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Damian Goddard darf nicht mehr in seinem schicken Studio moderieren (Bild: Rogers Sportsnet)

Der kanadische Sportreporter Damian Goddard wurde vom Sender Sportsnet gefeuert, weil er via Twitter die Aberkennung des Eherechts für Schwule und Lesben gefordert hat.

Goddard hat in dem kritisierten Tweet einen Sportmanager gelobt, der die Gleichstellung im Eherecht ablehnt: "Ich unterstütze Todd Reynolds voll und ganz, ebenso wie seine Unterstützung der traditionellen und WAHREN Bedeutung von Ehe", so Goddard am Dienstag. Reynolds, der Vizepräsident von Uptown Sports Management, hatte zuvor den kanadischen Eishockey-Spieler Sean Avery kritisiert, weil er sich für die Einführung der Homo-Ehe im Staat New York ausgesprochen hat - in einem Video einer Homo-Gruppe wirbt der 31-Jährige für seine Position. Der Stürmer spielt seit 2009 für die New York Rangers.

Sofort nach dem Bekanntwerden von Goddards Twitter-Nachricht hat sich Sportsnet vom Moderator der Sendung "Connected" getrennt. In einer Pressemitteilung erklärte der Sender am Mittwoch, dass "uns in den letzten Monaten klar geworden ist, dass Herr Goddard nicht der richtige Mann für unsere Organisation ist."

Youtube | Sean Averys Video pro Homo-Ehe

"Ich bin ein überzeugter Katholik"


Goddards Tweet

Auch nach seiner Entlassung beharrt Goddard auf seiner Position und nennt als Grund für die Ablehnung von Homo-Rechten seinen christlichen Glauben: "Ich bin ein überzeugter Katholik. Mir geht es nicht um Hass", erklärte er gegenüber der Zeitung "Star". Via Twitter ließ er seine Fans wissen, dass er nicht traurig über seine Entlassung sei, da er nun mehr Zeit mit seiner Ehefrau verbringen dürfe.

Bereits vor wenigen Tagen hatte Peter Vidmar, der Chef des amerikanischen Olympiateams 2012, sein Amt abgegeben, weil er weiter öffentlich sagen will, dass Homo-Paare keine Rechte haben sollten: "Ich möchte nicht, dass meine persönlichen und religiösen Überzeugungen Zwietracht in unsere olympische Bewegung bringen", erklärte Vidmar.

Das kanadische Parlament hat 2005 mit den Stimmen der regierenden Liberalen die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete) - inzwischen ist sie im Land etabliert. Bei der Abstimmung lehnten die Konservativen unter Stephen Harper die Gleichbehandlung noch ab, tasteten aber nach ihrer Regierungsübernahme ein Jahr später das Eherecht nicht an. (dk)



#1 XDAAnonym
  • 12.05.2011, 13:04h
  • Gut so, dass er weg ist. Aber sicher darf er jetzt bei FOX News Sport moderieren ...

    Und danke an den Eishockey-Spieler Sean Avery, der sich für die Homo-Ehe ausspricht.
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#2 SarahAnonym
  • 12.05.2011, 13:26h
  • Ich weiß, warum ich Kanada mag (:

    Und schön, dass dort die Medien, zumindest jenes, welches Goddard feuerte, sich gegen Homophobie wenden.
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#3 elektra72
#4 Geert
  • 12.05.2011, 14:02h
  • Früher kamen solche Äußerungen nur von evangelikaler Seite. Die Katholiken kümmerten sich nicht groß um so etwas. Jetzt, unter dem sich selbst hassenden homophoben Papst Ratzinger hat sich die katholische Kirche auf die Schwulen eingeschossen. Jedes "zölibatär" lebende Männchen, das in der Kirche Karriere machen will, muss etwas Negatives zur Homo-Ehe sagen. Und selbst katholische Nicht-Kleriker wie dieser Kanadier fangen an, den Homohass Ratzingers zu verinnerlichen.
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#5 LingoAnonym
  • 12.05.2011, 14:38h
  • Richtig so!

    Es muss klar sein, dass Hasspropagande, egal ob gegen Schwule, Farbige oder wen auch immer, nicht geduldet wird und ernste Konsequenzen nach sich zieht.

    Nur so kann man was ändern. Und nur so wird man z.B. die Suizide homosexuelle Teenager reduzieren können. Weil sie 1. weniger gemobbt werden und 2. sehen, dass die anderen im Unrecht sind, nicht sie.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.05.2011, 15:44h
  • Da sieht man einmal wieder, daß für einige Twitter auch zum Stolperstein werden kann!
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#7 xapplexAnonym
  • 12.05.2011, 17:25h
  • Antwort auf #3 von elektra72
  • "Ich weiß schon, warum die Kanadier mir so sympathisch sind"

    ?
    Damian Goddard und Todd Reynolds sind beide Kanadier.

    Wie schreibt der Toronto Star so schön:
    The lesson to be learned from his fall is twofold: 1) Think before you tweet. 2) Read No. 1 again.
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#8 JohnathanAnonym
  • 13.05.2011, 11:32h
  • Ich finde es nicht richtig, den Mann zu feuern: Auch wenn er mir natürlich unsympathisch ist und seine Ansichten dämlich sind, hat jeder das Recht auf eine eigene Meinung und auch dazu, sie zu äußern, egal wie idiotisch sie ist. Alles andere ist Zensur.
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