Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14214

Rauchen ja, Safer Sex nein: Unser Bundestag setzt Prioritäten (Bild: Tomizak / flickr / by-nd 2.0)

Fluppen statt Safer Sex: Im Zigarettenautomat des Bundestages dürfen keine Kondome verkauft werden, ordnete Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) an.

Seit Ostern hat die Firma tobaccoland in ihrem Zigarettenautomat im Souterrain des Paul-Löbe-Hauses Kondome an den Mann gebracht (fünf Stück für fünf Euro). Die Präservative ersetzten damit Zigarettenmarken, die sich unter den Parlamentariern als unpopulär erwiesen hatten. Doch seit Dienstag gibt es wieder Giftstängel statt schützendes Gummi: Norbert Lammert, seines Zeichens Chef des Hauses, hat tobaccoland den Verkauf von Kondomen im Bundestag untersagt.

Grund soll kein moralischer Kreuzzug gegen Sex sein, sondern eine schlichte Vertragsverletzung von tobaccoland, erklärte eine Sprecherin Lammerts nach Angaben von "Spiegel Online". Demnach darf das Unternehmen aus Mönchengladbach laut Vertrag seinen Automaten "nur mit Tabakwaren bestücken". Bei tobaccoland will sich niemand zu dem Thema äußern - allerdings gilt es dort als Routine, Kondome in Automaten anzubieten, sollten sich bestimmte Zigarettenmarken als Ladenhüter erweisen. Mitarbeiter der Firma unken, dass sie so ausnahmsweise Leben verlängern könnten, anstatt - wie bei ihrem Hauptprodukt - Leben zu verkürzen.


Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) (Bild: Deutscher Bundestag)

Im Bundestag geht inzwischen alles wieder seinen rechten Gang: Die drei Fächer, in denen die parlamentarischen Kondompackungen angeboten wurden, sind wieder mit Zigarettenschachteln befüllt worden - und Lammert kann sich wieder parlamentarischen Aufgaben zuwenden.

Kondome haben bereits vor wenigen Monaten zu Abwehrreaktionen unter Christdemokraten geführt: Johanna Gräfin von Westphalen, die rund zwei Jahrzehnte lang dem Vorstand der NRW-CDU angehört hatte, bezeichnete im Januar Präservative als "Propaganda der Homosexuellen-Lobby". Die 74-Jährige behauptete, Kondome würden nicht vor HIV schützen (queer.de berichtete). (dk)



#1 Sister of MercyAnonym
  • 11.05.2011, 14:14h
  • Jede Generation hat ihre Kotzbrocken. Das Problem Gräfin von Westphalen wird sich irgendwann biologisch gelöst haben. Dann aber wachsen neue papsthörige SchwulenhasserInnen nach, z.B. die Töchter der "Fürstin" Gloria....
    Solche Leute wird es also immer geben. Auch sie haben ihre Fans, so dass sie mit ihren reaktionären Büchern und Presseveröffentlichungen ganz gut Geld verdienen können.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gavros
  • 11.05.2011, 14:33h
  • Johanna Gräfin von Westphalen, die rund zwei Jahrzehnte dem Vorstand der NRW-CDU angehörte, bezeichnete im Januar Präservative als "Propaganda der Homosexuellen-Lobby".

    Wenn man sich dann noch anschaut, was noch so alles verhütet wird.

    "Berlin - Immerhin - ein Thema war schnell abgeräumt. Den Wunsch nach Gründung einer laizistischen Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD lehnten die Spitzengenossen ab. Einstimmig. Ohne große Debatte. Wär' ja noch schöner."

    www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,761572,00.html
  • Antworten » | Direktlink »
#3 marley
#4 stromboliProfil
#5 gavros
  • 11.05.2011, 15:01h
  • Antwort auf #3 von marley
  • Nun habe ich dir ein "+" gegeben.
    Die Frage war vernünftig und im Vortrag manierlich.
    (Ein Stück Mitleid war natürlich auch im Spiel )
    Dass du Thesen und Behauptungen nicht mit Quellen belegen kannst, habe ich dir verziehen.
    Wenn du den Eindruck hast, dass ich damit meine Empahtiefähigkeit genügend unter Beweis gestellt habe, darfst du mir auch ein "+" geben.
    Geschäfte lauern überall.
    Eine klassische win-win-Situation ?

    Deine Kondome und deine Islamophobie werde ich dir auch nie nehmen. Auch das verhütet in der Summe, vermute ich.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 marley
  • 11.05.2011, 15:50h
  • Antwort auf #5 von gavros
  • "Dass du Thesen und Behauptungen nicht mit Quellen belegen kannst, habe ich dir verziehen. "
    Dass es Probleme bei der Integration von Muslimen gibt,muss ich doch jetzt nicht wirklich beweisen,oder?Davon kann sich jeder selbst überzeugen.Leidek kann ich dir kein Plus geben,weil ich diese nur aus Überzeugung setze,und nicht um einen gemeinsammen Nenner zu finden (oder Geschäfte wie du es nennst),mit empathie hat das nichts zu tun,erst recht nicht wenn du kurz davor noch von "mitleid" sprichst.ich hab allerdings schon wahrgenommen dass du es gut gemeint hast,weshalb ich dir ebenfalls verzeihe :-)
    Gavros,es geht mir auch gar nicht darum alle muslime abzuschieben ,sondern dass eine bessere integration stattfindet,ich habe selbst auch einen türkischen freund ,er ist zwar der meinung dass homosexualität nicht normal ist,und trotzdem reichen wir uns immer die hand,ich versuche ihn auch immer wieder zu überzeugen das homosexualität etwas normales ist,bis jetzt zwar ohne erfolg,aber irgendwann wird er es bestimmt verstehen.immerhin hab ich es geschafft dass er kurden nicht mehr als "abschaum" bezeichnet,ich denke schon dass ein zusammenleben möglich ist,nur muss man erstmal die probleme erkennen,um sie lösen.wenn wir es nicht bald schaffen diese probleme anzugehen,erwarten uns schwierige zeiten in deutschland niemand von uns will dass rechtspopulisten irgendwann an die macht kommen,ich denke dass wäre auch nicht in deinem sinne.vielleicht kannsst du meine denkweise jetzt besser nachvollziehen
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Franz JosefAnonym
  • 11.05.2011, 16:28h
  • Antwort auf #6 von marley
  • Es ist wohl so, dass der Mensch nur durch eigene Erfahrungen hinzu lernt. Wenn ich sehe, wie z.B. Schwule ihre volle Anschrift breitwillig überall verteilen und keine Angst vor einem Raubüberfall haben, dann kann ich das oft nicht glauben. Erst wenn sie selbst Opfer einer Straftat geworden sind, werden sie vorsichtig. Ähnlich ist es mit homophoben Übergriffen.
    Erst schwärmen die Schwulen von den geilen arabischen und türkischen Jungs und von einer Multikulti-Gesellschaft, dann aber erleben sie den ersten Übergriff in der U-Bahn oder am Rande der Szene - und aus einem grünen Gutmenschen wird plötzlich ein Kämpfer gegen die Islamisierung....
  • Antworten » | Direktlink »
#8 pfäfffgenAnonym
#9 marley
  • 11.05.2011, 17:44h
  • Antwort auf #7 von Franz Josef
  • Nun ja ich hab es jetzt oft genug gesagt,mehr als das kann man da nicht machen,aber die wenigsten wollen sich damit überhaupt auseinandersetzen,ich weis nicht warum so viele davor die Augen verschliessen,ich glaube es liegt daran dass viele Angt vor dem wachsenden Rechtspopulismus haben,und sich deshalb vor diesem Thema verschliessen,nur ist das eher Kontraproduktiv,weil viele ganz normale Menschen die weder rechtsradikal noch rassistisch sind plötzlich auf die Idee kommen sich hinter Sarrzin,Pro Köln und sonstiges zu stellen.Wir haben alle in den Medien gesehen wie sehr dieses Thema die Meinungen der Gesellschaft spaltet,deswegen muss man dringend einen anderen Weg suchen,und dass ohne Sarrazin,NPD oder Rechtspopulisten.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.05.2011, 19:44h
  • Mein Gott, Herr Lammert, sind sie aber verklemmt und peinlich noch dazu! Jeder weiß doch, daß das Rauchen tödlich ist und Kondome schützen (leider aber nicht gegen dummes Politikergeschwafel)!
  • Antworten » | Direktlink »