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Premierminister David Cameron: Wandert er in den Fußstapfen seiner "Section 28"-Vorgängerin Margaret Thatcher? (Bild: World Economic Forum / flickr / by-sa 2.0)

Der britische Premierminister David Cameron will Medienberichten zufolge gleichgeschlechtliche Küsse - außer im Abend- und Nachtprogramm - verbieten.

Wie britische Medien berichten, will der konservative Regierungschef offenbar in einem neuen Jugendschutzgesetz gegen "unsittliche" Programmszenen vorgehen. Cameron persönlich hat davor gewarnt, dass sexuell angehauchtes Fernsehen Kindern "die Unschuld nehmen" könne.

Nun meldet die "Daily Mail" unter Berufung auf Regierungsquellen, dass selbst gleichgeschlechtliche Küsse von der Regierung als schädlich für die Entwicklung von Kindern angesehen werden und deshalb in der Zeit zwischen 5:30 und 21 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen verboten werden sollen. "Was früher in Ordnung war - wie etwa der 'Brookside'-Kuss, akzeptieren heutzutage nicht mehr viele Eltern am frühen Abend", zitiert das Boulevardblatt die Quelle, die damit auf den ersten gleichgeschlechtlichen Kuss in einer britischen Seifenoper anspielt. Der Kuss von zwei in dicke Wollpullis gekleideten Lesben aus "Brookside" brachte 1994 viele konservative Aktivisten gegen den ausstrahlenden Sender Channel 4 auf.


Dieser Kuss aus "Brookside" brachte 1994 Konservative gegen Channel 4 auf - ist er genauso schlimm für Kinder wie "Rambo III"?

Nach seiner Machtübernahme hatte Cameron bereits die christliche Lobbygruppe Mothers' Union beauftragt, Reformvorschläge zu den Zensurbestimmungen vor der so genannten "Watershed" (Wasserscheide) um 21 Uhr zu machen - ab dieser Zeit dürfen auch "härtere" Inhalte gezeigt werden.

Bislang hat sich Cameron noch nicht zu den Plänen geäußert, diese aber auch nicht dementiert. Schauspieler, die Schwule und Lesben in Vor-"Watershed"-Sendungen spielen, befürchten bereits, aus den Serien hinausgeschrieben zu werden. Via Twitter erklärte Brooke Vincent, die in der ITV-Serie "Coronation Street" die lesbische Jugendliche Sophie spielt: "Wenn sich Cameron so sehr um gleichgeschlechtliche Küsse schert, dann stimmt etwas mit seinen Prioritäten nicht. Unser Land ist in Not!".

Wie bei deutschen Soaps gibt es auch in Großbritannien viele schwule und lesbische Figuren. Derzeit kämpfen in allen der vier großen Seifenopern - Coronation Street (ITV), Eastenders (BBC), Emmerdale (ITV) und Hollyoaks (Channel 4) - gleichgeschlechtliche Paare gegen Intrigen. (dk)



#1 LolitaAnonym
  • 04.05.2011, 12:29h
  • Im Vorabendprogramm haben sexuelle Szenen, gleich welcher Art, nichts zu suchen. So etwas kann man zeigen, wenn die Kinder im Bett sind, also im Abend- und Nachtprogramm. Die Entscheidung der Engländer ist sehr zu begrüßen.
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#3 LorenProfil
#4 felixAnonym
  • 04.05.2011, 12:55h
  • Antwort auf #1 von Lolita
  • "Im Vorabendprogramm haben sexuelle Szenen, gleich welcher Art, nichts zu suchen."

    und du hast meiner meinung nach mit deinem nick in diesem forum nichts zu suchen.

    ausserdem ist ein kuss noch keine sexuelle szene
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#5 GastGastGastAnonym
  • 04.05.2011, 12:55h
  • Stimmt harte Sexszenen haben im Vorabendprogramm wirklich nicht unbedingt etwas zu suchen, aber darum geht es hier doch auch gar nicht. Es geht um Küsse, bzw. um gleichgeschlechtliche Zärtlichkeiten. Das ist doch etwas anderes als explizite Sexszenen.

    Insofern ist das absoluter Blödsinn was hier gefordert wird, gerade wo das für heterosexuelle Küsse natürlich mal wieder nicht gelten soll...
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#6 Pippilotta PupsAnonym
  • 04.05.2011, 13:02h
  • Antwort auf #1 von Lolita
  • Noch ganz knusper, Lolita???

    Herr Cameron sollte sich zum Schutze der Kinderseelen mal zur Abwechslung um heterosexuellen Schmuddelkram kümmern, der einen in Form von wippenden Brüsten, steifen Mamillen und nur mühsam verdeckter weiblicher Scham durch alle Medien hindurch schier anbrüllt.

    Ich habe davon schon erheblichen seelischen Schaden davongetragen. Unter anderem bin ich dadurch schwul geworden.

    Hier finden die wahren Ferkeleien statt, Mr. Cameron!
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#7 emographAnonym
  • 04.05.2011, 13:03h
  • Antwort auf #1 von Lolita
  • Ein Kuss ist keine sexuelle Handlung sondern ein Ausdruck der Gefühle. Er kann niemanden verletzen, denn er richtet sich gegen niemanden. Gefühle und Liebe sollen ganztägig im Fernsehen einen festen Platz haben.
    Neben all den Krimis, mit dem Mord, Tod, Betrug, Hass als Grundthematik, die heutzutage tagsüber in vielen öffentlichen Fernsehprogrammen gezeigt werden (auch wenn in den Krimis dagegen gekämpft wird), kann, ja muss man mehr Küsse zeigen, auch unter Minderheiten, denn die gibt es da draußen im Leben auch.
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#8 reportAnonym
#9 Knueppel
  • 04.05.2011, 13:34h
  • Wie passt denn das zusammen, Mr. Cameron?

    In der lobenswerten YouTube Kampagne "It Gets Better", die gemobbte schwule und lesbische Jugendliche unterstützt
    www.youtube.com/watch?v=m2GBmqtOOmw

    wollen Sie schwule und lesbische Jugendliche in ihrem Selbstwertgefühl unterstützen.

    Dass zu dieser Entwicklung von Selbstwertgefühl natürlich auch Identifikationsfiguren dringend erforderlich sind (wenn im TV z.B. Schwule und Lesben nicht genauso selbstverständlich vorkommen und sich genauso selbstverständlich küssen, wie es ihre heterosexuellen Pendants tun, dann wird die Wahrnehmung dieser schwulen und lesbischen Jugendlichen beeinträchtigt. Was nicht vorhanden ist und verschwiegen wird, mit dem kann man sich kaum identifizieren, oder?), weil Jugendliche sonst nur sehr schwer ihren Platz in der Gesellschaft finden, dürfte Ihnen doch einleuchten?

    Wenn Sie jetzt, wie die "neo-faschistisch" unterwanderte *italienische Regierung, ein Kussverbot für Schwule und Lesben fordern, dann wird Ihre Glaubwürdigkeit, Herr Premier, schlagartig verschwinden! Beschädigt ist sie durch diese Meldung bereits.

    www.lettera43.it/attualita/14853/riecco-giovanardi-no-ai-bac
    i-gay-in-pubblico.htm


    www.gay.tv/articolo/1/14550/Treviso--multe-per-i-baci-gay-in
    -pubblico


    www.gay.tv/articolo/1/2475/E-ADESSO-BACIAMI--AMORE-MIO
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#10 tom21
  • 04.05.2011, 14:34h
  • Antwort auf #1 von Lolita
  • Ja, sexuelle Szenen haben im Vorabendprogramm nichts zu suchen. Doch wenn für dich das Küssen eine sexuelle Handlung ist, dann sollte dies natürlich auch für alle gelten. Einschließlich Heteros. Da aber keiner über ein generelles Kussverbot spricht, sind wir wieder bei der Diskriminierung von bestimmten Gruppen. Haben manche aus der Vergangenheit gar nichts gelernt?
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