern können.

    Und dass sich Staaten nach der EU-Aufnahme nicht automatisch ändern sehen wir ja an Polen, Ungarn & Co. Ganz im Gegenteil: wenn man erst mal aufgenommen ist, ist natürlich auch der Druck weg, irgendwas ändern zu müssen.

    Deswegen NEIN zum EU-Beitritt der Türkei! Mal ganz zu schweigen davon, dass die Türkei nur zu weniger als 3% in Europa liegt und zu mehr als 97% in Asien. Die EU soll schon europäisch bleiben und nicht eine reine Freihandelszone der Beliebigkeit werden.
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#9 MarstophProfil
#10 Dr. NoAnonym