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Nadine Beiler singt für Österreich - und stimmt für Journalisten gerne Grand-Prix-Klassiker an

Das zweite Halbfinale des Eurovison Song Contest in Düsseldorf läuft heute ab 21 Uhr im Ersten und in einen Web-Stream auf eurovision.tv. Zuschauer in Deutschland dürfen heute mitwählen, von den 19 Ländern kommen zehn weiter. Wir bieten hier eine Kurz-Übersicht der Kandidaten, mehr zu ihnen und all dem Theater drumrum in unserem Live-Blog, dort ab 21 Uhr auch Kurzberichte zum Halbfinale und dem Geschehen im Pressezentrum.


1. Bosnien und Herzegowina: Dino Merlin, alternder Superstar vom Balkan mit Eurovisionserfahrung, punktet bei der Generalprobe erneut mit seiner positiven Ausstrahlung und seinem herrlich altmodischen Schunkelfolksong ("Love in Rewind"). Warum er sich manchmal etwas hektisch bewegt, bleibt offen, dafür sind seine Stimme und das Bühnenbild exzellent. Kommt weiter!

2. Österreich: Nach einigen Jahren Schmollpause soll Nadine Beiler mit ihrer Schmachtballade "The Secret Is Love" das Alpenland stimmgewaltig in das Finale bringen. Ein Spot, ein Gospelchor und eine wunderbare Sängerin - hoffentlich erkennt das auch Europa, denn dann wären Deutschland, Schweiz und eben Österreich im Finale vereint.

3. Niederlande: 3JS sind in ihrer Heimat Stars mit etlichen Erfolgsalben, auf der Bühne in Düsseldorf merkt man davon leider nicht viel. Das Trio singt seinen Song "Never Alone" zwar routiniert runter, bleibt aber ansonsten nicht im Gedächtnis. Kaum Chancen.

4. Belgien: Starke Stimmen, ziemlich belangloser Song, der teilweise sogar nervt. Bei den Proben immer gut drauf, spricht leider trotzdem alles gegen einen Finaleinzug.

5. Slowakei: Die bildschönen Zwillinge TWiiNS scheinen nur einen Gesichtsausdruck zu haben - süßlich-verhalten lachend, immer freundlich, immer im Bewusstsein, dass die Kameras auf sie gerichtet sind. Der Schmusesong "I'm Still Alive" gilt als Außenseiter, die Mädels bleiben leider etwas blass auf der Bühne. Die Wallewalletücher erinnern latent an die No Angels - und das ist kein gutes Zeichen.

6. Ukraine: Der unterschätzteste Beitrag im zweiten Halbfinale kommt von Oksana Stefanivna Hrytsai alias Mika Newton, die mit einer Art Hymne an die Kinder ins Rennen um den Finaleinzug geht. "Angel" ist eine wunderbar melodisch Ballade, die im Hintergrund durch eine extravagante Sandperformance im wahrsten Sinne des Wortes untermalt wird. Bei der Generalprobe klingt sie stimmlich hervorragend - wie auf der CD!

7. Moldawien: Großartiges Bühnenbild trifft auf hektische, angepunkte Rocktruppe, die bekanntlich 2005 einen sechsten Platz im Finale einfuhr. Auch 2011 stehen die Chancen auf den Finaleinzug gut, denn Zdob si Zdub verkaufen sich gut - und der Song hat das Glück, eine der wenigen Rocksongs im zweiten Halbfinale zu sein. Dabei ist der Song "So Lucky" eher bescheiden.


Eric Saade und seine zufällig schwule Performance

8. Schweden: Neben Irland der Top-Favorit des zweiten Halbfinals. Eric Saade singt immer noch nicht toll, hat sich aber verbessert. Er punktet mit seinen Tänzern bei der Performance (ohne den Spiegelhöhepunkt am Schluss). Und darauf zielt das druckvolle Dance-Pop-Stück "Popular" ja auch ab. Ein Ausscheiden wäre eine Riesensensation.

9. Zypern: Was sehen wir da im Hintergrund? Spermien? Eine ziemlich düstere Nummer, die auch nach x-fachem Proben keine wirkliche Magie ausstrahlt, dafür ist der Sänger einfach zu blass. Da helfen weder die Bewegungen à la rhythmische Sportgymnastik noch die alberne Frau mit dem schwingenden Lichtkegel. Und warum ziehen die die Schuhe aus?

10. Bulgarien: Poli, die bulgarische P!nk oder Robyn, je nach Wahrnehmung, singt gut und ist bei jeder Probe sehr präsent. Sie gibt alles und genießt ihre Zeit auf der Bühne, auch der Song kommt gut, ist aber leider nicht so speziell. Könnte untergehen.

11. Mazedonien: Nur die Balkan-Connection kann Vlatko Ilievski mit seinem unmelodischen Song und der albernen Performance seiner Backgroundtänzer noch ins Finale retten. Die Wetten und auch unser Eindruck sehen ihn auf den letzten Platz des zweiten Halbfinals.


Dana zeigt Bein. Wie wird sie abschneiden?

12. Israel: Es wird eng für Dana International, die mit "Ding Dong" einen relativ belanglosen Tralala-Dance-Pop-Song am Start hat. In der Halle kommt das beatlastige Stück allerdings sehr gut rüber und auch Dana blüht regelrecht auf. Mit einem tollen Kleid, einer stimmsicheren Performance und viel Glück klappt es ja vielleicht doch noch mit dem Finaleinzug - mithilfe der Jurys?

13. Slowenien: Der düstere Einstieg und die schwächelnde Stimme von Maja Keuc lassen nichts Gutes erwarten, dennoch ist "No One" eine solide Poprocknummer mit tollem Bühnenbild und auch Maja steigert sich gegen Ende noch. Hübsche Tänzerinnen und eine gute Protagonistin können leider nicht den Eindruck überdecken, dass wir auch die Slowenen nicht im Finale wiedersehen.

14. Rumänien: Der Sänger von Hotel FM bleibt stark und ist auch überaus telegen. Seine Kumpels sind nicht der Rede wert. Nicht schön ist allerdings das 1980er-Jahre-Bühnenbild mit Neoneffekten, das schwer an die Contests zwischen 1987 und 1989 erinnert.

15. Estland: Wenn Getter Jaani mit ihren putzigen Tänzern auftritt, geht die Sonne auf, auch wenn sie bei der Generalprobe kleine stimmliche Wackler hatte. Egal, die Performance und Getter selbst sind ungemein charmant, der Song originell und ebenso bunt und abwechslungsreich wie das pfiffige Bühnenbild. Auch hier wäre ein Ausscheiden eine Sensation und Schande.

16. Weißrussland: Anastassija Winnikawa sieht von Mal zu Mal mehr aus wie die Tochter von Ingrid Peters. Ihre Show ist rund um Leuchtständer konzipiert, an denen sie mit ihren Backgroundsängern (zwei süße Typen sind dabei) "I Love Belarus" überaus druckvoll schmettert. Der aufdringliche Beat kommt in der Halle leider sehr gut an, sorgt für Stimmung und könnte das umstrittene Stück tatsächlich ins Finale katapultieren.

17. Lettland: Zwei richtig süße Jungs, die leider einen relativ harmlosen Song ("Angel in Disguise") präsentieren - da können Musiqq noch so charmant und putzig in die Kamera schauen. Der stimmstarke Leadsänger schwächelt heute leicht, bis morgen muss er noch eine Schippe drauf packen. Nur mit viel "Abrakadabra" geht es für die Zwei in das Finale.

18. Dänemark: Die schönsten blonden Männer hat das skandinavische Land am Start (ok, Paradise Oskar mal ausgenommen) und die schnuckeligen Jungs von A Friend in London performen ihre gut ansteigende Weltverbesserungshymne "New Tomorrow" sehr überzeugend. Sie mausern sich immer mehr zum Geheimtipp!

19. Irland: Aua, das brennt in den Augen. Das Zwillingsduo Jedward, Top-Favorit des zweiten Halbfinals in den meisten Umfragen und Wetten, ist knallrot, laut und völlig überdreht. Das perfekt auf die Brüder abgestimmte "Lipstick" ist neben "I Love Belarus" sicher der böseste Ohrwurm des zweiten Halbfinals. Die kleinen blonden Teufel singen scheußlich in der Generalprobe, dafür stimmt die Show halbwegs. Ob das reicht? Wir gehen davon aus.

Abstimmung: Folgende zehn Länder tippt Queer.de ins Finale des Eurovision Song Contests: Bosnien und Herzegowina, Österreich, Ukraine, Moldawien, Schweden, Israel, Estland, Belarus, Dänemark, Irland.

Unser ESC-Blog

Alle Fotos vom 1. Dress Rehearsal, Quelle: Elke Roels (Ebu)



#1 gagaAnonym
  • 12.05.2011, 18:27h
  • wenn schwule über die überschminkten, weiblichen zwillinge schreiben das sie "bildschön" sind und über die männlichen, ebenfalls hübschen zwillinge schreiben "aua das brennt in den augen" wundert mich nichts mehr und langsam kann ich nur noch lachen so grotesk ist der ganze schwule hype um den esc.
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#2 KathiGr
  • 12.05.2011, 22:47h
  • Hat noch jemand von euch die Countdown-Sendung des ARD zum 2. ESC-Halbfinale gesehen?

    Da gab es diese Grafik zu männlichen und weiblichen Teilnehmern. Dana International wurde weder als männlich noch als weiblich eingestuft, sondern hat eine extra Kategorie bekommen. Sie wurde also quasi als "es" bezeichnet, auch wenn das Wort selbst nicht gefallen ist. Die Grafik hat für sich gesprochen. Auch wenn es wohl witzig gemeint war, fand ich das sowas von geschmacklos und ignorant. Es sind kleine Seitenhiebe wie diese, die sich aufaddieren und Transsexuelle dann verzweifeln lassen. Diese beschissene Grafik und der dazugehörige Kommentar haben mir total die Stimmung vermiest. Von einem Herrn Plasberg hätte ich wirklich mehr Klasse erwartet.
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#3 SebiAnonym
#4 derdiedasAnonym
  • 13.05.2011, 02:02h
  • Lach @ queer.de, ihr habt auch bischen was getrunken oder verschrieben wa?
    Die Tänzerinnen die ihr beim Beitrag von Slowenien erwähnt sind männlich
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#5 DavidMAnonym
  • 14.05.2011, 16:51h
  • Quatsch, die Tänzerinnen aus Slowenien sind definitiv Frauen. Wohl selber einen zuviel gehoben. ;))
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