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Ausschnitt aus dem Werbespott (Bild: FOX)

Im ersten Werbespot für den Browser Chrome zeigt Google ausschließlich Szenen aus der Kampagne "It Gets Better", die jungen Schwulen und Lesben Mut zuspricht.

Der 90-sekündige Werbefilm wurde während der US-Ausstrahlung der Serie "Glee" im Sender FOX gezeigt. Er enthält Ausschnitte aus Youtube-Filmen der von Homo-Aktivist Dan Savage im September 2010 gestarteten "It Gets Better"-Kampagne (Youtube gehört ebenfalls zu Google). Anlass für die Kampagne ist die zunehmende Zahl an Selbstmorden unter Jugendlichen, die wegen ihrer Sexualität gehänselt worden waren. In kurzen Youtube-Spots erklärten daher viele Promis wie Lady Gaga, Chaz Bono oder Woody aus "Toy Story", dass es ein gutes Leben nach dem Mobbing gibt. Sogar Präsident Barack Obama beteiligte sich an der Aktion (queer.de berichtete).

Youtube | Der ganze Werbespot

Google hat vor dem "It Gets Better"-Spot in den USA nur Internetwerbung für seinen Chrome-Browser geschaltet. Darin hatte der Konzern hauptsächlich damit geworben, schneller als die beiden derzeit populärsten Browser Internet-Explorer und Mozilla Firefox zu sein.

Schon länger gilt Google als homofreundliche Firma, die etwa einen Teil der Einkommensteuer für schwule und lesbische Mitarbeiter zahlt, weil diese vom Staat benachteiligt werden (queer.de berichtete). Allerdings führt die Marktmacht auch zu Bedenken in der Community (siehe queer.de-Standpunkt).

Uneigennützig ist der Schritt von Google Chrome jedenfalls nicht, seinen ersten TV-Spot der schwul-lesbischen Community zu widmen. "Glee"-Zuschauer haben in Blogs das Verhalten des Internetkonzerns fast einhellig begrüßt. Das Magazin "Digital Trends" merkt zudem an, dass jeder zusätzliche Chrome-Nutzer das Werbepotenzial von Google steigert. Dennoch: "Es braucht wirklich moralische Aufrichtigkeit, hinter der schwul-lesbischen Community zu stehen, die immer noch gefährlichen Bedrohungen von homophoben Kräften in den USA und dem Rest der Welt ausgesetzt ist. Aber natürlich geht es auch ums Geldverdienen - nicht, dass das unbedingt schlecht ist...". (dk)



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#1 tom21
  • 05.05.2011, 13:20h
  • Solange das Thema Homophobie in unserer Gesellschaft aktuell ist, habe ich nichts dagegen dass Unternehmen wie Google mit homofreundlicher Software / Einstellung Geld verdient, solange sie nicht gleichzeit eine, hinter verschlossenen Türen, entgegengesetzte Meinung vertreten.
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#2 khalifvonkoelnAnonym
#3 jojoAnonym
  • 05.05.2011, 22:31h
  • Antwort auf #2 von khalifvonkoeln
  • kann ich verstehen. mich rühren diese videos auch sehr tief an. und ich liebe die aktion.

    was mir so gut gefällt, ist, dass hier einmal ein ganz zentraler punkt nicht nur benannt, sondern sichtbar und fühlbar gemacht wird, der sonst viel zu selten aufscheint: das konkrete und leider sehr reale leiden der schwulen, lesben und trans*. die angst, die verzweiflung und die einsamkeit, die die unsinnige homophobie der gesellschaft erzeugt.

    die meisten von uns kennen dieses leiden, wir haben das aber größtenteils weit weggeschoben, weil es früher nahezu unterträglich groß war. auch wenn es schmerzt, finde ich es sehr wichtig, sich dieses leids gelegentlich zu erinnern. und in dieser aktion wird es auf eine wunderbare weise umgewandelt in zorn und hoffnung.

    das rührt einen an, und ich bin sicher, dass diese aktion unendlich viel bewegt.

    nicht nur bei den unsicheren schwulen und lesben, die hoffnung daraus ziehen, sondern auch bei allen menschen, denen vor augen geführt wird, dass homophobie nicht irgendein abstraktes problem ist, sondern eine ganz reale und furchtbar überflüssige quelle von leid.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.05.2011, 10:35h
  • Ich wußte gar nicht, daß das Videoportal Youtube zu Google gehört! Aber sei's drum, die Idee finde ich sehr gut!
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#5 SarahAnonym
#6 YannickAnonym
  • 06.05.2011, 17:17h
  • Das ist natürlich lobenswert und es sollte viel mehr in der Richtung geben - auch von anderen Konzernen.

    Aber eines darf man nie vergessen und sollte man immer im Hinterkopf behalten:
    wie bei jeder Art von Werbung, so geht es natürlich auch hier um bestimmte wirtschaftliche Interessen. Und Schwule gelten nun mal als sehr finanzkräftig (oft Doppelverdiener ohne Kinder) und konsumfreudig.
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