Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14220

Demonstration in New York City für die Öffnung der Ehe (2008) (Bild: maxintosh / flickr / by 2.0)

Im Staat New York wird gerade heftig über die Öffnung der Ehe gestritten - eine Studie hat nun errechnet, dass gleichgeschlechtliche Hochzeiten dem klammen Staatshaushalt helfen könnten.

Die Studie "For Love or Money?: The Economic Impact of Marriage Equality in New York" von vier unabhängigen demokratischen Senatoren ist am Mittwoch in der New Yorker Hauptstadt Albany vorgestellt worden. Die Politiker errechneten, dass eine Legalisierung der Ehe in den nächsten drei Jahren 391 Millionen Dollar (276 Millionen Euro) in den Staatshaushalt von New York spülen könnten, etwa durch zusätzliche Einnahmen aus der Umsatz- oder Hotelsteuer. Bereits zuvor hatten Studien gezeigt, dass Homo-Ehen die Hochzeitsindustrie beflügeln könnten - so geht eine Untersuchung aus dem Jahr 2009 davon aus, dass bei einer landesweiten Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe die mit Hochzeiten befassten Firmen mit Mehreinnahmen von insgesamt rund 10 Milliarden Dollar rechnen könnten (queer.de berichtete).

Gouverneur will Homo-Gegner überzeugen


Andrew Cuomo wurde 2009 zum Gouverneur gewählt. Im Wahlkampf hat der Demokrat versprochen, sich für die Öffnung der Ehe einzusetzen. (Bild: Patja / flickr / by-sa 2.0)

Im New Yorker Senat verfügen derzeit die Republikaner eine knappe Mehrheit - und auch mehrere Demokraten sprechen sich gegen die Öffnung der Ehe aus. Der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo, ein erklärter Befürworter der Homo-Ehe, will trotzdem in beiden Parteien versuchen, Abgeordnete zu überzeugen. "Wir wollen keinen Gesetzentwurf in den Senat einbringen, der keine Chance hat, angeommen zu werden", erklärte Cuomo. "Niemand will eine Wiederholung von 2009. Man startet keine Abstimmung um der Abstimmung willen". Vor rund zwei Jahren hatte das New Yorker Repräsentantenhaus bereits der Öffnung der Ehe zugestimmt, im Senat scheiterte der Entwurf jedoch kläglich (queer.de berichtete). Cuomo ist seit einem Jahr im Amt und hat bei Budgetverhandlungen gut mit dem republikanisch kontrollierten Senat zusammengearbeitet; er hofft nun offenbar, dass die guten Kontakte ihm helfen, Homo-Gegner zu überzeugen.

Dass es eine reelle Chance auf einen Sieg für die Homo-Ehe gibt, zeigt das Engagement der Homo-Gegner: So hat die christliche Gruppe "National Organization for Marriage" (NOM) ein Werbebudget von 1,5 Millionen Dollar, das dieses Jahr einzig für die Verhinderung der Gleichbehandlung im Eherecht eingesetzt werden soll. Die Gruppe hat in der Vergangenheit mit ähnlichen Aktionen in Maryland und Rhode Island gegen die Homo-Ehe agitiert - und konnte dort bislang "Gay Marriages" verhindern. Die NOM-Kampagne zielt besonders auf Republikaner ab, die sich für die Homo-Ehe engagieren: "Die NOM hat bislang noch jedem Republikaner, den wir wegen ihrer Unterstützung für die Homo-Ehe attackiert haben, die Wiederwahl vermasselt. Wir glauben, dass wir das auch in New York erreichen können", erklärte NOM-Chef Brian Brown. Auch die katholische Bischofskonferenz von New York will gegen die Ausweitung von Homo-Rechten protestieren. (dk)



#1 LingoAnonym
  • 12.05.2011, 14:35h
  • Das ist ja gerade das absurde:
    die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist nicht nur ein Akt der Gleichstellung, sondern bringt auch dem Staat, der gesamten Volkswirtschaft und allen Bürgern einen erheblichen Nutzen.

    Dass einige Ewiggestrige das dennoch kategorisch verhindern, zeigt, dass die sogar bereit sind, ihrem Land zu schaden, nur um ihren privaten Hass durchzusetzen.

    Solche Politiker gehören abgewählt.

    Hier bei uns wehren sich ja Union und FDP ganz massiv gegen die Eheöffnung und schaden damit nicht nur uns, sondern allen Bürgern und der gesamten Volkswirtschaft. Solche hasserfüllten Stümper dürfen einen Staat nicht ruinieren. Die gehören schnellstens abgewählt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.05.2011, 15:46h
  • Ich hoffe, daß im Staat New York so schnell wie es geht die Homoehe eingeführt wird! Es wurde nun genug Zeit verplempert!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Timm JohannesAnonym
  • 13.05.2011, 13:52h
  • Also während an der Ostküste nunmehr der Bundesstaat die Lebenspartnerschaft (=Civil Union) erlaubt hat und auch der kleine Bundesstaat Rhode Island an der Ostküste dies derzeit parlamentarisch berät und die Mehrheiten als sicher dort gelten, wird im Bundesstaat New York heftig gestritten.

    Dort mobilisiert insbesondere die Community in New York City ihre Kräfte und versucht endlich dort voranzukommen. Sollte dies in New York gelingen, dann sind es vor allem die Südstaaten und die Staaten des Mittleren Westens/Rocky Mountains sowie an den Oberen Seen im Landesinneren, wo bisher Nichts geschehen ist. Es wäre schon sehr vorteilhaft, wenn endlich im Bundesstaat New York Fortschritte erreicht würden.

    Neben New York sind aber auch Aktionen in Flordia zu beobachten, nur dort wird es wesentlich schwieriger als in New York.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 alexander