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Eine Mutter und ihr schwuler Sohn: Szene aus dem Film "Prayers for Bobby"

Die existentielle Bedeutung der Mütter für die Menschheit und die Welt ist offenkundig, doch ihr Wesen ist unergründlich und rätselhaft. Ein Standpunkt zum Muttertag.

Von Jürgen Friedenberg

Mütter tragen die Zukunft im Leib, sie wagen immer wieder das risikoreiche Abenteuer der Menschwerdung - von der Empfängnis bis zur Entbindung; sie übernehmen die Verantwortung für die Neugeborenen und die heranwachsenden Kinder und - nicht zu vergessen - auch noch für die pflegebedürftigen Alten. Woher nehmen Mütter nur die Kraft für ihr umfangreiches, segensreiches Tun?

Mütter bestimmen maßgeblich das Familiengeschehen, sie rackern sich, wenn es sein muss, für schäbigen Lohn ab, lehren die Kinder, im Lebenskampf zu bestehen, trösten sie, wenn das nicht immer gelingt, ermutigen sie dann zu neuem Beginn. Nicht selten machen sie sich kühn zu Fürsprechern ihrer anders gearteten Kinder, riskieren dabei sogar den Bruch ihrer Ehe oder Partnerschaft. Mütter brauchen aber Zeit nicht nur für ihre Kinder, sondern gelegentlich auch für sich selbst, und für ihre Männer. Was sie manchmal überfordert, zumal dann, wenn ihre Männer lustvoll an solchen Tagen nach ihnen verlangen, an denen es sie gar nicht nach Männern verlangt. Frau und Mutter sein und auch geliebte Gefährtin bleiben - sagt, wie schafft ihr das das alles bloß?

Mütter sind in Wahrheit das starke Geschlecht


Woher nehmen Mütter nur die Kraft für ihr umfangreiches, segensreiches Tun?

Frauen, insbesondere Mütter, sind in Wahrheit das starke Geschlecht. Freilich, nicht alle Mütter bewältigen ihr riesiges Pensum restlos, manches bleibt unerledigt liegen. Auf Unverständnis statt auf Hilfsbereitschaft stößt häufig das Verhalten von Müttern, denen die Lebensreife fehlt und die daher weder mit sich noch mit ihren Kindern zurecht kommen. Und viele Mütter verzweifeln, wenn sich Männer und Väter nicht liebevoll um Frau und Kinder kümmern.

Ich muss gestehen, Frauen und insbesondere Mütter sind mir ein Rätsel. Auch wenn ich an meine Mutter denke, bleibt vieles im Dunkel. Ich weiß nur, sie war immer für uns da, solange wir Kinder noch Kinder waren, und das genügte uns. Mutter zeigte uns ihre Liebe zwar selten direkt, aber wir spürten ihre Zuneigung, auch wenn sie uns nicht oft in den Arm nahm. An Küsse von ihr kann ich mich gar nicht erinnern, die holte ich mir später anderswo. Aber ob mit, ob ohne mütterliche Liebkosungen - meine Mutter war meine Mutter, auch wenn sie mir letztlich fremd blieb und ich ihr wahrscheinlich auch. Leider.

Vergesst am Muttertag aber nicht die Väter, die Kinder so gut wie eine Mutter betreuen - sie verdienen selbstverständlich genau soviel Anerkennung und Lob wie die weiblichen Mütter. Ob als Dankeschön ein Maiglöckchenstrauß oder das Muttertagsfrühstück im Bett reicht, mag ich nicht entscheiden.



#1 Knueppel
  • 08.05.2011, 09:44h
  • Und das meint die Mutter zweier jugendlicher Söhne, deren Homosexualität sie als etwas ganz *selbstverständliches hingenommen hätte, wäre sie denn vorhanden gewesen ..., über den Muttertag.

    (*das hat diese Bloggerin mir, während unserer gemeinsamen Zeit bei 'ZO', einst glaubwürdig versichert)

    "Muttertag"
    www.freitag.de/community/blogs/corina-wagner/muttertag-
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#2 Geert.Anonym
  • 08.05.2011, 09:48h
  • Schwule und ihre Mütter....Heute, am Muttertag, wird GayRomeo kaum benutzt, da sie alle bei ihren Müttern sind - die Ledermänner, die Transen und die Schwulen von nebenan.
    Fragt man Schwule nach ihren Familienverhältnissen, so bekommt man zu 98 % die Antwort: "Ich hatte ein wunderbares Verhältnis zu meiner Mutter, aber zu meinem Vater hatte ich kein oder ein sehr schlechtes Verhältnis."
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#3 schwulenaktivist
  • 08.05.2011, 09:59h
  • Wir sollten aufhören mit der Muttertags-Lobhudelei. Mütter sind schon lange Täterinnen an schwulen Söhnen. Mit der Lobhudelei ist das "Dunkel" in den Müttern nicht zu übertünchen. Wenn eine Mutter Täterin ist, dann hat sie vorher einfach "Probleme" gehabt. Wenn ein Vater Täter ist, dann "weil er ein Mann ist". Dieser Sexismus muss aufhören. Dies nur mal als Anregung...
    Siehe auch:
    www.arcados.com/?p=583
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#4 hartz IVAnonym
#5 yomenAnonym
  • 08.05.2011, 10:34h
  • ich hinterfrage schon lange die motivation des mutter-werdens.

    grade hier in berlin kann man, wie ich sie gerne bezeichne, die kamikaze-mütter auf den straßen, den geschäften und cafes beobachten.

    hip, zuweilen in einem aggressiven selbstverständnis unterwegs, das an einem gewissen "fuck you-me first" kaum zu überbieten ist.

    als stünden sie unter zwang und aufdringlichem rechtfertigungszwang.

    ich habe mit diesem auftreten oft ein problem.
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#6 herve64Profil
  • 08.05.2011, 11:06hMünchen
  • Der "Muttertag" ist eine der größten Heucheleien im Jahr und für Leute, die ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter haben, vollkommen überflüssig: die brauchen nämlich keinen speziellen Tag, um an ihre Mutter zu denken bzw. sie zu achten. An sich ist er aber auch für diejenigen, die kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter haben, sinnlos: wo keine wirkliche zwischenmenschliche Beziehung da ist, wird auch ein spezieller "Gedenk-" bzw. Ehrentag nichts ändern.

    Schauen wir uns doch mal genau an, welche Konsequenzen dieser Tag an sich hat: die Umsätze der Floristen, Confiserien und Parfümläden dürften ins Schwindelerregende steigen, und in Speiserestaurants braucht man heute gar nicht erst zu gehen, weil alle ihre Mütter und Großmütter ausführen.

    Eine typische Muttertagsgesellschaft -vor allem in Landgaststätten- erkennt man am Besten an einer schüchternen, alten Frau am Kopfende der Tafel, umrahmt von ihren (hüstel!) lieben Kindern, und die Konversation läuft in etwa so ab: "Iss doch, Mutti! Heute ist dein spezieller Tag." - "Ja, aber..." - "Schmeckt' s, Mutti? Das ist doch gut" - "Ja, aber..." - "Och, Mutti, rede halt nicht immer dazwischen. Iss lieber! Oder gib doch lieber mal deinen Enkelchen was! Die brauchen z. B. dieses oder jenes" usw. usf.

    Letzten Endes ist auch das eine verlogene Show mit dem Zweck, "die Alte auszunehmen wie eine Weihnachtsgans" oder um ein eigenes schlechtes Gewissen zu beruhigen. Mit wirklichem Ehren der Leistung der Mütter hat es -wenn überhaupt- nur peripher etwas zu tun. Auch hier ist der wirkliche Zweck der Kommerz und die Umsatzbelebung.
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#7 LorenProfil
  • 08.05.2011, 11:08hGreifswald
  • Da ich von meiner Mutter bereits direkt nach der Geburt zur Adoption freigegeben und einem katholischen Säuglingsheim überlassen wurde (wie zwei andere Kinder vor mir auch schon und aus recht egoistischen Motiven, wie ich als Erwachsener in Erfahrung brachte), ich andererseits zu meiner Adoptivmutter ein recht inniges und gutes Verhältnis habe, gibt es in meinem Leben "die" Mutter an sich nicht, sondern nur Mütter als Menschen, die individuell mal aus meiner Sicht richtig, mal falsch handeln - und sich damit in diesem Punkt von mir nicht unterscheiden.
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#8 hwAnonym
#9 marley
  • 08.05.2011, 12:34h
  • Ich hatte schon immer ein eher kompliziertes Verhältniss zu meinen Eltern,manchmal machen auch Mütter große Fehler,aber ich erwarte von niemanden perfekt zu sein,auch nicht von meinen Eltern.Vielleicht ist dass der grund für viele Familienstreitereien,Eltern sind eben auch keine Übermenschen,und vielleicht sollte man nicht so hohe erwartungen an seine Eltern stellen.Ich finde dass gehört zum erwachsen werden dazu.Im Nachhinnein bin ich meinen Eltern dankbar,nicht für alles,aber für vieles.Natürlich gibt es auch Menschen die mit ihren Eltern so schlechte Erlebnisse hatten,dass sowas wie Dankbarkeit einfach nicht möglich ist.
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#10 vingtans