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Capleton zündelt gerne...

In seinen Liedern ruft Capleton zum Mord an Schwulen auf, im August soll er trotzdem beim Chiemsee-Reggae-Summer auftreten. Die Band Frittenbude hat sich deshalb vom Festival zurückgezogen.

Der 43-jährige jamaikanische Sänger (bürgerlich: Clifton George Bailey III) erklärt in seinen Liedern, dass die Welt von Homosexuellen "gesäubert" werden müsse und benutzt dabei Worte wie "kill" oder "burn". Beim Chiemsee-Reggae-Summer, das vom 26. bis zum 28. August stattfinden soll, ist sein Auftritt auf der großen Hauptbühne geplant.

Wegen der Einladung von Capleton hat die deutsche Elektropunkband Frittenbude ihren Auftritt bereits abgesagt: "Solange Capleton oder irgend ein anderer homophober 'Künstler' auf dem Chiemsee Reggae Summer spielt, ist unser Auftritt dort gecancelled", schrieb die niederbayerische Gruppe am Mittwoch auf ihrer Website. Man habe unter der Bedingung zugesagt, dass die Veranstalter keine Sänger einladen, die ihre "idiotische Propaganda" gegen Homosexuelle verbreiten wollten.

Die Absage der Band erhielt auch Lob aus der Politik: "Frittenbude zeigt eine Haltung, die wir im Musik-Business viel zu selten erleben", erklärte der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck. "Mit vermeintlichen Künstlern, die in ihren Songs zum Hass, Gewalt und Mord von Minderheiten aufrufen, macht man keine Party!".

Letztes Jahr Sizzla, jetzt Capleton


Wollen nicht mit Homohassern auftreten: Die Jungs von Frittenbude

Bereits im letzten Jahr hatten die Veranstalter des Chiemsee-Reggae-Summer mit Sizzla einen Homohasser eingeladen (queer.de berichtete). Nach Protesten von Homo-Gruppen sagten die Veranstalter später den Auftritt des Hasssängers aus "Sicherheitsbedenken" ab (queer.de berichtete). Der LSVD kritisierte damals auch gezielt die Sponsoren des Festivals, insbesondere die als eher homofreundlich geltenden Unternehmen Beck's und Deutsche Bahn. Beide Firmen unterstützen auch dieses Jahr wieder das Festival trotz des erneut geplanten Hasssänger-Auftritts.

Auch Auftritt in Österreich geplant

Wie im letzten Jahr Sizzla soll dieses Jahr Capleton zeitnah zum Auftritt beim Chiemsee Reggae Festival auch bei einem Festival im österreichischen Wiesen seine Botschaften verbreiten. Der Auftritt ist für den 27. August geplant. Sizzla sagte seine Teilnahme im vergangenen Jahr jedoch ab, nachdem er in Bayern ausgeladen worden war.

Capleton-Fans erklärten immer wieder, dass diese Aussagen zur Tötung von Schwulen in den homophoben "Battyman-Tunes" nur "symbolisch" gemeint seien und auf religiösen Gefühlen beruhten. Allerdings verweisen Menschenrechtsaktivisten darauf, dass die hasserfüllten Songs insbesondere in Jamaika zu Lynchmorden an Schwulen geführt hätten. Zwar hat sich Capleton durch seine Unterschrift im Reggae Compassionate Act 2007 dazu verpflichtet, nicht mehr in seinen Liedern zum Mord an Schwulen aufzurufen (queer.de berichtete). Diese Vereinbarung hat der jamaikanische Sänger jedoch wiederholt gebrochen. (dk)

Youtube | Frittenbude: Mindestens in 1000 Jahren


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.05.2011, 11:03h
  • Dieser Auftritt muß unbedingt verhindert werden! Solchen Typen sollte man die Einreise verweigern!
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#2 jojoAnonym
  • 05.05.2011, 11:16h
  • und wieder werden eigene emotionale defekte zu "religiösen gefühlen" zurechtgelogen, in der jämmerlichen hoffnung, sogar die brutalste menschenfeindliche hetze damit für unhinterfragbar erklären zu können.

    ein lob an frittenbude: es geht doch. ich hoffe, dass andere künstler sich hier ein beispiel nehmen und sich der eigenen moralischen mtverantwortung bewusst werden.

    das lustige ist ja, dass ausgerechnet eine punkband vormacht, was moralische konsequenz ist.
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#3 jojoAnonym
#4 horstiAnonym
#5 alexMucEhemaliges Profil
  • 05.05.2011, 11:58h
  • Der LSVD hat bereits die zuständigen Behörden informiert. Weiß ich 100 %. leider habe ich die Email nicht mehr.
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#6 yomenAnonym
  • 05.05.2011, 12:18h
  • "und auf religiösen Gefühlen beruhten"

    riiiichtiiiisch!

    gleiche argumentationskette betreibt auch der papst.

    deshalb hat er, wie auch das sonntägliche kirchenglockengebimmel das recht hat , die freiheit dort zu spielen!
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#7 ArthasAnonym
#8 tom21
  • 05.05.2011, 12:49h
  • Manche Veranstalter kapieren einfach nicht, dass sie sich mit Bands, die Gewalt verherrlichen, nicht nur selber Schaden, sondern auch der Gesellschaft in der sie leben. Kommt es auf diesen Veranstaltungen zu gewaltvollen Auseinandersetzungen, vielleicht sogar zu Toten, will dann wieder keiner daran Schuld haben.
    Irgendwie wundere ich mich schon, dass diese Band überhaupt in Deutschland auftreten darf. Volksverhetzung ist doch Strafbar!

    de.wikipedia.org/wiki/Volksverhetzung
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#9 BurgerBerlinProfil
  • 05.05.2011, 13:22hBerlin
  • Tja, da investiert Beck´s Unsummen an Geld in die Pflege der Community und mit einem Schlag kann es vorbei sein. Da hilft auch die beste Werbeagentur nix, wenn man sich nicht vorher informiert, was da für ein Schwachmat seine unsäglichen Texte vor sich hin trällert. Wie wäre es mit einer Kampagne gegen die Hauptsponsoren - mal sehen wie schnell die ihr Engagement zurückziehen.
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#10 vingtans
  • 05.05.2011, 13:30h
  • hmm doof,

    aber hey wisst ihr was das tolle ist? jamaika-english cersteht eh keine sau.
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