Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14190

Volker Beck ist gegenwärtig Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag (Bild: Grüne NRW)

Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) soll in vier Jahren den Sozialdemokraten den Bürgermeisterposten in Köln entreißen, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf Parteikreise.

Der offen schwule Bundestagsabgeordnete, der in den letzten Tagen für seine Partei an den Koalitionsverhandlungen in Rheinland-Pfalz teilgenommen hat, soll sich demnach 2015 als grüner Kandidat in der Domstadt antreten. Beck selbst gibt sich allerdings derzeit noch bedeckt und erklärte, die OB-Kandidatur stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung.

Bei den letzten Wahlen haben die Grünen zugunsten des SPD-Politikers Jürgen Roters auf einen eigenen Kandidaten verzichtet. Roters gewann bereits im ersten Wahlgang mit 55 Prozent der Stimmen - und schlug dabei auch zwei schwule Gegenkandidaten: Der aus Berlin eingeflogene CDU-Kandidat Peter Kurth kam auf 33 Prozent der Stimmen, der Liberale Ralf Sterck erreichte rund sechs Prozent (queer.de berichtete).

Die Grünen in Köln zeigten sich jedoch in mehreren Politikfeldern mit Roters unzufrieden, beispielsweise weil er sich gegen ein Nachtflugverbot auf dem Kölner Flughafen ausgesprochen hat. Die Grünen beklagen, dass Roters damit Vereinbarungen zwischen beiden Parteien missachte.

Erfolge für Grüne in Südwestdeutschland

Derzeit überflügeln die Grünen in Umfragen insbesondere in Städten die SPD - und wollen ihre neue Stärke in politische Macht umsetzen. Bislang konnte die Ökopartei Bürgermeisterposten insbesondere in Südwestdeutschland erringen, etwa in Freiburg, Konstanz, Tübingen und Bad Homburg - in Baden-Württemberg wird die Ökopartei in Kürze den Ministerpräsidenten stellen.

Der gebürtige Schwabe Beck tritt gegenwärtig für den zweiten Kölner Wahlkreis im eher konservativen Westen der Domstadt an. Bei der Bundestagswahl 2009 konnte er 15,6 Prozent der Erststimmen und 19,9 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen. (dk)



#1 marc33ffm
  • 06.05.2011, 16:31h
  • Mit ist Volker Beck in der Bundespolitik lieber. Wäre schade, wenn er sich mehr auf Lokalpolitik konzentriert.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 YannickAnonym
  • 06.05.2011, 17:22h
  • Antwort auf #1 von marc33ffm
  • Sehe ich auch so:
    obwohl ich einen offen schwulen und homopolitisch so engagierten Bürgermeister toll für Köln fände, ist er in der Bundespolitik zu wichtig.

    Es gibt bei den Grünen zwar auch noch genug andere, die sich für Homorechte einsetzen (und das ist auch bei grünen Heteros unstrittig), aber niemand ist so bekannt, anerkannt und angesehen wie Volker Beck.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LorenProfil
  • 06.05.2011, 17:46hGreifswald
  • Als Kölner kann ich mich #1+2 nur anschließen. Wer die Kölner Stadtpolitik näher kennt, weiß, wieviele Fallstricke da auf einen warten, über die man "gestolpert werden kann" (sog. "Kölscher Klüngel"; hat nichts mit dem gleichnamigen Bier zu tun, kann aber auch einen Kater herbeiführen). Volker Beck hat Qualitäten, die gerade den queeren Bürgern Deutschlands an anderer Stelle besser zugute kommen könnten (z.B. bei einem Regierungswechsel im Bund als Staatssekretär oder gar Bundesminister oder auch weiterhin mit mehr Unabhängigkeit in seiner jetzigen Position oder als Fraktionsvorsitzender).
    Vielleicht bleibt er auch deshalb zurückhaltend, weil er andere Prioritäten hat für 2013. Jedenfalls gehört er zu den Bundespolitikern, die mich selten enttäuscht haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.05.2011, 18:25h
  • Volker Beck als Kölner Oberbürgermeister? Liebe Bündnisgrünen, bringt ihn zur Vernunft! Das geht garantiert in die Hose!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Timm Johannes Anonym
  • 06.05.2011, 19:28h
  • Keine gute Idee...

    Ich möchte Volker Beck weiterhin lieber in der Bundespolitik im Bundestag und als parlamentarischen Geschäftsführer dort sehen. Auch wäre es sehr wichtig, dass falls die Grünen in Regierungsverantwortung gelangen, er dann in Berlin im Bundestag sitzt, um die Eheöffnung durchzusetzen.

    In Köln kann er nicht gewinnen und es würde auch nicht viel an Verbesserungen bringen, aber in Berlin im Bundestag wäre Volker Beck sehr wichtig. Er soll sich daher nicht aufs kommunalpolitische Abstellgleis schieben lassen, da er in Berlin zur Eheöffnung gebraucht wird.

    Interessant wäre auch eine Ernennung von Volker Beck zum Entwicklungshilfeminister; für diesen Ministerposten wäre er auch sehr geeignet.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 alexander
#7 TimonAnonym
  • 07.05.2011, 16:02h
  • Also so sehr ich Volker Beck den Posten gönne, aber seine Verdienste um Homorechte auf Bundesebene sind mir ehrlich gesagt erstmal wichtiger.

    Und ich glaube kaum, dass er als Kölner OB noch Zeit für Bundespolitik oder gar ein bundespolitisches Mandat hat.

    Mein Wunsch wäre ja der folgende:
    bei einer grünen Regierungsbeteiligung sollte das Ressort "Familie, Senioren, Frauen und Jugend" zu einem allgemeinen Gleichstellungsressort umfunktioniert werden, wo auch Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle vertreten werden. Und dieses sollte dann Volker Beck als Minister leiten.

    Das hätte mehrere Vorteile:
    1. nach Westerwelle hätten wir endlich mal einen offen schwulen Minister, für den wir uns nicht schämen müssen und der sich auch für unsere Interessen einsetzt.

    2. Gerade in dem Ressort könnte er viel zum Positiven bewegen.

    3. Das wäre ein tolles Signal, dieses Ressort zu erweitern und gerade dort einen offen Schwulen zum Minister zu machen.

    Fazit:
    Volker Beck hat schon so viel getan und könnte noch so viel mehr für uns erreichen. Und er ist dank seiner unermüdlichen Arbeit sehr angesehen.

    Vor allem ist er jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt und auch Kritik an Kirche & Co offen äußert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Er sollte auf Bundesebene noch für uns weiter machen. Wenn wir dann irgendwann vollkommen gleichgestellt sind, kann er sich dann gerne in die Lokalpolitik zurückziehen, aber bis dahin wird er noch dringend gebraucht.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 JoonasAnonym
  • 07.05.2011, 18:20h
  • Antwort auf #7 von Timon
  • Ich könnte mir Volker Beck auch sehr gut als Innenminister vorstellen - dort würde er neben der vollen Gleichstellung Homosexueller sicher auch Bürgerrechte, etc. garantieren und würde insgesamt für ein toleranteres und bunteres Deutschland kämpfen.

    Aber auch ohne Ministeramt kann Volker Beck auf Bundesebene viel bewegen. Er steht vielleicht nicht so oft vor Kameras wie Künast & Co., aber hinter den Kulissen macht er enorm viel und ist einer der wichtigsten Grünen auf Bundesebene.

    Sollte er sich doch entscheiden, in die Kölner Lokalpolitik zu gehen wünsche ich ihm alles Gute und danke ihm für das, was er bisher gemacht hat. Aber ich hoffe schon auf seinen Verbleib in der Bundespolitik und dass er da mithilft, Dinge zum besseren zu gestalten.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Simon H.Anonym
  • 07.05.2011, 20:52h
  • Egal, wofür sich Volker Beck entscheidet: wir haben ihm soviel zu verdanken und deshalb wünsche ich ihm so oder so viel Glück, Erfolg und alles Gute.

    Aber aufgrund seines unermesslichen Engagements fände ich einen Verbleib in der Bundespolitik (und gerne auch in einflussreicherer Position) sehr sehr gut! Wir brauchen nämlich gerade in der Bundespolitik mehr aufrechte Menschen mit Rückgrat wie ihn. Menschen, die sich engagieren, egal ob ihnen das privat Vorteile bringt oder nicht (oder gar Nachteile). Peinliche Blender, Schwätzer und Lügner wie Westerwelle haben wir schon genug.

    Deshalb Herr Beck:
    bitte bleiben Sie in der Bundespolitik! Sie haben schon so viel bewegt und könnten noch so viel mehr erreichen. Lassen Sie nicht locker und geben Sie so kurz vor dem Ziel nicht auf.

    Falls aber doch, danke ich Ihnen für alles bisherige und wünsche Ihnen für die berufliche wie private Zukunft alles Gute! Und nach Ihren Leistungen hat niemand das Recht, ihre Entscheidung zu kritisieren. Aber schön fände ich schon, wenn Sie uns im Bund erhalten bleiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HinnerkAnonym
  • 07.05.2011, 21:19h
  • Im Gegensatz zu Knallchargen a la Westerwelle & Co labert Volker Beck nicht nur, um unsere Stimmen zu bekommen, sondern er handelt wirklich!! Selbst, wenn er deshalb von katholischen Hasspredigern verklagt oder von rechten Schlägern verprügelt wird.

    Auch an der eingetragenen Partnerschaft hat er massiv mitgearbeitet und damals gegenüber der SPD das bestmögliche rausgeholt.

    Und ich bin sicher, dass er auch in Zukunft massiv an der Eheöffnung, der Erweiterung Art. 3 GG, etc. mitarbeiten würde.

    Insofern hoffe ich zwar auch auf seinen Verbleib in der Bundespolitik, akzeptiere aber auch jede andere Entscheidung voll Demut und Dankbarkeit! Und wünsche Ihm in jedem Fall alles Gute!

    Er ist auf jeden Fall einer der wenigen Aufrechten und Ehrlichen in der Politik, die sich ihren Mund nicht verbieten lassen, ihrer Linie treu sind und ihr Engagement nicht aufgeben!
  • Antworten » | Direktlink »