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Für den 22. September soll eine Demonstration gegen die "menschenfeindliche Sexualpolitik" des Heiligen Stuhls organisiert werden. (Bild: www.derpapstkommt.de)

Comic-Autor Ralf König unterstützt das vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) initiierte Bündnis "Der Papst kommt" mit einer Illustration - damit sollen Proteste gegen die homofeindliche Politik des Vatikans beworben werden.

Das Bild zeigt Papst Benedikt XVI., um den nackte Regenbogenengel schweben. Ein weiblicher Engel klaut dem vatikanischen Staatsoberhaupt seine Kopfbedeckung, ein anderer Engel präsentiert ihm ein Kondom. Die Illustration soll Menschen auf eine Protestaktion am 22. September während des Papstbesuches in Deutschland aufmerksam machen. Der LSVD und mehr als 20 weitere Organisationen wollen damit gegen die "menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik" des Papstes protestieren. Immerhin sei das Oberhaupt der katholischen Gläubigen einer "der Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt".

Ralf König hat sich mehrfach als Religionskritiker geoutet. So erklärte er in einem Interview vor wenigen Jahren: "Ich kann nicht verstehen, was ansonsten durchaus kritische und aufgeklärte Menschen dazu bringt, an einen persönlichen Gott zu glauben, der so denkt, wertet und moralisiert wie wir, der uns straft, in Versuchung führt und Spielchen mit uns spielt. Ich finde das infantil" (queer.de berichtete). In vielen seiner Comics beschäftigt sich König mit religiösen Themen. Sein Buch "Archetyp" handelt etwa von einem eingebildeten, rechthaberischen Noah. Allerdings ist König trotz der Religionskritik im Mainstream angekommen: Der Comic wurde sogar als Serie von der konservativen "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" abgedruckt (queer.de berichtete).

Das nächste Netzwerktreffen der Gruppe "Der Papst kommt" findet am 9. Juni im Gewerkschaftshaus des DGB Berlin-Brandenburg statt. Interessierte werden gebeten, sich vorher anzumelden. Mehr Informationen gibt es bei www.derpapstkommt.de. (dk)



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#1 Timm JohannesAnonym
  • 05.05.2011, 14:47h
  • Beim Streit mit der Katholischen Kirchenleitung sind übrigens, was zunehmend auch der Allgemeinbevölkerung bewusst wird, vorrangig homosexuelle Menschen beteiligt.

    Auf der einen Seiten befinden sich unsere Queer-Forenschreiber, gleichgeschlechtlichen Paare und Regenbogenfamilien. Und auf der anderen Seite befinden sich unsere angeblich zölibatär lebenden Klemmschwestern des Katholischen Klerus.

    Über Jahrhunderte waren Klöster und das zölibatäre Priesteramt Zufluchtsorte für homosexuelle Menschen; ein Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare war bis Ende der 1960er aufgrund der Strafbarkeit kaum/nicht möglich und es gab keine Kneipen, Saunen, Internetchats, Partys, usw.. wo man seinen Traummann finden konnte.

    Die Welt in westlichen Industriestaaten hat sich gottseidank geändert und daher wählen auch immer weniger homosexuelle Menschen ein Klosterleben/Zölibat. Priestermangel und Schliessung von Klöstern sind die Folge.

    Ratzinger und Co. möchten am Zölibat festhalten und führen so den katholischen Klerus in eine Sackgasse. Das Memorandum "Kirche 2011" fordert das Ende des Zölibates und die Zulassung von Frauen, aber diese 311 katholischen Theologieprofessoren werden von Ratzinger ignoriert.
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#2 EngelAnonym
  • 05.05.2011, 15:51h
  • engel mit titten lol. die engel der rkk und die meisten engel der klasischen kunst sind männlich.
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#3 schwulenaktivist
  • 05.05.2011, 16:55h
  • Engel sind geschlechtslose Wesen. Aber wenn König keine Titten gezeichnet hätte, wären wohl die taz und die Wildwasser wegen "Pädophilie" gegen ihn vorgegangen... :P
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#5 Ilovelife
  • 05.05.2011, 19:35h
  • @ Timm Johannes

    Die Unterscheidung gefällt mir. Wobei es bestimmt auch unter den queer- Forenschreibern Regenbogenfamilien, Paare und natürlich Singles gibt *knuff*.
    Damit bestätigst du aber generell die These eines guten Freundes im Rentenalter, der mit seinem Partner nun schon über 40 Jahre zusammen lebt und lange Zeit homopolitisch, auch noch zu ganz anderen Zeiten in diesem unserem Lande, engagiert war. "Die ärgsten Feinde sind die, die sich verstecken, und den anderen ihre Offenheit neiden"...
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 stromboliProfil
  • 06.05.2011, 11:02hberlin
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • "Über Jahrhunderte waren Klöster und das zölibatäre Priesteramt Zufluchtsorte für homosexuelle Menschen; ein Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare war bis Ende der 1960er aufgrund der Strafbarkeit kaum/nicht möglich und es gab keine Kneipen, Saunen, Internetchats, Partys, usw.. wo man seinen Traummann finden konnte."...
    "daher wählen auch immer weniger homosexuelle Menschen ein Klosterleben/Zölibat..."

    na dann sollten wir doch alle das zölibat unterstützen; wo sonst können wir unsere "traummänner" finden, als in der abgeschiedenheit der inneren einkehr???

    Du schreibst manchmal (?) einen abgehobenen
    scheiß...; fehlt nur noch die einladung zur reise nach schweden auf den lesbischen pfarrhof...

    Nebenbei: ich glaube nicht , dass religiös empfindende, egal ob verpartnert oder single, sich so einfach von ihrem „glauben „ abwenden, was man an personen wie dir doch bestens sehen kann: die emotionale blindheit lässt selbst die zweifelshafteste ideologie in schillernsten farben glänzen, wird nur ein hauch von hoffnung auf besserung wie ein ferner regenbogen an die wand projiziert...
    Sie verhalten sich religionskonform, also kirchenkritisch , aber dem glauben weiterhin verbunden.
    Da lässt sich keine tiefergehende , ehrliche kritik herausarbeiten, sondern das versandet im bäumchen-wechsel-dich-spiel!
    Aber in dem bist du ja bekannterweise geübt!

    Die , die hier sich religionskritisch äussern, sind allemal ungläubig geworden! So auch Ralf König!!
    &
    Es bleiben nur die klemmschwestern über , die in den kirchen den quotenkasper spielen und so der religion weiter die legitimation geben, teil auch der schwulen identitäten sein zu wollen...
    da reichen sich die zölibiaten klemmschwestern und moralisch wertvoll verpartnerten ihre schwitze-händchen...
    traummänner?
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#8 stromboliProfil
#9 YannickAnonym
  • 06.05.2011, 17:10h
  • Wenn das homohassende Oberhaupt einer demokratiefeindlichen, totalitären, fundamentalistischen Organisation Deutschland besucht, darf man da nicht wegsehen. Da muss man seine Meinung laut und sichtbar kundtun!!

    So wie es in anderen Staaten auch geschehen ist!

    Je mehr, desto besser...
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#10 GayUserAnonym