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Ein Soldat der US-Marine (1933) (Bild: Alan Light / flickr / by 2.0)

Künftig können schwule und lesbische Soldaten der amerikanischen Marine in Militärstützpunkten heiraten - zumindest wenn diese in Staaten liegen, in denen die Ehe bereits geöffnet wurde.

Marinepfarrer dürfen eine gleichgeschlechtliche Eheschließungen vornehmen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes der Marinepfarrer. Dort heißt es: "Wenn eine Basis in einem Staat liegt, in dem die gleichgeschlechtliche Ehe legal ist, dürfen diese Stützpunkte dazu genutzt werden, diese Ehe zu schließen". Allerdings können sich Pfarrer weigern, eine Ehe zu schließen, wenn sie Vorbehalte gegenüber Homosexuellen haben.

Seit 1994 dürfen Schwule und Lesben nur im US-Militär dienen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Diese "Don't ask, don't tell"-Regelung, die in 16 Jahren mehr als 13.000 Militärangehörigen ihren Job gekostet hat, wurde zwar im Dezember 2010 abgeschafft (queer.de berichtete). Die Umsetzung des Gesetzes soll aber erst in den nächsten Wochen beginnen. Gegenwärtig bieten die Streitkräfte Toleranzseminare an, in denen Soldaten lernen sollen, wie fast alle ihrer NATO-Partner mit Schwulen und Lesben umzugehen (queer.de berichtete).

Republikaner wollen Eheschließungen verhindern


Todd Akin führt die Protestwelle gegen die gleichgeschlechtlichen Eheschließungen an. Er ist der Chef des Unterausschusses für die Marine im Repräsentantenhaus (Bild: US Congress)

Republikanische Politiker haben bereits Bedenken gegen die Möglichkeit zur gleichgeschlechtlichen Eheschließung angemeldet. 63 Abgeordnete des Repräsentantenhauses haben einen Beschwerde an den für die Marine verantwortlichen Staatssekretär gesendet und gefordert, Homo-Ehen im Militär zu verbieten. Sie berufen sich dabei auf das 1996 beschlossene Gesetz zur Verteidigung der Ehe (Defense of Marriage Act, DOMA). Es besagt, dass der Bund keine gleichgeschlechtlichen Ehen anerkennen darf. Die Marine solle sich "an bestehende Gesetze halten", fordert der republikanische Abgeordnete Todd Akin.

Allerdings ist unklar, wie lange DOMA noch Bestand haben wird. Ein Bundesgericht in Boston hat das Gesetz im vergangenen Jahr für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). In Kürze dürfte sich der oberste amerikanische Gerichtshof, der Supreme Court, mit dieser Frage beschäftigen.

Bislang dürfen Schwule und Lesben in Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire, Vermont sowie in der Hauptstadt Washington heiraten. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.05.2011, 17:48h
  • Mein Gott, das ist ja der helle Wahnsinn! Wird die Navy jetzt einen Rekrutenansturm erleben?
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#2 jojoAnonym
  • 10.05.2011, 18:30h
  • "Allerdings können sich Pfarrer weigern, eine Ehe zu schließen, wenn sie Vorbehalte gegenüber Homosexuellen haben."

    wenn jemand einen zivilrechtlichen akt nicht diskriminierungsfrei anbieten kann, dann sollte man ihm dieses recht entziehen oder gar nicht erst geben. was kommt als nächstes? standesbeamte, die keine "mischehen" schließen wollen?

    die pfaffen dürfen ja in ihren kirchen herumzaubern, mit wem sie wollen - oder eben nicht. aber das soll doch bitteschön vom zivilrecht getrennt bleiben!
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#3 EnricoAnonym
  • 11.05.2011, 09:14h
  • Zwar immer nur kleine Fortschritte, aber immerhin...

    In Deutschland verhindern Union und FDP ja zuverlässig selbst die kleinsten Fortschritte.

    Dank unserer schwarz-gelben Regierung herrschen in Deutschland teilweise Zustände wie in einem fundamental-klerikalen Staat.
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#4 MichaelTh
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil