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Sergey Praded im vergangenen Jahr bei einer illegalen Demo

Der für den 17. Mai geplante "Equality March" in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist von den Behörden verboten worden.

Wie "Gay Russia" unter Berufung auf die Organisatoren der Gruppe "Idaho Belarus" mitteilte, hat die Stadtverwaltung 100 verschiedene Anträge auf die Abhaltung eines CSDs abgelehnt. Sie wollten am 17. Mai, dem internationalen Tag gegen Homophobie, für gleiche Rechte in ihrem Land protestieren. Die Aktivisten hatten die große Zahl an Anträgen gestellt, weil die Stadt in der Vergangenheit wegen fadenscheinigen Argumenten abgelehnt wurde, etwa weil in einer Straße bereits eine andere Veranstaltung stattfinden soll. Die 100 Anträge hatte Laufrouten durch verschiedenste Teile der Innenstadt von Minsk enthalten sowie verschiedene Anfangszeiten.

Nach Angaben der Veranstalter wurden die meisten Anträge wegen einer angeblichen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch die Demonstration abgelehnt. Organisator Sergey Praded erklärte, man werde noch entscheiden, ob man trotz des Verbotes auf die Straße gehen werde. Zunächst soll Klage gegen das generelle Verbot eingereicht werden.

Polizeigewalt gegen CSD 2010

Bereits im letzten Jahr wurde der CSD verboten. Als Homo-Aktivisten trotzdem für ihre Rechte auf die Straße gingen, wurden sie von Polizei und Militär gestoppt (queer.de berichtete). Praded musste zwei Tage im Gefängnis verbringen (queer.de berichtete). Im Februar genehmigte die Stadt Minsk jedoch erstmals eine kleine Demonstration für schwul-lesbische Rechte vor dem Justizministerium (queer.de berichtete).

In Weißrussland ist Homosexualität zwar seit 1994 legal, gilt allerdings als Tabu-Thema. Der mit diktatorischen Vollmachten regierende Präsident Alexander Lukaschenko hält nicht viel von Homo-Rechten: Anfang des Jahres gab es Berichte, dass er in Gegenwart des offen schwulen deutschen Außenministers Guido Westerwelle eine Tirade gegen Homosexuelle gestartet haben soll (queer.de berichtete). (dk)



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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.05.2011, 15:43h
  • Das darf doch wohl nicht wahr sein! Ich hoffe, daß der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wie im Fall Moskau ein Machtwort spricht!
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#2 xdaAnonym
  • 12.05.2011, 16:00h

  • leider untersteht weissrussland nicht der jurisdikation des gerichtshofs fuer menschenrechte @ 1.
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#3 xdaAnonym
#4 De_Gelderlander
  • 12.05.2011, 16:11h
  • Nun, was will man von einem Land erwarten, dessen Diktator noch heute mit eiserner Hand regiert?
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#5 seb1983
  • 12.05.2011, 17:36h
  • Das Land ist ein Anachronismus in Europa das die letzten 20 Jahre im Ostblock verschlafen hat, nach wie vor mit Diktatur und Planwirtschaft.
    Wichtigste Partnerländer übrigens: Russland, Iran, China, Venezuela und Kuba.
    Da dürfte man nicht nur beim CSD auf einer Linie liegen.

    Zum Glück hat sich die das Thema Weißrussland in etwa 25 Jahren von selbst erledigt wenn es so weiter geht, da vergeht scheinbar selbst Heteros die Lust am schnackseln...

    de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Belarus-demography.
    png&filetimestamp=20050209205559
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#6 marley
  • 12.05.2011, 19:19h
  • Lukaschenko ist sowas wie der europäische Gadaffi,mich würde mal interessieren ob Deutschland auch mit Weißrussland Geschäfte macht,ich schätze mal ja
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#7 De_Gelderlander
#8 Iceman
  • 12.05.2011, 21:36h
  • Etwas anderes hätte man auch nicht erwarten können. Es ist traurig, dass sowas noch in Europa möglich ist. Was aber die größte Schande ist, das niemand gegen diesen DIKTATOR vorgeht. Die westlichen Länder werden sich erst wieder darauf stürzen, wenn ein (demokratischer) Protest gegen die Führungsriege bildet. Genau wie man es in den Ländern Ägypten, Tunesien und Libyen auch macht. Man hält jahrelang die Klappe, weil die totalitären Herrscher ihr Volk unterdrücken und es so ruhig stellen. Aber wenn dann eine Bewegung gegen diese Herrscher aus dem Volk heraus entsteht, ist man plötzlich vollkommen entsetzt über die Zustände in den Ländern - blanke Heuchelei! (Sorry, wenn ich jetzt zu sehr abgeschweift bin!)

    Noch etwas dazu: "Der mit diktatorischen Vollmachten regierende Präsident Alexander Lukaschenko". Kann man nicht einfach sagen, dass der Mann ein Diktator ist? Ich meine es ist doch mehr als offensichtlich!
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#9 Iceman
#10 seb1983
  • 12.05.2011, 22:12h
  • Antwort auf #8 von Iceman
  • Wie bitte soll man dagegen vorgehen? Weißrussland hat sich eng an Russland angelehnt was ihm die Existenz sichert. Länder wie eben Venezuela (da gabs von Chavez persönlich einen Orden) ermöglichen den Handel mit Lateinamerika, aus Kuba gibts Bananen, vom Iran Öl, von Nordkorea was weiß ich. Man kommt also irgendwie durch.
    Wirtschaftssanktionen bringen also nicht viel, man kann diplomatisch protestieren, was Lukaschenko wohl ziemlich am Allerwertesten vorbeigeht.

    Man hat ja Männerfreundschaften in "Sozialismus und Freiheit"

    www.welt.de/politik/ausland/article11722654/Chavez-an-Lukasc
    henko-Du-wirst-siegen.html
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