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Nicht erwähnenswert: Regenbogenfamilien spielen im Berliner Familienbericht keine Rolle (Bild: Wiki Commons / ScienceGenetics / CC-BY-SA-3.0GFDL)

Der Berliner Beirat für Familienfragen - ein vom Senat berufenes 23-köpfiges Gremium - hat in seinem 200-seitigen Familienbericht 2011 die Existenz von schwul-lesbischen Familien ignoriert.

Der Lesben- und Schwulenverband kritisiert diese Ausgrenzung scharf: "Die Lebensrealität von Lesben, Schwulen und deren Kindern wird von dem Bericht komplett ausgeblendet, obwohl Lesben und Schwule genau wie Heterosexuelle in ihren Beziehungen füreinander einstehen und auch gute Eltern sind", erklärte Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg. Der Bericht werde damit seinem eigenen Anspruch nicht gerecht, einen "erweiterten Familienbegriff" zu verwenden.

Der Familienausschuss beschäftigt sich am Donnerstagnachmittag mit dem Bericht. Der LSVD fordert die Parlamentarier auf, den Familienbericht zu ändern und Regenbogenfamilien in der Familienpolitik nicht länger zu ignorieren.

Der Berliner Beirat für Familienfragen ist ein von der rot-roten Stadtregierung berufenes Gremium, in dem familienpolitischen Akteure Berlins vertreten sind. Er besteht aus 23 Vertretern aus Verbänden, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, sowie der katholischen und evangelischen Kirche, die insgesamt drei Jahre an dem Bericht gearbeitet haben. Ziel des Berichtes ist es nach Angaben des Senats, die bestehenden Angebote und Maßnahmen für Familien zu analysieren und praxisnahe Empfehlungen für Verbesserungen zu geben. Regenbogenfamilien fürchten nun, nach dem Ausschluss aus dem Bericht auch in der Familienpolitik ignoriert zu werden.

In den letzten Monaten haben immer wieder Unionspolitiker die Qualifikation von Schwulen und Lesben als Eltern generell infrage gestellt. So warf die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gleichgeschlechtlichen Paaren vor, mit ihrem Wunsch nach Gleichbehandlung im Adoptionsrecht die "Bedürfnisse und Interessen der Erwachsenen" über das Kindeswohl zu stellen (queer.de berichtete). Unionsfraktionschef Volker Kauder behauptete sogar, dass Kinder nicht bei Schwulen oder Lesben aufwachsen wollten (queer.de berichtete). (dk)



#1 hwAnonym
#2 tom21
  • 05.05.2011, 12:30h
  • Da homosexuelle Familien ebenso Steuern zahlen wie heterosexuelle Familien, haben sie das Recht in so einem Bericht erwähnt zu werden, der ja vorgibt vollständig zu sein und den Familienbegriff neu zu definieren.
    Außerdem kommt es mir irgendwie spanisch vor, dass angeblich von 23 Verbänden, kein einziger Verband dies in drei Jahren bemerkt haben soll.
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#3 pitAnonym
#4 geronimoAnonym
#5 GeorgFalkenhagenProfil
  • 05.05.2011, 14:40hBremen
  • Als seit 21 Jahren "Neu"-Berliner schäme ich mich bei solchen Meldungen für meine Heimat.
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#6 anatole f.Anonym
#7 TeddyTeddyBumBumAnonym
  • 05.05.2011, 17:33h
  • Nun sieht man es wieder...
    Rot-Rot kriegt es eben in der Umsetzung auch nich hin. Da werde erfolglose Anträge im Bundesrat auf Ehe-Öffnung gestellt, um bei den Homo-Wählern gut dazustehen, aber im eigenen Bundesland wird dann in der Realität nichts gemacht.

    Ich hoffe, das öffnet einigen der Ultralinken hier die Augen. Gemeckert wird über die angeblich so falsche FDP, aber von euren tollen und weltverändernden Linken kommt absolut nix... Kommunisten halt...
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#8 GeorgFalkenhagenProfil
#9 lambsiAnonym
#10 spontiAnonym
  • 05.05.2011, 17:59h
  • Antwort auf #2 von tom21
  • die regenbogenfamilien zahlen wegen der ungleichbehandlung im steuerrecht sogar erheblich mehr steuern.

    ich jeden monat 400€ im vergleich zu meinem heterosexuellen kollegen, der ebenfalls wie wir 1 kind hat
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